Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Cunewalde hatte am 31.12.2025 4.417 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 46 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Cunewalde
Cunewalde liegt mitten im Lausitzer Bergland zwischen Bautzen und Löbau, im Landkreis Bautzen. Die Gemeinde umfasst 26,65 Quadratkilometer und liegt auf 315 m Höhe.
Der Ort erstreckt sich im Tal des Cunewalder Wassers zwischen den Bergketten des Czorneboh im Norden und des Bieleboh im Süden. Zur Gemeinde gehören die Ortsteile Cunewalde, Halbau, Schönberg und Weigsdorf-Köblitz.
Anders als die Städte der Nachbarschaft besteht Cunewalde aus einem langen Dorf entlang des Baches. Bis 1876 gab es im Cunewalder Tal vier Gemeinden. Obercunewalde kam am 1. April 1939 zu Cunewalde, Schönberg 1976, und Weigsdorf-Köblitz wurde am 1. Januar 1999 eingegliedert. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Gemeinde 4.417 Einwohner.
Die Siedler legten ihre Äcker beiderseits des Baches an. Jeder erhielt einen schmalen Landstreifen, der bis zu 2,5 km lang sein konnte und vom Gehöft bis zum Kamm der Granitberge reichte. So wurde Cunewalde ein typisches Waldhufendorf. Als Gründer der Ansiedlung gilt ein gewisser Henricus de Cunewalde. Fast ein halbes Jahrtausend blieb der Ort ein reines Bauerndorf.
Das 17. Jahrhundert brachte zuerst den Tod und dann ein Gewerbe. Zwischen 1631 und 1633 starb durch die Pest die Hälfte der damaligen Bevölkerung. Erst nach dem Dreißigjährigen Krieg kam das Handwerk auf. Durch böhmische Exulanten unterstützt, fasste die Leinweberei im Dorf Fuß. Zugleich verlor das Sorbische an Boden. Nachdem der sorbische Gottesdienst abgeschafft war, nahmen sorbische Einwohner 1680 die sorbische Beichte in Hochkirch und Kittlitz in Anspruch.
Im 18. Jahrhundert lag das Tal am Rand eines Krieges. Die Schlacht bei Hochkirch 1758 bildete den blutigen Höhepunkt des Siebenjährigen Krieges. Der österreichische General Daun nutzte die Talwanne von Cunewalde als verdecktes Aufmarschgebiet. Mit dem Zuzug weiterer Exulanten verstärkte sich in dieser Zeit das deutschsprachige Element, und der Gebrauch des Sorbischen nahm langsam ab.
Aus der Heimweberei wurde mit der Zeit Industrie. Später entstanden Manufakturen und Fabriken, von denen es allein in Cunewalde fünf gab. Der letzte sorbische Bauernhof ging 1898 an eine deutsche Familie.

Im Zweiten Weltkrieg wurde ein ukrainischer Sowjetbürger, der nach Deutschland verschleppt worden war und Zwangsarbeit leisten musste, wegen seiner Beziehung zu einem deutschen Mädchen 1942 vor 300 Zwangsarbeitern öffentlich erhängt. Begraben wurde er zunächst außerhalb des Friedhofs; heute erinnert eine Grabstätte auf dem Ortsfriedhof an ihn.
Ein Meilenstein war 1890 der Bau der Bahnstrecke Großpostwitz–Obercunewalde. Die Fortsetzung nach Löbau wurde 1928 hergestellt. Stillgelegt wurde die gesamte Strecke 1998, heute ist sie ein Rad- und Wanderweg.
Von 1951 bis 1990 bestand in Cunewalde das VEB Motorenwerk, hervorgegangen aus dem Motorenbau Bark.
Die Hochwasserkatastrophe vom 7. und 8. August 2010 traf Cunewalde voll. Mindestens 431 Haushalte wurden beschädigt.
Die evangelische Dorfkirche hat 2.632 Sitzplätze und drei Emporen und wurde von 1781 bis 1793 erbaut. Die dreimanualige Orgel mit 35 Registern schuf Christian Friedrich Reiss, fertig war sie 1840. Im Jahr 1893 erhielt der Turm eine Aufstockung von 31 Metern.
Nach dem Brand des Gutshofs Obercunewalde 1877 ließ Julius Curt von Polenz 1880 einen Park im Stil eines englischen Gartens anlegen. Im Park steht ein Gedenkstein für den Schriftsteller Wilhelm von Polenz.
Cunewalde gehört zu den Dörfern, in denen sich überdurchschnittlich viele Umgebindehäuser authentisch erhalten haben. Seit 1955 sank ihre Zahl von über 300 auf etwa 170.
Im Ortsteil Weigsdorf-Köblitz befindet sich die Motorsport-Anlage „Matschenberg Offroad Arena“. Das Kraftfahrzeug- und Technik-Museum stellt alte Autos und Motorräder aus. Die Sportgemeinschaft Motor Cunewalde gründete sich 1950.


Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.