Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Bad Schandau hatte am 31.12.2025 3.259 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 38 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Schandau
Die Kleinstadt liegt am rechten Elbufer, unmittelbar am Nationalpark Sächsische Schweiz im Elbsandsteingebirge, und beherbergt das Nationalparkzentrum. Tschechien beginnt gleich hinter der Stadtgrenze. Seit Januar 2024 tragen Bad Schandau, Krippen, Ostrau und Schmilka den Titel staatlich anerkanntes Kneippheilbad. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 3.259 Einwohner.

Die Stadtfläche beträgt 46,76 Quadratkilometer. Zur Stadtgemeinde gehören acht Ortsteile, von Krippen über Postelwitz und Ostrau bis Schmilka. Zum 1. Januar 2012 kam die Gemeinde Porschdorf mit Neuporschdorf, Waltersdorf und Prossen hinzu; beide Orte verband nur ein kurzes Grenzstück.
Urkundlich taucht Schandau 1445 auf. Im Jahr 1467 galt es dank seiner Ratsverfassung faktisch als Stadt, gestützt auf die Lage als Handelsplatz an der Elbe. Ein Wappen mit Siegel erlaubte Prinz Ernst von Sachsen dem Ort 1480; es zeigt ein Schiff mit Segel. Die evangelische Stadtkirche hat ihre heutige Form seit 1679; die Barockhaube des Turms kam 1711 nach einem Stadtbrand hinzu.
Seit etwa 1800 ist der Ort Kurort und Sommerfrische. Im Jahr 1877 bekam er mit der Carolabrücke eine feste Elbquerung, 1920 den amtlichen Titel „Bad“. Zum Kneippkurort ernannte man ihn 1936 und noch einmal 2010.
Schwer betroffen waren die Hochwasser der Jahre 1845, 2002, 2006 und 2013. Im August 2002 stieg das Wasser 4,28 m über den Markt, in der Kirche stand es 3,46 m hoch. Im Juni 2013 waren es 3,05 m über dem Markt.
Ostrau erhebt sich 130 m über der Elbe auf der Ostrauer Scheibe. Der Personenaufzug nach Ostrau ist eine 50 Meter hohe, freistehende Eisenkonstruktion. Der Hotelier Rudolf Sendig ließ ihn 1904 errichten, am Ostersonntag 1905 wurde er eingeweiht.
Sendig hatte mehr vor: Um 1900 reifte der Plan, oben auf der Ostrauer Scheibe ein exklusives Touristenzentrum mit Sportstätten, Gesundheits-Resort und Flugplatz zu schaffen, das Projekt Weltsportplatz. Gebaut wurden nur der Aufzug und Holzvillen im skandinavischen Stil am Ostrauer Ring.
Die Kirnitzschtalbahn ist eine Überlandstraßenbahn: Sie folgt der Kirnitzsch über mehrere Kilometer und führt in die Hintere Sächsische Schweiz. Sie wird seit 1898 betrieben.

Zum touristischen Bild gehört schließlich wieder die Elbfront: Von 2002 bis 2007 sanierte man die Gründerzeit-Hotels an der Elbe; das Ensemble eröffnete 2007 als Elbresidenz Bad Schandau wieder.
Das beim Elbhochwasser 2002 stark beschädigte Schrammstein-Bad ging am 1. Oktober 2004 als Toskana-Therme in Betrieb. Etwa 180.000 Gäste kommen pro Jahr. Ein weiteres Hochwasser im Juni 2013 hielt das Bad bis April 2014 geschlossen.
Die Falkenstein-Klinik in Ostrau beschäftigt etwa 125 Menschen und behandelt Verdauungs- und Stoffwechselerkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes. Am Eingang des Kirnitzschtals liegen die Kureinrichtungen und ein Botanischer Garten von 3.500 m² mit über 1.500 Pflanzenarten.

Postelwitz, zwei Kilometer elbaufwärts unter den Schrammsteinen, ist seit 1446 urkundlich nachgewiesen. Die Sandsteinbrüche des Ortsteils liefen seit der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts und wurden 1907 stillgelegt, danach forstete man die Flächen auf. Schiffsankerschmiede arbeiteten im Dorf bis 1968.
Die Fachwerkhäuser Nr. 55 bis 67, die Sieben-Brüder-Häuser, gehen auf eine Sage zurück, nach der ein Schiffer für jeden seiner Söhne ein Haus baute.
In Krippen erinnert ein Museum an Friedrich Gottlob Keller, den Erfinder des Holzschliffs zur Papierherstellung.
Bad Schandau ist Haltepunkt für EuroCity-Verbindungen zwischen Berlin und Prag.
Vom Bahnhof gelangt man per Fähre oder über die Elbbrücke in die Stadtmitte. Wegen Zweifeln an der Tragfähigkeit sperrte man die Brücke am 6. November 2024 für jeden Verkehr. Nach Untersuchungen ließ man den Verkehr mit einer Begrenzung auf 30 t je Einzelfahrzeug wieder zu.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.





