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Bad Sobernheim hatte am 31.12.2025 6.536 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 48 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Sobernheim
Bad Sobernheim liegt im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz und ist Sitz der Verbandsgemeinde Nahe-Glan. Die Stadt liegt auf 150 m und umfasst 54,18 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 6.536 Einwohner. Sie sitzt an der mittleren Nahe zwischen Bad Kreuznach und der Edelsteinstadt Idar-Oberstein.

Nördlich der Stadt erhebt sich der Hunsrück, südlich das Nordpfälzer Bergland. Bekannt ist der Ort durch zwei Fossilienfundstätten und den Naturheilkundler Emanuel Felke.
Im Jahr 1074 taucht der Ort als „Soberenheim“ in der Gründungsurkunde des Stifts Ravengiersburg auf. Der Name bedeutet Heim des Sobaro, eines althochdeutschen Vornamens.
Stadtrechte nach Frankfurter Vorbild bekam der Ort 1292 und 1324, rechtswirksam wurde aber das Stadtrecht nach Binger Vorbild von 1330. Die Matthiaskirche wurde um 1400 neu erbaut. Die Reformation wurde 1559 durch den Kurfürsten der Pfalz eingeführt. Nach der Reformation wechselten die Sobernheimer mehrfach zwischen reformierter und lutherischer Lehre. Im Jahr 1689 zerstörten die Franzosen die Befestigungen und einen Großteil der Gebäude.

Über Frankreich kam der Ort im Jahr 1815 an das Königreich Preußen. Die Eisenbahn von Bingerbrück nach Saarbrücken war 1860 fertig. Trotz einiger Fabriken blieb Sobernheim ein Landstädtchen.
Zur Stadt gehörte eine jüdische Gemeinde mit eigenem Gotteshaus. Im Jahr 1859 wurde die Synagoge der jüdischen Gemeinde eingeweiht. Im Jahr 1933 lebten noch 83 Menschen jüdischen Glaubens in der Stadt. Im Jahr 1942 wurden die letzten 12 von ihnen deportiert.
Von 1915 bis 1925 wirkte in der Stadt der Pastor Emanuel Felke, der „Lehmpastor“. Er vertrat die Naturheilkunde und entwickelte die nach ihm benannte Felkekur. Ein erster Antrag auf Anerkennung als Bad scheiterte 1925, bald darauf trug der Ort aber den Titel „Felke-Kurort“. Seit dem 11. Dezember 1995 trägt die Stadt den Zusatz Bad.
Die Physiotherapeutin Katharina Schroth gründete im Jahr 1961 die Klinik, die ihren Namen trägt. Felkes Heilidee lebt in einem Weg fort. Im Jahr 1992 wurde ein Barfußpfad eingerichtet, der auf Anregungen Felkes zurückgeht. Auf dem 3,5 km langen Rundweg sollen verschiedene Stationen die Sinne, die Fußreflexzonen und den Bewegungsapparat beleben. In der Flussaue queren Besucher dabei den Fluss durch eine Furt und über eine Hängebrücke.
Die Steinhardter Erbsen, Sandsteinkonkretionen mit meist pflanzlichen Fossilien, tragen den Namen einer Sandgrube beim Ortsteil Steinhardt. Steinhardt kam am 1. Januar 1969 aus der Gemeinde Waldböckelheim zur Stadt. Das Heimatmuseum von 1986 zeigt Bilder, Plastiken und Notenhandschriften regionaler Künstler und erinnert an Felke. Das Freilichtmuseum zeigt in vier Baugruppen versetzte Bauten aus verschiedenen Landesteilen von Rheinland-Pfalz.
Bad Sobernheim gehört zum Weinbaugebiet Nahe, und die traditionelle Rebe ist der Riesling. Die Großlage heißt Paradiesgarten, zu den Einzellagen zählen Domberg und Marbach. Das Unternehmen Ewald, das 1886 in der Stadt gegründet wurde, stellt Gelatine her.
Auf den Nahehöhen hat das Militär die Landkarte verändert. Von 1960 an war in Pferdsfeld die Luftwaffe stationiert. Am 10. Juni 1979 kamen Eckweiler und Pferdsfeld zur Stadt, und beide Dörfer wurden später aufgegeben. Ihre Einwohner wurden wegen des Fluglärms des Flugplatzes nach Sobernheim umgesiedelt, und seither besitzt die Stadt einen weitgehend unbewohnten, abgetrennten Teil auf den Nahehöhen.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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