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Bad Oeynhausen hatte am 31.12.2025 50.515 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 56 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Oeynhausen
Die Stadt liegt im Tal der Werre zwischen Wiehengebirge und Lipper Bergland, und die Werre mündet im Stadtteil Rehme in die Weser. In dieser Niederung fand man Salz und später Thermalsole, und daraus wurden erst eine Saline und dann ein Heilbad. Ende 2025 zählte Bad Oeynhausen 50.515 Einwohner.
Bad Oeynhausen ist jung für eine Stadt in Westfalen und verdankt seine Gründung dem Zufall: Als 1839 auf der Suche nach Salz eine Thermalsolequelle erbohrt wurde, entstand um sie ein Kurbad. Zum 1. Januar 1860 wurde es als Stadt gegründet, benannt nach dem Entdecker der Sole.
Der Ort Rehme wird für die Jahre 753 und 785 in den fränkischen Reichsannalen erwähnt, als Pippin der Jüngere und Karl der Große dorthin zogen. Ein megalithisches Großsteingrab bei Werste zeugt von noch früherer Besiedlung.

Nach dem Fund einer Salzquelle in der Werreniederung ließ König Friedrich der Zweite eine Saline bauen, die als „Königliche Saline Neusalzwerk“ 1753 Siedesalz zu produzieren begann. Bis 1760 standen zwei Gradierwerke, 1768 kam ein zweistöckiges Gradierhaus hinzu. Bis 1867 galt das staatliche Salzmonopol, und die Rehmer Saline arbeitete bis 1928.

Weil Preußen von Salzimporten unabhängig werden wollte, wurde weiter gebohrt. 1839 stieß der Berghauptmann Karl von Oeynhausen dabei unerwartet auf eine Thermalsolequelle. Am 30. Juni 1845 wurden die Privatbäder, die schon zuvor das Heilwasser genutzt hatten, verstaatlicht und offiziell konzessioniert. Im Jahr 1848 verlieh König Friedrich Wilhelm der Vierte dem Kurort den Namen „Königliches Bad Oeynhausen“.
Zum 1. Januar 1860 wurde das Bad auf Anordnung des Prinzregenten Wilhelm als Stadt gegründet. Das Stadtgebiet umfasste 266,6 Hektar und 1273 Bewohner und entstand aus Teilen von Rehme, Werste und Gohfeld. Benannt ist die Stadt nach dem Entdecker der Thermalsole; das ist selten, denn nur wenige deutsche Städte tragen den Namen einer Person, die kein Landesherr war. Das volle Stadtrecht erhielt die junge Stadt erst 1885, und seit 1911 heißt sie amtlich Bad Oeynhausen. Die Cöln-Mindener Eisenbahn schloss den Kurort 1847 an, die Weserbahn folgte 1875. Der Slogan „Stadt ohne Stufen“ stammt von 1925 und passte zu einem Ort, an dem zunehmend Schwerkranke behandelt wurden, während das lippische Bad Salzuflen auf Erholungsbedürftige setzte.
Das Bohrloch des Oeynhausen-Sprudels war bei seiner Fertigstellung 1845 696,4 m tief. Noch während der Bohrarbeiten beschrieb Alexander von Humboldt die Charakteristik der Quelle. Wahrzeichen der Stadt ist die Fontäne des Jordansprudels, der nach Albert Jordan, dem Kur- und Salinendirektor, benannt ist.
Herzstück der Stadt ist der Kurpark, den Peter Joseph Lenné zwischen 1851 und 1853 auf rund 26 Hektar anlegte. Das neubarocke Kurhaus entstand zwischen 1905 und 1908; von 1980 bis 2002 gab es dort auch ein Spielcasino. Das neubarocke Theater im Kurpark stammt von 1915, die neoklassizistische Wandelhalle von 1926. Als Kontrast zur Kurarchitektur entwarf Frank Gehry das Ronald-McDonald-Elternhaus mit 12 Apartments für Angehörige herzkranker Kinder.

Aus dem Kurort wurde ein Klinikstandort. Das Herz- und Diabeteszentrum Nordrhein-Westfalen hat zwei Keimzellen, die Diabetes-Klinik und die Gollwitzer-Meier-Klinik; 1980 gründeten Stadt und Land eine gemeinsame Krankenhausbetriebsgesellschaft, und 1985 ging der Neubau an der Georgstraße in Betrieb. Zum Gesundheitsstandort gehört auch die diakonische Einrichtung Wittekindshof im Ortsteil Volmerdingsen, die aus der evangelischen Erweckungsbewegung Ostwestfalens hervorging.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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Der Krieg ging an der Kurstadt fast vorbei. Der Kurort blieb im Zweiten Weltkrieg unzerstört: Bombenangriffe im Juni und November 1944 sowie im März 1945 galten den Weserbrücken und der Weserhütte in Rehme. In Bad Oeynhausen endete der Krieg am 3. April 1945 mit der kampflosen Übergabe an die amerikanische Armee. Bis 1954 blieb das Hauptquartier der britischen Rheinarmee in der Stadt. Seit dem Jahresbeginn 1973 gehört das frühere Amt Rehme zur Stadt: Das Land löste es mit einer Gebietsreform auf und vereinigte seine Gemeinden mit der bisherigen Stadt.






