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Bad Bertrich hatte am 31.12.2025 972 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 44 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Bertrich
Bad Bertrich ist ein Kurort mit dem Titel Staatsbad in der Eifel im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Als Ortsgemeinde gehört es zur Verbandsgemeinde Ulmen. Der Ort liegt auf 150 m und umfasst 8,71 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte der Ort 972 Einwohner.

Er breitet sich im Üßbachtal der südlichen Vulkaneifel aus, nicht weit von der Mosel. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Bad Bertrich und Kennfus mit einigen Wohnplätzen. Die Nachbarn sind Lutzerath, Kliding, Beuren, Bengel und Hontheim.
Schon in römischer Zeit entstanden in Bertriacum Badegebäude. Im Jahr 1097 erscheint der Ort erstmals in einer Besitzurkunde des Trierer Erzbischofs Egilbert. Im Jahr 1476 wurde Bad Bertrich kurtrierisches Staatsbad.
Die Bergquelle liefert eine Glaubersalztherme, ein Natrium-Sulfat-Hydrogenkarbonat-Wasser. Sie bleibt in Schüttung und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe gleichmäßig. Diese Quelle bildet die Grundlage für die Entwicklung des Ortes zum Kurort. Das Gesundheitsangebot ist für die Region, die als „Gesundland Vulkaneifel“ vermarktet wird, ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.
Zu den heutigen Einrichtungen zählen die Vulkaneifel Therme und der im Jahr 2012 eröffnete Römerkessel, ein landschaftstherapeutischer Park.
Der letzte Trierer Kurfürst Clemens Wenzeslaus ließ von 1785 bis 1787 das Kurfürstliche Schlösschen bauen. Er nutzte es als Sommer- und Jagdresidenz. Ab 1794 stand der Ort unter französischer Herrschaft. Im Jahr 1815 wurde er auf dem Wiener Kongress Preußen zugeordnet und blieb ein Staatsbad.
Zur Zeit des Nationalsozialismus wurden die Kuranlagen nach Plänen des Architekten Otto Hodler neu gestaltet. Zur selben Zeit wurden Bewohner des Kurorts verfolgt. In der Kurfürstenstraße erinnern Stolpersteine an die Familie Kaufmann: Paula Kaufmann wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert und in Treblinka ermordet, Ernst und Alfred Kaufmann flohen 1938 in die USA. Nach dem Krieg kam ein Verfolgter als Pfarrer in den Ort. Der Priester Josef Neunzig war wegen seiner Hilfe für polnische Zwangsarbeiter 1941 verhaftet worden und saß bis 1944 im KZ Dachau; 1956 übernahm er, durch die KZ-Zeit gesundheitlich geschwächt, die Pfarrstelle in Bad Bertrich.
Seit 1946 gehört der Ort zum neu gegründeten Land Rheinland-Pfalz. Kennfus, bis dahin eine selbstständige Gemeinde, kam am 1. Januar 1975 zu Bad Bertrich.
Das Schlösschen mit dem anliegenden Kavaliershaus diente dem Kurfürsten als Sommerresidenz. Zu den Ortskirchen zählen die evangelische Philipp-Melanchthon-Kirche und die katholische Kirche St. Peter. Über dem Tal stehen zwei Aussichtspunkte. Der Bismarckturm wurde 1910 fertiggestellt und ist 14 m hoch. Auf dem Krahlberg steht außerdem der Hohenzollernturm, ein kleiner gusseiserner Aussichtspavillon.
Gäste kommen nicht nur zur Kur. Im Juni und Juli 2007 fanden die neu gegründeten Eifel-Kulturtage in Bad Bertrich und im Kloster Himmerod statt. Der Veranstalter Rainer Laupichler leitete die Reihe mit über 90 Künstlern. Bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nutzte die Schweizer Nationalmannschaft den Ort als Trainingslager und wohnte im Kurhotel Fürstenhof.




Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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