Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Bad Wildungen hatte am 31.12.2025 17.404 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 58 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Wildungen
Bad Wildungen ist ein Heilbäderzentrum im Landkreis Waldeck-Frankenberg im westlichen Nordhessen. Ende 2025 zählte die Stadt 17.404 Einwohner. Zu ihr gehören mit der Kernstadt 14 Stadtteile, überwiegend Walddörfer.
Am Fuß des Kellerwalds fließt die Wilde durch den Ort und mündet im Ortsteil Wega in die Eder. Der Edersee liegt gut 10 km nordwestlich der Kernstadt in Luftlinie. Kassel liegt etwa 45 km entfernt im Nordosten.
Der Ort Nieder-Wildungen bekam im Jahr 1242 Stadtrechte. Alt-Wildungen folgte im Jahr 1362. Von 1474 bis 1692 bestand eine eigene Grafschaft Waldeck-Wildungen. Im Jahr 1692 wurde sie wieder mit dem Landesteil Waldeck-Eisenberg vereinigt.
In diese Zeit fallen auch die Hexenprozesse. Zwischen 1532 und 1664 kamen in Wildungen 78 Menschen durch Hexenprozesse ums Leben. Die Verfolgung kam in drei Wellen, 1532, von 1629 bis 1631 und von 1650 bis 1664, und nicht jeder Prozess endete mit einer Hinrichtung. Eine Rose an der Stadtkirchenmauer erinnert bis heute daran.
Jüdisches Gemeindeleben hatte in Wildungen eine kurze Geschichte. Einzelne jüdische Familien lebten zwar seit dem 15. Jahrhundert in der Stadt, eine Gemeinde gründete sich aber erst im Jahr 1877. Im Jahr 1914 baute sie ihre Synagoge, mitfinanziert von jüdischen Kurgästen aus aller Welt. 1933 lebten 150 jüdische Menschen in etwa 35 Familien in der Stadt; ein Teil von ihnen zog wegen der zunehmenden Entrechtung weg oder wanderte aus.

Während der Novemberpogrome von 1938 wurde das Gotteshaus geplündert und durch Brandstiftung zerstört; die anwesende Feuerwehr schützte nur die Nachbarhäuser. Im Herbst 1939 wurden die letzten 40 Jüdinnen und Juden der Stadt in Sammelunterkünfte nach Kassel gezwungen und von dort 1941 und 1942 in drei Transporten ins Ghetto Riga oder in Vernichtungslager verschleppt. Von der Synagoge sind heute keine Reste mehr sichtbar.

Von 1850 an war die Stadt Kreisstadt des Kreises der Eder. Ab 1938 entstanden in Bad Wildungen über zehn Bunker, weil das Oberkommando der Luftwaffe hierher verlegt werden sollte. Der Kurort mit seinen Kliniken schien dafür auch als Lazarettstandort geeignet. Der Kreis der Eder wurde im Jahr 1942 aufgelöst. In der Gebietsreform schloss sich Wega am 31. Dezember 1970 freiwillig an. Bis Ende 1971 folgten neun weitere Gemeinden.
Im Jahr 1906 erhielt die Stadt den Namen Bad Wildungen, weil sie Heilbad von europäischem Rang war. Im Jahr 1940 kam Altwildungen hinzu, und der Ort erhielt den Titel „Preußisches Staatsbad“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde daraus ein Hessisches Staatsbad.

Zu den Heilquellen zählen die Helenenquelle, die Georg-Viktor-Quelle, die Reinhardsquelle und die Naturquelle. Ihre Wässer enthalten Eisen, Magnesium und Kohlensäure. An die Stelle der klassischen Trinkkur trat die medizinische Rehabilitation. Heute arbeiten etwa 20 Kliniken für Orthopädie, Psychosomatik, Innere Medizin, Neurologie, Onkologie und Urologie.
Sichtbar wird dieser Wandel im Stadtbild. Ende der 1990er Jahre verband eine naturnahe „grüne Brücke“ den Kurpark mit dem Kurpark Reinhardshausen zu einem Großkurpark von 50 Hektar. Die Landesgartenschau 2006 fügte 18 Hektar hinzu. Zur Schau kamen 436.000 Besucher.
In der evangelischen Stadtkirche steht der Wildunger Altar, den Conrad von Soest 1403 oder 1404 für die Pfarrkirche schuf. Das Triptychon zeigt 13 Szenen aus dem Leben Christi.
In der Stadt steht das barocke Schloss Friedrichstein, in dem heute ein Museum für Militär- und Jagdgeschichte untergebracht ist. Im Ortsteil Bergfreiheit gibt es ein Museum im ehemaligen Bergamt und das Besucherbergwerk Bertsch.

Im Stadtteil Odershausen zeigt das „Lebendige Museum“ die Landwirtschaft in alter Zeit.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.





