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Bad Krozingen hatte am 31.12.2025 21.620 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 57 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Krozingen
Von Freiburg aus gerechnet liegt die Kurstadt im Breisgau etwa 16 Kilometer südwestlich, von Basel aus 45 km nördlich; ringsum gedeihen Gemüse, Spargel, Mais und Wein. Der Neumagen durchfließt die Stadt und erreicht bei Biengen die Möhlin. Bad Krozingen liegt auf 233 m und umfasst 35,69 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 21.620 Einwohner.

Zusammen mit Staufen bildet die Stadt ein Mittelzentrum. Seit dem 1. Januar 2025 ist Bad Krozingen Große Kreisstadt, und der Bürgermeister trägt seither die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister.
Man suchte 1911 nach Erdöl, das man im Oberrheingraben vermutete, und stieß stattdessen auf Thermalwasser. Der Chemiker Fritz Raschig hatte die Bohrung veranlasst; dabei wurde eine Kohlensäurequelle entdeckt, auf der der spätere Kurbetrieb ruht.

Nach weiteren Bohrungen und dem Beginn des Kurbetriebs erhielt der Ort 1933 das Prädikat „Bad“. Das 1959 fertiggestellte Kurhaus steht im 40 Hektar großen Kurpark; Horst Linde hat es geplant.
Je nach Becken hat das Thermalwasser zwischen 29 und 36 Grad Celsius. Aus Therme, Reha-Kliniken und Herzzentrum wuchs im Lauf der Jahre ein Gesundheitszentrum heran. Das Thermalwasser prägt auch die Partnerschaften der Stadt. Bad Krozingen ist wie die Partnerstädte Gréoux-les-Bains, Naoiri und Bojnice ein Thermalbadeort.
Funde von Vorratsgefäß und Steinbeil weisen darauf hin, dass die Gegend schon in der Jungsteinzeit besiedelt war. Bei Ausgrabungen von 2011 bis 2015 legte man im Neubaugebiet Kurgarten ein steinzeitliches Kammergrab aus der Zeit um 3500 vor Christus frei, das heute im Archäologiepark erklärt wird.
Aus römischer Zeit stammen die Überreste eines Vicus, Töpfereien mit Brennöfen, ein Brunnen und die Fundamente mehrerer Gutshöfe. Erstmals erwähnt wurde der Ort im Jahr 808 als „Scrozzinga“ in den Urkundenbüchern des Klosters Sankt Gallen.
Bis 1805 gehörte Krozingen zum vorderösterreichischen Breisgau und ging dann mit dem Frieden von Pressburg an Baden über. Zur Stadt zählen die vier Ortsteile Biengen, Hausen an der Möhlin, Schlatt und Tunsel, die in den 1970er-Jahren eingemeindet wurden. Mit den eingemeindeten Dörfern gewachsen, wurde Bad Krozingen am 1. September 2005 zur Stadt ernannt.
Die katholische Pfarrkirche der Kernstadt wird 1144 erstmals urkundlich erwähnt. Am Palmsonntag 2002 brannte es in der Kirche; Barockdecke und Orgel litten stark, und der Hochaltar wurde fast zerstört. Zwei Jahre später war sie wiederhergestellt. Zu den Sehenswürdigkeiten der Kirchen zählen außerdem die modernen Fenster von Georg Meistermann.

Das Renaissance-Schloss der Freiherren von Gleichenstein liegt in einem kleinen Park und ist in Privatbesitz. Ursprünglich entstand es 1579 als Propsteigebäude des Benediktinerklosters Sankt Blasien.
Rund 50 historische Tasteninstrumente, die der Cembalist Fritz Neumeyer zusammentrug, stehen seit 1974 im Schloss.
Bad Krozingen liegt an der Rheintalbahn und hat einen Bahnhof, an dem die Münstertalbahn nach Staufen und Münstertal abzweigt. Beim Ortsteil Hausen gibt es einen Anschluss an die Bundesautobahn 5, über den Basel, Mülhausen und Freiburg gut erreichbar sind.

Seit Juli 2024 gehört die Stadt zum Fahrradverleihsystem Frelo mit zehn Stationen. Auch der Oberrhein Römer-Radweg führt durch die Stadt. Die Bundesstraße 3, die früher durch die Kernstadt führte und den Kurort belastete, verläuft seit dem Sommer 2009 als Umgehungsstraße.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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