Der LuchsScore ist ein normierter Gesamtindexwert von 0–100, der die zukünftige Standortattraktivität einer deutschen Region zusammenfasst. Er wird aus 7 Dimensionen (Bevölkerung & Demografie, Wirtschaftskraft, Arbeitsmarkt, Infrastruktur & Lage, Immobilienmarkt, Sicherheit, Innovation) berechnet und gewichtet Stärke (heute) und Dynamik (Entwicklungstrend). Ein Wert von 70+ signalisiert eine strukturell starke und wachsende Region.
Eine Dimension ist einer der sieben Themenbereiche des LuchsScore: Bevölkerung & Demografie (16 %), Wirtschaftskraft (16 %), Arbeitsmarkt (15 %), Infrastruktur & Lage (15 %), Immobilienmarkt (18 %), Sicherheit (9 %) und Innovation (11 %). Jede Dimension fasst mehrere Kennzahlen zu einem Teilwert von 0 bis 100 zusammen und geht mit dem genannten Gewicht in den LuchsScore ein.
Eine Kennzahl ist ein einzelner Messwert einer Region mit Einheit, Datenjahr und Fundstelle, zum Beispiel Wanderungssaldo oder Pendlersaldo. 38 Kennzahlen fließen in den LuchsScore ein; weitere zeigt die Regionsseite zusätzlich, ohne dass sie den Score verändern.
DatenVertrauen
Kernbegriff
DatenVertrauen zeigt auf drei Stufen (hoch, mittel, niedrig), wie breit die Datenbasis einer Region ist. Es ist keine Einschätzung, sondern ein fester Schwellenwert auf die Zahl der vorhandenen score-relevanten Kennzahlen: Kreise und Bundesländer erreichen „hoch“ ab 4 und „mittel“ ab 2 Kennzahlen, Gemeinden „hoch“ erst ab 20 eigenen Werten und „mittel“ ab 4 Werten einschließlich geerbter Kreiswerte. Geerbte Werte können nie „hoch“ erreichen.
Die Vergleichsgruppe einer Region sind alle Regionen derselben Verwaltungsebene: alle Gemeinden, alle Kreise und kreisfreie Städte oder alle Bundesländer. Gegen sie wird jede Kennzahl und der LuchsScore als Perzentil eingeordnet; eine zusätzliche Einteilung nach Größe oder Regionstyp gibt es dabei nicht.
Ein Perzentil ordnet einen Wert in seine Vergleichsgruppe ein: Das 80. Perzentil heißt, die Region schneidet besser ab als 80 % der Vergleichsregionen — ein Rang, keine Note. LageLuchs rundet ab und zeigt höchstens das 99. Perzentil.
Kreiswert (geerbter Wert)
Liegt eine Kennzahl für eine Gemeinde nicht vor, übernimmt LageLuchs den Wert ihres Kreises und kennzeichnet ihn offen als Kreiswert. Ein geerbter Wert beschreibt den Kreis, nicht die Gemeinde selbst; beim DatenVertrauen zählt er nie für „hoch“.
Die Fundstelle zeigt, woher ein Wert stammt: Datei oder Abfrage, Tabellenblatt, Zeile und Spalte der Quelle — bei berechneten Werten die Rechenregel mit ihren Ausgangswerten. Neue Werte werden nur mit dieser Angabe gespeichert; wo sie bei älteren Werten noch fehlt, steht das offen am Wert.
Der Regionstyp ordnet eine Region nach ihrer Art ein, etwa Großstadt, Kleinstadt, Pendlergemeinde, Hochschulstandort und Tourismusregion. Im Explorer lässt sich frei danach filtern. Er ist nicht die Vergleichsgruppe: Perzentile beziehen sich auf alle Regionen derselben Ebene.
Ein Signal fasst mehrere Kennzahlen einer Region zu einer Beobachtung zusammen und erscheint auf der Regionsseite unter „Was fällt auf?“ — etwa „Neubau-Pipeline“, „Nachfrage und Angebot“, „Wanderung und Arbeitsmarkt“, „Kommunalfinanzen“ und „Struktur und Dynamik“. Ein Signal beschreibt, was die Daten zeigen, keine Prognose. Auf der Regionsseite ist es frei sichtbar; alle Regionen mit einem bestimmten Signal zu finden (Explorer-Filter „Signal ausgelöst“), gehört zu Pro.
Mikrolage beschreibt die unmittelbare Umgebung einer konkreten Adresse — etwa Flächenanteile und Straßenklassen im Umkreis aus OpenStreetMap —, nicht die Region als Ganzes. Einzelne Adresswerte sind kostenlos zugänglich. Die interaktive Mikrolage-Karte gehört zu Pro.