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Bad Mergentheim hatte am 31.12.2025 24.084 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 54 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Mergentheim
Im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs liegt Bad Mergentheim an der Tauber, rund 35 Kilometer von Würzburg entfernt. Die Stadt liegt auf 206 m und umfasst 129,96 Quadratkilometer. Seit 1926 trägt sie den Namenszusatz Bad und seit dem 1. April 1975 die Bezeichnung Große Kreisstadt. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 24.084 Einwohner.
Die Kernstadt liegt in einer Talweitung der Tauber an der Einmündung des Wachbachs, während viele Ortsteile in Seitentälern liegen.
Im Jahr 1058 wird Mergentheim erstmals als „Mergintaim“ urkundlich erwähnt. Im Jahr 1219 schenkten die Brüder von Hohenlohe dem Deutschen Orden Besitz und Rechte in Mergentheim. Am 2. Juli 1340 erhob Kaiser Ludwig der Bayer den Ort zur Stadt.

Der Hoch- und Deutschmeister des Deutschen Ordens hatte seinen Dienstsitz hier bis zum Jahr 1809. Von 1539 bis 1665 sind aus den Hexenverfolgungen in Mergentheim 74 Opfer namentlich bekannt, 69 von ihnen überlebten die Prozesse nicht.

Im Jahr 1809 fiel die Stadt an das Königreich Württemberg und wurde Sitz eines Oberamtes. Im Jahr 1869 bekam sie mit der Bahnstrecke Crailsheim–Königshofen Anschluss an das Eisenbahnnetz.

Zur Stadt gehörte seit dem Mittelalter eine jüdische Gemeinde, die der Deutsche Orden zuließ, auch um seinen wirtschaftlichen Interessen zu dienen. In den Judenverfolgungen von 1298, 1336 und 1349 wurde sie mehrfach vernichtet und wieder neu gegründet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stellten Juden rund fünf Prozent der Bevölkerung. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurde die Synagoge aufgebrochen und beschmiert. Die Täter zerstörten die Fenster und schlugen den Rabbiner zusammen. Auf dem Grundstück der 1957 abgebrochenen Synagoge erinnert heute im Innenhof einer Schule eine Gedenktafel an die Opfer der Shoa.
Ein Schäfer namens Franz Gehrig stieß am 13. Oktober 1826 auf die heutige Wilhelmsquelle. Später kamen weitere Quellen dazu, sodass heute drei Trinkquellen und eine Solequelle zur Verfügung stehen. Die Trinkquellen dienen bis heute der Behandlung von Magen-Darm-Erkrankungen und Stoffwechselstörungen.
Später weitete sich das Angebot auf Diabetes, orthopädische Leiden, Essstörungen, psychosomatische Krankheiten und Geriatrie aus. Es gibt ein Diabetes-Fachkrankenhaus, das Diabetes Zentrum Mergentheim.
Mit dem Kurbetrieb wuchs auch der Kurpark, der heute 134.000 Quadratmeter mit Rosengarten, Gradierpavillon und Kneipp-Anlage umfasst. Das Kurhaus entstand im Jahr 1926 im Bauhausstil und wurde 2009 umgebaut. Die Wandelhalle im Kurpark kam 2023 in das Denkmalbuch des Landes Baden-Württemberg.
Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Deutschordensschloss mit seiner Barockkirche und das charakteristische Rathaus. Die Wendeltreppe im Schloss baute Blasius Berwart im Jahr 1574. Der Schlosspark entstand von 1791 bis 1805.

Die Stuppacher Madonna von Matthias Grünewald aus dem Jahr 1519 kam 1812 nach Stuppach in die 1607 erbaute Kirche Maria Krönung. Im Stadtteil Hachtel erinnert eine Gedenkstätte an den Uhrmacher Ottmar Mergenthaler, der 1886 in den USA die Linotype-Setzmaschine erfand. Der Wildpark umfasst rund 35 Hektar mit über 70 heimischen Tierarten.
Der Stadtteil Markelsheim gilt als renommierter Weinort im Taubertal. Weinbau ist dort seit 1096 nachgewiesen; die typischen Rebsorten sind Silvaner und Müller-Thurgau, dazu der Tauberschwarz, der nur im Taubertal ausgebaut wird. Ihren eigenen Geschmack verdanken die Weine dem Muschelkalkboden des Tals, und die meisten Weingärtner haben sich in der örtlichen Genossenschaft zusammengeschlossen.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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Bad Mergentheim war im Zweiten Weltkrieg Lazarettstadt und blieb von großen Angriffen verschont. Zum 1. Januar 1973 ging der Landkreis Mergentheim im Main-Tauber-Kreis auf, und die Stadt verlor die Kreisstadtfunktion an Tauberbischofsheim. Ab 1972 kamen 13 bis dahin selbstständige Gemeinden hinzu. Damit überschritt die Stadt im Jahr 1975 die Grenze von 20.000 Menschen.






