LageLuchs · Datenlogik
Woher stammt diese Zahl — genau?
Jeder Wert führt zurück bis zur exakten Zelle der Quelle: Datei, Tabellenblatt, Zeile und Spalte. Ist ein Wert berechnet, steht an seiner Stelle die Rechenregel mit den Ausgangswerten, aus denen er entstanden ist. Diese Angabe heißt Fundstelle; die Kette bis zur Quelle heißt Belegkette.
01Ein abgelesener Wert: vier Angaben
Wird ein Wert direkt aus einer Quelle gelesen, speichert der Import beim Lesen — nicht hinterher — vier Angaben: die Datei (bzw. die genaue Abfrage-Adresse), das Tabellenblatt (falls es eines gibt), Zeile und Spalte in genau der Datei, die gelesen wurde. Dazu kommt der ungekürzte Originaltext der Zelle. Ohne diese Angaben wird ein Wert nicht gespeichert — das prüfen der Schreibweg und die Datenbank selbst.
Die Adresse richtet sich nach dem Format der Quelle:
Lange Angaben wie Dateiname, Stand und Abrufzeit stehen genau einmal je Datei, nicht an jedem Wert; ein Wert verweist auf seine Tabelle und trägt nur Zeile, Spalte und Zelltext. Steht in der Zelle ein Sonderzeichen der Statistik („–“, „.“, „/“, „x“), bleibt es als eigener Zustand erhalten (Anzeige-Sonderfälle).
02Ein berechneter Wert: Regel und Ausgangswerte
Manche Werte stehen so in keiner Quelle — etwa ein Kreiswert, der auf eine Gemeinde übertragen wird, ein Median über Bodenrichtwertzonen oder eine Dichte je 1.000 Einwohner. Sie tragen statt einer Zelle eine Ableitungsregel mit benannten Ausgangswerten, die ihrerseits wieder eine Fundstelle haben. Die Regeln heißen auf der Regionsseite zum Beispiel:
- Kreiswert übertragen
- Landeswert übertragen
- Einwohnergewichtetes Mittel
- Summe
- Median über Bodenrichtwertzonen
- Zählung von Objekten
- Je Einwohner
- Quote aus Zellen
- Differenz aus Zellen
- Veränderung zum Vorjahr
- Veränderung über den Zeitraum
- Gebietsnachfolge (Wert der Vorgängereinheit)
03Wo du die Fundstelle siehst
Auf der Regionsseite öffnet das ⓘ an einer Kennzahl die Angaben zum Wert: Quelle und Lizenz, Datenjahr oder Stichtag, und die Fundstelle — als Datei, Blatt und Zelle oder als Regel mit ihren Ausgangswerten. Die Quellenangabe lässt sich von dort kopieren.
Für einen Teil der älteren Werte ist die Zelle nicht mehr belegbar. Das steht dann offen am Wert:
„Altbestand, Zelle nicht mehr belegbar“ — der Wert ist aus einer früheren Lieferung übernommen; seine Quelle ist bekannt, die genaue Zelle nicht mehr.
„Für diesen Wert liegt noch keine zellgenaue Fundstelle vor. Die Quellenangabe oben gilt für den Datensatz als Ganzes.“
Werte ohne Zelle und ohne Regel nimmt der Schreibweg nicht an; neue Importe sind daran gebunden. Wie ein Wert zeitlich einzuordnen ist, erklärt Datenjahr, Stichtag & Ladedatum; welche Quellen es gibt, Kennzahlen & Quellen.