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Bad Wörishofen hatte am 31.12.2025 16.893 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 67 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Wörishofen
Von Wörishofen aus verbreitete der Pfarrer Sebastian Kneipp seine Erkenntnisse von der heilenden Kraft des Wassers, die Grundlage der Kneipp-Kur. Die Stadt liegt in Mittelschwaben am Wörthbach, einem Nebenflüsschen der Mindel. Nach München sind es etwa 80 Kilometer, nach Memmingen 35 Kilometer.

Bad Wörishofen liegt auf 625 m und umfasst 57,79 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 16.893 Einwohner.
Im Juni 1067 wird die Herrschaft „Werenshova“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Name Werenshova wird als „beim Hof oder den Höfen des Werin“ gedeutet.
Von 1719 bis 1721 bauten die Augsburger Dominikanerinnen unter dem Baumeister Franz Beer das Kloster Wörishofen als Tochterkloster. Im Zuge der Säkularisation wurde es am 29. November 1802 aufgehoben.
Am 2. Mai 1855 kam Sebastian Kneipp als Beichtvater an das Dominikanerinnenkloster. Kurgäste kamen schon, bevor Kneipp 1881 Pfarrer der Pfarrkirche Sankt Justina wurde. 1886 erschien Kneipps Buch „Meine Wasserkur“ und löste einen wachsenden Zustrom von Kurgästen aus.

Im Jahr 1886 zählte Wörishofen 183 Häuser mit 1030 Einwohnern. Zwischen 1891 und 1896 entstanden über 120 neue Gebäude, vor allem Hotels und Pensionen. Am 6. März 1920 erhielt Wörishofen das Prädikat Bad.
Schon vor dem Ersten Weltkrieg kamen über 10.000 Kurgäste pro Jahr. Die Übernachtungen, die zuvor bis zu 1,5 Millionen im Jahr erreichten, sanken nach den Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen 2003 auf 800.000.
Im Mai 2004 eröffnete die Therme mit Südsee-Flair und Saunawelt. Der Bau stieß zunächst auf Kritik: Man befürchtete eine Verwässerung der Kneippschen Lehre.
Das Kurhaus Sebastianeum, 1889 zur Unterbringung hilfesuchender Geistlicher gegründet, zeigt noch heute Kneipps Sprechzimmer. Im Kloster, wo Kneipp von 1855 bis zu seinem Tod 1897 Beichtvater war, wurde das Kneipp-Museum eingerichtet.

Das Kloster der Dominikanerinnen trägt Stuck und Fresken von Dominikus und Johann Baptist Zimmermann. Im städtischen Kurpark wächst ein Rosarium mit über 8000 Rosenstöcken und mehr als 530 Sorten.
Nach dem Zweiten Weltkrieg veränderte der Zuzug den Ort. In der Nachkriegszeit lebten hier 5036 Einwohner und 5231 Flüchtlinge. Zur Stadt erhoben wurde Wörishofen 1949. Zwischen 1972 und 1978 kamen Schlingen, Kirchdorf, Dorschhausen und Stockheim als Ortsteile hinzu.
Das Kurhaus dient nicht nur der Kur. Seit 1985 findet im Frühjahr das Schachfestival statt, ein internationales Turnier im Theatersaal des Kurhauses.
Erreichbar ist die Stadt über Schiene und Straße. Die Bahnstrecke Türkheim–Bad Wörishofen führt an die Strecke Buchloe–Memmingen. Die Ausfahrt Bad Wörishofen liegt an der A96 zwischen München und Lindau.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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