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Freudenberg, Stadt hatte am 31.12.2025 17.192 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 51 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Freudenberg, Stadt
Bekannt ist Freudenberg für einen Stadtkern, der nach zwei Bränden aus Fachwerk neu entstand: den Alten Flecken. Wie es dazu kam, erzählt die Geschichte der Stadt.
Freudenberg liegt im Siegerland in einer hügeligen Mittelgebirgslandschaft, die zwischen 243 und 505 m Höhe reicht. Rund zwei Drittel der Fläche sind Laub- und Fichtenwald, verteilt auf 17 Stadtteile. Zum 31. Dezember 2025 zählte Freudenberg 17.192 Einwohner.
Die Stadtteile Oberholzklau und Niederholzklau erscheinen schon 1079 und 1256 in Urkunden. 1389 werden der Ort und die Burg Freudenberg in einer Urkunde genannt. Die Grafen von Nassau legten Burg und Siedlung über dem Weibetal als westlichen Eckpfeiler ihres Gebietes an.
Graf Johann von Nassau gab den Bürgern von Freudenberg am 7. November 1456 ihre Freiheitsrechte. Dieser Brief von 1456 gilt heute als Indiz dafür, dass damals Stadtrechte verliehen wurden.
Nach einem Brand von 1540, der Burg und Siedlung schwer beschädigte, ließ Wilhelm der Reiche den Ort neu bebauen und mit vier Toren umwehren. Am 9. August 1666 verwüstete ein durch Blitzschlag ausgelöster Brand die Stadt erneut. Fürst Johann Moritz von Nassau-Siegen baute den Flecken danach auf den Grundrissen von 1540 wieder auf; nur die Burg wurde ausgespart, sodass von ihr Mauerreste bleiben.
Seine heutige Ausdehnung bekam Freudenberg zum 1. Januar 1969: Mit dem Neugliederungsgesetz für den Landkreis Siegen wurden Alchen, Bottenberg, Bühl, Hohenhain und weitere bis dahin selbständige Gemeinden eingegliedert, die heute Stadtteile sind.
Der Alte Flecken, die Innenstadt Freudenbergs, ist ganz in Fachwerkbauweise errichtet. Der Kulturatlas des Landes Nordrhein-Westfalen führt ihn als „Baudenkmal von internationaler Bedeutung“. Nachdem Freudenberg 1585 selbständige Pfarrei geworden war, entstand von 1602 bis 1606 die Evangelische Kirche als Wehr- und Schutzkirche.
Die romanische Kirche in Oberholzklau zeigt einen deutlich sichtbaren Übergang zur Gotik, und das danebenliegende Fachwerk-Pfarrhaus stammt aus dem Jahr 1608. Glasarbeiten von Georg Meistermann schmücken die St.-Marien-Kirche.
Das Stadtmuseum im Alten Flecken zeigt Stadt- und Wirtschaftsgeschichte, darunter die Uhren des Freudenberger Uhrmachers Stahlschmidt. Das Technikmuseum an der Olper Straße zeigt Gewerbe- und Industriegeschichte; Herzstück ist eine funktionierende Dampfmaschine aus dem Jahr 1904. Gewerbe hatte hier Tradition: Freudenberg zählte zu den Hochburgen der Leimsiederei im Siegerland.

Wer nach Freudenberg kommt, kommt meist wegen zweier Kulissen: des Alten Fleckens und der Freilichtbühne. Auf der Südwestfälischen Freilichtbühne in Wald- und Felsenkulisse stehen jedes Jahr zwei neue Inszenierungen für Kinder und Erwachsene auf dem Programm, und rund 50.000 Menschen besuchen sie jährlich. Als Kulisse diente der Ort unter anderem dem Film LiebesLuder von Detlev Buck; für den Kinofilm Jakobs Bruder wurde im örtlichen Bethesda-Krankenhaus gedreht.
Der Wald rund um die Bühne gehört zum Angebot. In der Stadt sind 26 Naturdenkmäler und 12 Naturschutzgebiete ausgewiesen; zu den Naturdenkmälern zählt die über 650 Jahre alte, 30 Meter hohe Bärenwaldeiche.
Die Anreise ist heute eine Sache der Straße. Von Norden nach Südosten quert die A 45 das Stadtgebiet; bis 1983 bestand außerdem eine Bahnanbindung über die Biggetalbahn und die Asdorftalbahn, deren Trassen heute teils Bahnradwege sind. Außerdem liegt Freudenberg an der Ferienstraße Oranier-Route, die Deutschland und die Niederlande verbindet.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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