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Bad Essen hatte am 31.12.2025 16.265 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 59 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Essen
Bad Essen liegt im Osten des Landkreises Osnabrück und zugleich am Übergang der Mittelgebirge zum Norddeutschen Tiefland. Auf 103,33 Quadratkilometern zählte die Gemeinde Ende 2025 16.265 Einwohner.

Das Wiehengebirge bedeckt ungefähr das südliche Drittel des Gemeindegebiets, im Norden beginnt das Flachland. Mittendurch fließt die Hunte, und quer dazu schneidet der Mittellandkanal die Gemeinde in zwei Hälften.
Man kommt hierher wegen des Fachwerks, der Schlösser und der Sole, und weil der Ort mit Cittàslow einen ausdrücklich langsamen Anspruch erhoben hat.
Urkundlich wird Essen im Jahr 1075 genannt. Im Jahr 1309 begann der Bau der Burg Wittlage, die dem Bischof von Osnabrück die Ansprüche auf das Gebiet sichern sollte; erhalten sind heute noch Turm und Toreinfahrt.
Die Herrschaft wechselte danach schnell. 1803 kam Essen zum Kurfürstentum Hannover, 1806 gehörte man zu Preußen, 1807 zum Königreich Westphalen unter Jérôme Bonaparte. 1811 folgte die Hoheit des napoleonischen Frankreich, danach ging es erneut an Hannover.
Danach kamen die Verkehrswege, die den Ort bis heute prägen. Im Jahr 1899 begann der Bau der Wittlager Kreisbahn, die 1900 ihr erstes Teilstück von Bohmte über Bad Essen eröffnete. Am 1. April 1905 wurde der Bau des Mittellandkanals genehmigt; er trennt seitdem das Gebiet, das heute die Gemeinde bildet, in eine nördliche und eine südliche Hälfte.
Die heutige Gemeinde entstand mit der Gemeindegebietsreform am 1. Juli 1972. Damals wurde der Landkreis Wittlage aufgelöst, dessen Sitz in einer Gemeinde ohne Stadtrechte lag, was in Deutschland selten war.
Seit 1902 darf sich der Ort Bad nennen. Als Hauptgrund gilt eine Solequelle, die 800 m unter der Oberfläche liegt und deren Salzgehalt über dem des Toten Meeres liegt.
Seither hat sich der Ort von der klassischen Kur zu Grünanlagen und einem ruhigeren Tourismus hin entwickelt. Die Landesgartenschau 2010 lief vom 23. April bis zum 17. Oktober. Rund 500.000 Gäste kamen, 100.000 mehr als erwartet. Sie hinterließ einen neu gestalteten Sole- und Kurpark am südlichen Rand des Ortskerns.

Zum 8. Februar 2016 wurde Bad Essen einstimmig in das Netzwerk Cittàslow aufgenommen. Ein Jahr zuvor war der Projektentwurf „Bad Essen wird Cittàslow!“ vom Wirtschaftsministerium des Landes prämiert worden, mit dem Zukunftspreis. Cittàslow-Städten geht es vor allem darum, den Lebensrhythmus ihrer Bewohner und Gäste zu entschleunigen.
Im historischen Ortskern stehen zahlreiche Fachwerkbauten rund um den Kirchplatz mit der St.-Nikolai-Kirche. Das Hünnefelder Totenhaus diente von 1752 bis 1850 als Grabstätte der Familie von dem Bussche-Hünnefeld, und der frühere Wehrspeicher, das Kleine Haus, stammt aus dem Jahr 1663.

Die historische Wassermühle am südlichen Ortsausgang gilt als Wahrzeichen und ziert das Gemeindewappen. Schloss Hünnefeld wird erstmals 1146 erwähnt; sein Herrenhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert, der Taubenturm aus dem Jahr 1710. Schloss Ippenburg ließ Graf Wilhelm von dem Bussche von 1862 bis 1867 im neugotischen Stil bauen.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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