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Braunfels hatte am 31.12.2025 11.148 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 59 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Braunfels
Als Luftkurort und Stadt liegt Braunfels im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis. Es liegt im östlichen Hintertaunus, 10 km westlich der Kreisstadt Wetzlar, und gliedert sich in sechs Stadtteile.

Die Stadt liegt auf 236 m und umfasst 47,28 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte sie 11.148 Einwohner. Bekannt ist sie für ihr Schloss, den Sitz der Grafen zu Solms.
Stadt und Schloss Braunfels werden 1246 erstmals erwähnt, möglicherweise schon 1245. Das Schloss ging aus einer Trutzburg hervor, die gegen die Grafen von Nassau errichtet wurde. Um 1260 diente es als Wohnburg der Braunfelser Linie der Herren zu Solms, und nachdem der Rheinische Städtebund 1384 die Burg Solms zerstört hatte, wurde Braunfels neuer Stammsitz der Grafen.
Stadtrecht besitzt Braunfels seit 1607. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt fünfmal von feindlichen Truppen besetzt, und Hungersnöte und Pest ließen die Bevölkerung um 50 % sinken. Große Teile der Stadt und der bereits barock ausgebauten Burg fielen 1679 einem Flächenbrand zum Opfer; beim Wiederaufbau entstanden zahlreiche Fachwerkhäuser.

Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803 beendete die territoriale Selbstständigkeit der Fürsten von Solms, ihre Besitzungen fielen an Nassau und 1815 an Preußen. In der Märzrevolution stürmten am 18. März 1848 tausende revolutionär gesinnte Bürger aus dem Umland Braunfels; am 15. April wurde der Aufstand mit preußischem Militär niedergeschlagen.
Die heutige Erscheinung des Schlosses geht auf einen Umbau ab 1880 nach Plänen des neugotischen Baumeisters Edwin Oppler zurück. Es birgt Kunstwerke der Familie Solms-Braunfels, darunter niederländische Gemälde, Werke der Malerfamilie Tischbein, Teile des Altenberger Altars und den legendären Ring der heiligen Elisabeth von Thüringen.
Der Marktplatz entstand in seiner heutigen Gestalt nach dem Stadtbrand von 1679. Der Marktbrunnen stammt von 1727. In der Schlossstraße stehen das Meanderhaus von 1700 und das Palais Hartleben von 1681. Das Waldmuseum wurde 1916 eingerichtet, das Stadtmuseum Obermühle besteht seit 1972.

Im Kern um das Jahr 1700 entstand der Kurpark mit Lindenallee, den im 19. Jahrhundert neogotische Bauten ergänzten. Zur Kurstadt baute man Braunfels um die Mitte des 19. Jahrhunderts aus; die Kuranlagen wuchsen aus einer Milchkur-Anstalt und einem Kneipp-Bad. Im Tiergarten, einst gräfliches Jagdrevier, leben auf etwa 55 ha Rehe, Damhirsche, Mufflons und Wildschweine.
Braunfels hatte erheblichen Anteil an der optischen Industrie im Lahn-Dill-Gebiet. Im Jahr 1846 legte Carl Kellner, dessen Vater fürstlicher Hüttenverwalter war, in der Werkstatt seines Elternhauses den Grundstein für sein optisches Institut. Im Jahr 1849 zog es nach Wetzlar um, woraus das Unternehmen Leitz entstand.
Mit Unterstützung des Fürsten gründeten 1861 Louis Engelbert und Moritz Hensoldt in Braunfels eine Werkstatt für Mikroskope. Sie zog 1865 in das verkehrsgünstigere Wetzlar um, und damit endete die Geschichte der optischen Industrie in Braunfels.
Seit 1994 gibt es alle zwei Jahre das mittelalterliche Festspiel Spektakulum, bei dem sich der Kurpark in ein Ritterlager verwandelt. Seit 1979 werden in Braunfels jährlich die Deutschen Schach-Mannschaftsmeisterschaften der Frauen ausgetragen.
Im Jahr 1981 erhielt die Stadt den Europapreis für ihre Bemühungen um den europäischen Gedanken, und getragen wird dieser Gedanke von ihren Partnerschaften. Die Partnerschaften reichen von Bagnols-sur-Cèze seit 1959 bis Carcaixent seit 2017. Hinzu kommt New Braunfels in Texas, das Auswanderer aus Braunfels gründeten.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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