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Bad Liebenwerda hatte am 31.12.2025 8.835 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 41 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Liebenwerda
Bad Liebenwerda im Landkreis Elbe-Elster ist staatlich anerkannter Kurort mit der Artbezeichnung „Ort mit Peloidkurbetrieb“. Die Stadt liegt an der Schwarzen Elster, etwa 60 Kilometer nordwestlich von Dresden und 75 km östlich von Leipzig.
Bad Liebenwerda liegt auf 86 m und umfasst 138,88 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 8.835 Einwohner.
Seit 1904 wurden in Liebenwerda Moorbäder gegen rheumatische Leiden verabreicht. 1905 wurden 4.171 Bäder verabreicht, 1912 waren es 6.865. Den Titel „Bad“ trägt die Stadt seit dem 16. Januar 1925. Das Preußische Staatsministerium stimmte der Umbenennung am 9. Januar 1925 zu.
Nach der Wiedervereinigung wurde das Moorbad gemäß Einigungsvertrag bis zum 1. Januar 1991 abgewickelt. Anfang 1991 übernahm eine Klinikgruppe das ehemalige Moorbad und investierte über 50 Millionen DM in eine neue Kurklinik im Zentrum. Nach einer befristeten Anerkennung 1998 erhielt die Stadt 2003 den Titel „Ort mit Peloidbetrieb“ unbefristet. Der Kurpark, genannt „Wäldchen“, befindet sich zwischen Innenstadt und Schwarzer Elster.
Aus dem Jahr 1231 stammt eine Urkunde, die das Bestehen des Ortes erstmals belegt. Auf der Elsterinsel steht noch heute der um 1207 errichtete Bergfried der Burg, der Lubwartturm. 1304 wird Liebenwerda in einer Urkunde als Stadt bezeichnet; 2004 feierte die Stadt mit einer Festwoche 700 Jahre Stadtrecht. Das Kreismuseum nahe dem Lubwartturm zeigt unter anderem eine Dauerausstellung über die Komponisten Gebrüder Graun aus dem benachbarten Wahrenbrück. Eine kursächsische Postdistanzsäule wurde nach alten Unterlagen rekonstruiert und 2003 aufgestellt. Das Original aus dem Jahr 1724 gilt als verschollen.

Zeitweise zog ein Marienbild in der Kapelle Zum heiligen Kreuz am Luckauer Tor Pilger aus vielen Gegenden an. In der Schlosskapelle lagen über 60 Reliquien.
1519 traf Martin Luther in Liebenwerda den päpstlichen Nuntius Karl von Miltitz zu einem Streitgespräch, das ergebnislos blieb. Am 26. Mai 1634 plünderten durchziehende Soldaten die Stadt. Am 31. Januar 1637 brannte die Stadt nach einer Feuersbrunst, die ein Marketenderjunge ausgelöst hatte, fast vollständig nieder; nur einige Hütten im Stadtwinkel blieben verschont. Im Jahr 1806 zählte Liebenwerda 214 Häuser. Besonders zahlreich waren Tischler, deren Waren nach Dresden, Torgau und Lorenzkirch gingen.

Am 1. Juni 1874 nahm die Oberlausitzer Eisenbahn von Kohlfurt über Liebenwerda nach Falkenberg/Elster den Betrieb auf. 1882 gründete der Landvermesser Robert Reiss in der Bahnhofstraße ein Versandgeschäft für Vermessungsinstrumente und Büroartikel.
1896 begann das Unternehmen mit der Produktion geodätischer Instrumente. Im Jahr 1910 beschäftigte es bereits 440 Mitarbeiter.
Von 1939 bis 1945 lag auf der Flur des Ortsteils Neuburxdorf das Kriegsgefangenenlager Stalag IV B. Rund 3000 der etwa 300.000 Kriegsgefangenen, meist sowjetische Soldaten, überlebten das Lager nicht. Nach dem Krieg nutzte der sowjetische Geheimdienst NKWD das Lager als Speziallager. Im NKWD-Lager starben ungefähr 6700 der etwa 22.000 Verhafteten. Im Ortsteil Neuburxdorf erinnern ein Soldatenfriedhof und eine Gedenkstätte an die Toten.

Die jüngere Stadtentwicklung prägten Verwaltungsreformen. Bei der Kreisreform 1993 entstand der Landkreis Elbe-Elster aus den Kreisen Herzberg, Bad Liebenwerda und Finsterwalde. Bad Liebenwerda verlor wie Finsterwalde den Status als Kreisstadt, und Kreisstadt wurde Herzberg. Der Zusammenschluss mit Falkenberg/Elster, Mühlberg/Elbe und Uebigau-Wahrenbrück zur Verbandsgemeinde Liebenwerda war auf den 1. Januar 2020 angesetzt; beschlossen hatte ihn die Stadtverordnetenversammlung im März 2019. Seit 1990 besteht eine Städtepartnerschaft mit Lübbecke in Nordrhein-Westfalen.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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