Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Finsterwalde hatte am 31.12.2025 15.488 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 41 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Finsterwalde
Der Schlager „Wir sind die Sänger von Finsterwalde“ und das nach ihm benannte Sängerfest machten die Stadt über die Region hinaus bekannt. Seit dem 16. Mai 2013 darf sich Finsterwalde mit Genehmigung des Innenministeriums offiziell „Sängerstadt“ nennen. Im März 2024 wurde die Sangestradition in das Immaterielle Kulturerbe Deutschlands aufgenommen.
Hinter dem Lied steht eine alte Tuchmacherstadt. Die Stadt liegt in der Niederlausitz, 112 km südlich von Berlin und 78 km nördlich von Dresden. Finsterwalde liegt auf 108 m und umfasst 77,21 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 15.488 Einwohner.

Von 1952 bis 1993 war die Stadt Sitz des gleichnamigen Kreises. Der Landesentwicklungsplan Berlin-Brandenburg vom 31. März 2009 legte Finsterwalde als eigenes Mittelzentrum fest.
Am 3. September 1899 wurde die Burleske „Wir sind die Sänger von Finsterwalde“ in Berlin uraufgeführt, in der drei Sänger namens Pampel, Knarrig und Strippe auftraten. Anfangs waren die Finsterwalder über den Vergleich mit den komischen Figuren in Frack und Zylinder wenig erfreut, doch schließlich siegte der Humor.
Das Lied eröffnet bis heute das alle zwei Jahre stattfindende Sängerfest. Seit dem Gründungsjahr 1992 betreut ein Verein die Planung des Fests, und die dreitägige Veranstaltung endet mit einem Festumzug durch die Stadt. Neben dem Sängerfest bereichert seit 2012 ein zweites Musikereignis das Kulturangebot der Stadt: das Kammermusik Festival.
Im Jahr 1282 wird der Ort unter dem Namen Vynsterwalde erstmals urkundlich erwähnt. Als Stadt eindeutig bezeichnet wird Finsterwalde erst in einem Lehnsdokument von 1336.
Im Jahr 1599 forderte die Pest 400 Tote. 1625 endete die seit 1533 andauernde Herrschaft der von Dieskau über die Stadt; den Treueid auf den neuen Herrn leistete der Bürgermeister noch in sorbischer Sprache.
1675 vernichtete ein großer Stadtbrand das Rathaus, und erst 1739 konnte die Bürgerschaft ein neues Gebäude errichten. Der schlichte Barockbau prägt noch heute den Marktplatz.
Schon 1555 wurde Finsterwalder Tuch auf der Leipziger Messe gezeigt. In Koswigs Tuchfabrik stieg die Beschäftigtenzahl von 3 Arbeitern im Jahr 1838 auf 760 Arbeiter und Angestellte im Jahr 1913. 1871 erhielt die Stadt mit der Strecke Halle–Sorau Anschluss ans Eisenbahnnetz.
Die Einwohnerzahl wuchs von 1.600 im Jahr 1800 auf 10.726 im Jahr 1900. Seit 1922 stellt die Unternehmensgruppe Kjellberg Schweißautomaten, Schweißelektroden und Plasmaschneidtechnik her.
Im Zweiten Weltkrieg leisteten 963 Kriegsgefangene und 2.755 Frauen und Männer aus besetzten Ländern Zwangsarbeit, unter anderem bei Kjellberg, bei Reichelt und in den Tuchwerken. Bei ihnen wurden 392 Todesopfer registriert.
Der Wasserturm, 1909 bis 1910 nach Plänen von Stadtbaumeister Paul Droste gebaut, ist mit 54 m Höhe ein Wahrzeichen der Stadt. Das Märchenhaus von 1928 bis 1929 trägt 27 Klinkerformstein-Reliefs mit Szenen aus Grimms Märchen.

Nach einem Bürgerentscheid 2016 wurde die ehemalige Tuchfabrik zur Stadthalle umgebaut. Ende 2022 wurde die Halle als Kulturweberei eröffnet. 2023 erhielt der Neubau den Brandenburgischen Baukulturpreis.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: IKE
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.





