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Bad Aibling hatte am 31.12.2025 18.575 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 69 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Aibling
Die Stadt im Mangfalltal gehört zum oberbayerischen Landkreis Rosenheim und lebt vom Moorheilbad. Sie liegt im Kessel des ehemaligen Rosenheimer Sees, und im Stadtgebiet mündet die Glonn in die Mangfall.

Bad Aibling liegt rund 50 km südöstlich von München und 10 km westlich von Rosenheim. Der Ort sitzt auf 498 m und umfasst 41,4 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 18.575 Einwohner.
Der königlich bayerische Gerichtsarzt Desiderius Beck eröffnete 1845 in Bad Aibling eine Sole- und Moorschlamm-Badeanstalt. Prinz Luitpold erkannte den Ort am 17. Mai 1895 als Heilbad an.
Im Jahr 2002 bohrte man nach Thermalwasser und erreichte eine Endteufe von 2.299,7 m. Im September 2007 wurde die vom Stuttgarter Büro Behnisch Architekten entworfene Therme eröffnet; ihre Architektur besteht aus Kuppeln. Im Sommer 2008 erkannte die Bayerische Staatsregierung die Desiderius-Quelle als Heilquelle an.
Als Kurmittel dienen Badetorf und das Thermalwasser der Desideriusquelle, das mit 39,1 °C gefördert wird. Die Therme zählt jährlich rund 300.000 Besucher, und ihr Saunabereich umfasst acht Saunen, von der Eukalyptus- bis zur Blockhaussauna. Zu den Kureinrichtungen gehören mehrere Rheumakliniken und eine Neurologische Klinik mit Stroke Unit.
788 diente der Ort den Karolingern als Königshof, und urkundlich erwähnt wird er erstmals 804 als Epininga. Im Jahr 2004 feierte Bad Aibling sein 1200-jähriges Bestehen. Die Beurkundung als Markt wurde 1244 verliehen. 1321 erhielten die Bürger das Münchener Stadtrecht.
Am 4. Dezember 1918 entkam der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner bei einer Rede im Kurhaus einer geplanten Entführung durch den Kampfbund Thule. Zur Stadt erhoben wurde Bad Aibling am 1. April 1933. 1936 und 1937 baute man den Sportflugplatz zum Fliegerhorst der Luftwaffe aus. Nach 1945 gehörte die Stadt zur Amerikanischen Besatzungszone; auf dem Fliegerhorst waren zeitweise bis zu 100.000 Menschen gleichzeitig interniert.
Zwischen 1948 und 1951 betreute das Kinderlager der IRO in den ehemaligen Kasernen insgesamt über 2.300 jüdische Kinder und Jugendliche. 1952 übernahm die US Army das Gelände und baute es zur Bad Aibling Station aus. Auf dem Gelände der früheren Bad Aibling Station entsteht seit 2005 die Nullenergiestadt Mietraching.
Am 9. Februar 2016 stießen auf der eingleisigen Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim zwei Züge frontal zusammen; 12 Menschen kamen ums Leben. 89 weitere wurden verletzt, 26 von ihnen schwer. Die Unglücksstelle nahe dem städtischen Klärwerk lag zwischen einem bewaldeten Hang und dem Kanal, ohne Zufahrt für Fahrzeuge, und so brachten Retter Verletzte auch mit Booten, Seilwinden und Hubschraubern fort. Etwa 800 Rettungskräfte waren im Einsatz.
Wenige Tage später gedachte die Stadt der Toten in einem ökumenischen Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Georg. Seit Oktober 2016 erinnert am Ortseingang nahe dem Theresienmonument eine Eisenskulptur des Bildhauers Franz Ferdinand Wörle an die Opfer; sie steht für die Wucht, mit der die beiden Züge aufeinanderprallten.
1894 wurde das Elektrizitätswerk gegründet. 1898 folgte der Ausbau der Wasserversorgung. Aenova betreibt einen Produktionsstandort mit rund 330 Mitarbeitern.

Die Stadt hat eine Anschlussstelle an die Bundesautobahn 8 und zwei Bahnhöfe an der Mangfalltalbahn. Im Jahr 2000 wurde eine teils im Tunnel geführte Süd-Umgehung eröffnet, um die Innenstadt vom Durchgangsverkehr zu entlasten.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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