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Grünberg hatte am 31.12.2025 13.627 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 52 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Grünberg
Grünberg ist eine Kleinstadt im mittelhessischen Landkreis Gießen und staatlich anerkannter Luftkurort. Naturräumlich gehört sie im Wesentlichen zum Vorderen Vogelsberg; durch die Stadt fließt der Äschersbach von Norden nach Süden. Zur Stadt gehören die Kernstadt und dreizehn weitere Stadtteile.

Am 31. Dezember 2025 zählte sie 13.627 Einwohner, und ihr Bild bestimmt bis heute die Fachwerkaltstadt auf ihrem Plateau.
Ende des 12. Jahrhunderts gründete ein thüringischer Landgraf Grünberg, um seinen Besitz im Süden gegen die Mainzer Erzbischöfe zu sichern. Die Lage auf einem Plateau, das an drei Seiten steil abfällt, ist strategisch günstig. Im Jahr 1186 wird die Burg in einer Chronik erwähnt, 1195 zerstörten Kurmainzer Truppen die Anlage, und 1222 wird Grünberg als Stadt genannt.
Das Antoniterkloster, wohl um 1193 gegründet, wuchs zu einer Generalpräzeptorei des Ordens heran, deren Gebiet bis nach Norwegen und Lettland reichte. Schon 1230 war Grünberg Münzstätte, und 1254 trat es dem Rheinischen Städtebund bei. Am 16. Oktober 1272 bestätigte der hessische Landgraf den Grünbergern ihre städtischen Rechte in einem Freiheitsbrief.
Fast die ganze Stadt verwüsteten 1370 und 1391 zwei große Brandschatzungen, doch der Wiederaufbau ging schnell voran. Im Jahr 1419 richtete die Stadt eine zentrale Wasserversorgung ein, die Quellwasser aus dem 60 m tiefen Brunnental mechanisch hinaufpumpte.
Der Gallusmarkt geht auf eine Stiftung des Kaisers von 1481 zurück; sein Termin am 16. Oktober erinnert an den Freiheitsbrief, den die Stadt 1272 an diesem Tag erhalten hatte, und er findet bis heute jedes Jahr statt.
Nach dem Dreißigjährigen Krieg und einer Pestepidemie sank die Zahl der Vollbürger von 432 im Jahr 1593 auf 220, und über 100 leer stehende Häuser wurden abgerissen. Grünberg wurde zur Ackerbürgerstadt. Von 1832 bis 1874 war es Kreisstadt, und 1869 erhielt es Anschluss an die Bahnstrecke Gießen–Fulda.
Der Diebsturm ist das Wahrzeichen der Stadt. Er wurde um 1300 als Teil der Stadtbefestigung erbaut, ist 25 m hoch, diente später als Gefängnis und Wasserturm und ist heute Aussichtsturm mit einer Ausstellung zur Stadtbefestigung.
Am Marktplatz steht das 1586/87 errichtete Rathaus, ein Renaissancebau. Der Brunnen am Markt ist ein 36 m tiefer Ziehbrunnen, der bis um 1500 in Betrieb war, 1820 verfüllt und vergessen und 1980 wiederentdeckt wurde.

Aus dem Antoniterkloster ließ ein Landgraf von 1578 bis 1582 einen Witwensitz umbauen, das heutige Schloss. Die gotische Marienkirche, Ende des 13. Jahrhunderts errichtet, stürzte 1816 ein; mit dem Neubau konnte die Stadt erst 1846 beginnen. Im ehemaligen Spital erzählt ein Museum die Stadtgeschichte und widmet sich dem Ethnologen Theodor Koch-Grünberg.
In den letzten Jahrzehnten hat sich Grünberg in zwei Richtungen verändert: nach innen durch die Sanierung der Altstadt, nach außen durch neue Stadtteile. Seit 1969 wird die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern umfassend saniert. Im Jahr 1980 war Grünberg Austragungsort des Hessentags, und seit 1983 ist es staatlich anerkannter Luftkurort.
Gewachsen ist die Stadt vor allem durch die Gebietsreform. Im Zuge der Gebietsreform wurden zuerst am 31. Dezember 1970 neun Gemeinden eingegliedert, darunter Beltershain, Göbelnrod und Stockhausen; als letzte kam am 1. April 1972 Reinhardshain hinzu.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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