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Bad Tölz hatte am 31.12.2025 19.652 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 66 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Tölz
Die Kreisstadt liegt im mittleren Isartal am nördlichen Eingang zum Isarwinkel, rund 50 Kilometer südlich von München. Bad Tölz liegt auf 658 m und umfasst 30,8 Quadratkilometer.
Bekannt ist der Ort für seine Altstadt, die Nähe zu den Bergen und die Tölzer Leonhardifahrt. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 19.652 Einwohner.
Der Drechslersohn Kaspar Riesch stieß 1846 am Sauersberg auf Jodquellen. 1856 gründeten Karl Raphael Herder und Gustav Höfler westlich der Isar das Krankenheil Tölz.
Seit dem 22. Juni 1899 trägt der Ort den Titel „Bad“; die Ortsbezeichnung „Krankenheil“ verschwand. Am 14. Oktober 1906 erhielt Bad Tölz das Stadtrecht.

Wegen vieler norddeutscher Gäste wurde 1879/80 die evangelische Johanneskirche erbaut. Im Jahr 1919 zählte Tölz 4.418 Kurgäste. Bis 1928 stieg die Zahl auf 12.714 Kurgäste. 1969 kam der Titel Heilklimatischer Kurort hinzu, und seit 2005 gilt Bad Tölz zudem als anerkanntes Moorheilbad.
Erstmals als „Tolnze“ in einer Urkunde genannt wurde der Ort 1155. Das Marktrecht verlieh erst 1331 Kaiser Ludwig der Bayer. Schon 1320 konnte die Flößerzunft den Bauern der Umgebung verbieten, ihr eigenes Holz zu flößen.
Der große Brand von 1453 vernichtete die Marktstraße, die Stadtpfarrkirche, die Burg und Teile des Grieses. Nach dem Brand entstand die Marktstraße in Stein neu; den Wiederaufbau bezahlte Herzog Albrecht aus eigener Kasse.

1476 begann in Tölz das Bierbrauen, 40 Jahre vor dem bayerischen Reinheitsgebot. 1631 zählte man in Tölz schon 22 Brauereien, deren Bier bis ins Werdenfelser Land und nach Tirol ging.
Schon 1888 hing Tölz am Stromnetz. Seit dem Bau des Walchenseekraftwerks 1924 führte die Isar kaum noch genug Wasser für die Flößerei.
In der Zeit des Nationalsozialismus wurde der Kurort zu einem Ausbildungsort der SS. 1934 nahmen die SS-Junkerschule Bad Tölz und eine NS-Beamtenschule den Lehrgangsbetrieb auf. Geplant war der Bau zunächst auf einer Anhöhe Richtung Wackersberg, was wohl das Ende des Kurbetriebs bedeutet hätte. Eingeweiht wurde der Kasernenneubau 1936. Mitte 1940 richtete man in Bad Tölz ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau ein.
Bis in die letzten Kriegstage kämpften SS-Einheiten in der Stadt gegen die anrückenden amerikanischen Truppen, wobei die Isarbrücke und Teile der unteren Marktstraße schwer beschädigt wurden. Nach Kriegsende übernahmen die US-Streitkräfte die Junkerschule als Flint-Kaserne, die bis 1991 ein amerikanischer Stützpunkt blieb. General George S. Patton regierte als Militärgouverneur Bayerns vorübergehend von Bad Tölz aus und benannte die Kaserne nach einem gefallenen Freund. Die Gebäude sind heute nur noch teilweise erhalten.
Die Marktstraße ist ein spätmittelalterliches und barockes Ensemble; die breiten Häuser der Kaufleute und Patrizier tragen Fassadenmalereien (Lüftlmalerei). Ab 1903 gab der Münchner Architekt Gabriel von Seidl dem Stadtbild mit Bauten im Heimatschutzstil neues Leben. Das Stadtmuseum sitzt im Heimat- und Bürgerhaus von 1602 am Beginn der Straße. Als Kulisse für das Polizeipräsidium der Fernsehserie „Der Bulle von Tölz“ dient dasselbe Haus.

Der Khanturm von 1353 wurde 1969 trotz Protesten dem wachsenden Autoverkehr geopfert. Am oberen Ende der Marktstraße erinnert seit 1887 ein Denkmal an Kaspar Winzerer, genannt der „Goldene Ritter“.
Der Kalvarienberg mit der Heilig-Kreuz-Kirche, einer Doppelkirche, wurde ab 1723 erbaut. Die Leonhardikapelle entstand 1718 zu Ehren des heiligen Leonhard und der Gefallenen des Bauernaufstands von 1705. Die letzte Holzbrücke über die Isar wurde 1881 durch eine eiserne ersetzt. Eine Stahlbetonbrücke folgte 1934. Die heutige Isarbrücke wurde 1969 errichtet.

Die Leonhardikapelle ist Ziel der Tölzer Leonhardifahrt, die seit 1856 alljährlich am 6. November stattfindet; mehr als 80 Wagen und rund 25.000 Besucher kommen jährlich zusammen.
Im Winter prägt heute ein anderer Sport das Bild der Stadt. Den Ruf als „Eishockeystadt“ begründete der 1928 gegründete EC Bad Tölz.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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