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Bad Salzungen hatte am 31.12.2025 22.234 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 40 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Salzungen
Bad Salzungen ist die Kreisstadt des Wartburgkreises in Thüringen und staatlich anerkannter Kurort mit der Artbezeichnung Soleheilbad. Bis 1923 hieß die Stadt einfach Salzungen. Sie liegt am Mittellauf der Werra südlich von Eisenach, zwischen Thüringer Wald und Rhön.
Die Stadt umfasst 152,02 Quadratkilometer und liegt auf 241 m Höhe. Am 31. Dezember 2025 zählte sie 22.234 Einwohner.
In der Kernstadt leben circa 15.000 Menschen, der Rest verteilt sich auf zwanzig eingemeindete Ortsteile, von Tiefenort und Langenfeld bis nach Möhra.
Am 5. Januar 775 stellte Karl der Große eine Schenkungsurkunde über den Zehnten von seiner Villa Salsunga an das Kloster Hersfeld aus. Im Jahr 841 kam der Ort an das Kloster Fulda. Zur 1250-Jahr-Feier gab es im Juni 2025 eine Festwoche.
Seit 1306 als civitas bezeugt, wurde die Stadt in den folgenden Jahrhunderten als Doppelstadt mit hennebergischem und sächsischem Verwaltungssitz regiert, die Einkünfte aus Salzhandel, Zöllen und Gewerbe teilte man. Die Frankensteiner mussten 1330 ihre Besitzungen verkaufen. Die Stadtbefestigung hatte vier Tore: Nappentor, Obertor, Lindentor und Neues Tor.
Im Jahr 1524 wurde die Reformation eingeführt, ein Jahr später schlossen sich Bürger im Bauernkrieg dem Werrahaufen an, einem Trupp von 8.000 Mann. Am 10. Juni 1640 plünderten die Schweden die Stadt.
Bereits 1858 bekam die Stadt Anschluss an die Werrabahn. Mit Beginn der NS-Zeit antworteten engagierte Bürger auf die politische Verfolgung mit Widerstandsgruppen. Am 4. April 1945 besetzten amerikanische Truppen die Stadt kampflos; drei Monate später zog die Rote Armee ein. Seit 1950 ist Bad Salzungen Kreisstadt.
Im Stadtgebiet wird der Zwangsarbeiter, Kriegsgefangenen und KZ-Häftlinge gedacht, die im Zweiten Weltkrieg zu Opfern wurden. Ein Ehrenfriedhof im Rathenau-Park erinnert seit 1956 an mehr als 250 Opfer der Zwangsarbeit. Auf dem Ehrenfriedhof steht die Steinskulptur „Der Mahner“ von Erich Wurzer. Auf dem Friedhof von Langenfeld erinnert eine Gedenktafel an 15 dort begrabene KZ-Häftlinge.
Die Salzgewinnung war schon im 14. Jahrhundert so einträglich, dass seit 1321 eine privilegierte Pfännerschaft bestand. Ab 1590 setzte man das deutlich produktivere Gradierverfahren ein.

Im 19. Jahrhundert nutzte man die heilende Wirkung der Sole. Im Jahr 1821 entstand ein Badehaus, daraus entwickelte sich der Kurbetrieb; 1911 zählte die Stadt bereits 5.000 Kurgäste. Am 31. Mai 1923 genehmigte das Thüringer Ministerium den Namen Bad Salzungen. Seit Anfang 2009 ist die Stadt staatlich anerkanntes Soleheilbad.
Zum Kurgebiet gehören das Gradierwerk mit historistischem Fachwerk-Mittelbau, das frühere Inhalatorium als Museum, ein Sole-Bohrturm und das Solebad Solewelt.

Der Burgsee im Rathenaupark misst 10,33 Hektar und ist 25,5 m tief. Der Erlensee ist eine Binnensalzstelle mit seltener Salzpflanzenflora und wurde schon 1940 Naturdenkmal.
Das Stadtsiegel von 1329 zeigt den heiligen Bonifatius, der bis heute im Wappen erscheint. Vom 1. Dezember 1949 bis 26. Juni 1991 zeigte das Stadtwappen stattdessen ein Wellenband, einen Dreischalenbrunnen und Mühlräder.
Martin Luthers Familie lebte in Möhra, heute ein Ortsteil, bis kurz vor seiner Geburt. Dort stehen Lutherhaus, Lutherkirche und Lutherdenkmal.
Seit 1992 wird jährlich das Stadtfest gefeiert. Das Pressenwerk, ein Klub, veranstaltet seit 1996 regelmäßig Konzerte, Film, Theater und Partys und ist über die Region hinaus bekannt.
Bad Salzungen liegt am Werratal-Radweg und ist Endpunkt des 175 Kilometer langen Hochrhöners, der durch das Biosphärenreservat Rhön nach Bad Kissingen führt.
Das Klinikum Bad Salzungen, getragen vom Wartburgkreis, hat 422 Betten. In der Werratal-Kaserne ist das Panzergrenadierbataillon 391 stationiert. Die nächsten Autobahnauffahrten sind jeweils etwa 30 Kilometer entfernt.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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