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Homberg (Efze) hatte am 31.12.2025 14.562 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 50 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Homberg (Efze)
Homberg (Efze) ist die Kreisstadt des nordhessischen Schwalm-Eder-Kreises. Sie liegt im Übergangsgebiet zwischen Westhessischer Senke und Knüllgebirge, wird von der Efze durchflossen und zählte Ende 2025 14.562 Einwohner.
Den Namen trägt sie von der Hohenburg auf dem Basaltkegel oberhalb der Stadt. Seit dem 19. Februar 2014 darf sie sich Reformationsstadt nennen, weil hier die Homberger Synode die Reformation für die Landgrafschaft Hessen beschloss. Mit dem gleichnamigen Homberg (Ohm) im Vogelsbergkreis hat sie nur den Namen gemeinsam.
Die hessisch-thüringischen Landgrafen gründeten Homberg, und 1231 wird es als Stadt erstmals beurkundet. Bereits 1231 sprach eine Urkunde von einer Doppelstadt am Fuß der Burg: oben die Altstadt, unten die Freiheit. Zwischen 1356 und 1536 führte die Freiheit ein Eigenleben mit Bürgermeister, Verwaltung und Kirche; erst 1536 wurden beide Teile durch das Neue Tor verbunden.
Wollhandel und wollverarbeitende Berufe brachten der Stadt Wohlstand, den 1340 der Grundstein der Stadtkirche St. Marien sichtbar machte. Zunftbriefe der Schuhmacher und Lohgerber von 1345, der Böttcher und Wagner von 1404 und der Leineweber von 1428 belegen die Zünfte. Landtage der hessischen Stände tagten wegen der guten Erreichbarkeit 1508, 1509, 1514, 1518 und 1536 in der Stadtkirche. Landgraf Philipp der Großmütige berief die Synode ein, die vom 20. bis 22. Oktober 1526 in Homberg tagte und die Reformation für Hessen beschloss.

Von 1605 bis 1613 ließ Landgraf Moritz für 25.000 Gulden den Burgbrunnen bauen, der 150 Meter tief ist. Wenige Jahrzehnte später kam der Krieg. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Stadt 1636 und 1640 bis auf wenige Häuser zerstört, und die Burg wurde zur Ruine.
Politisch trat die Stadt noch einmal unter französischer Herrschaft hervor. Wilhelm von Dörnberg führte 1809 einen Aufstand gegen Jérôme Bonaparte an, der von Homberg seinen Ausgang nahm.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Homberg Garnisonsstadt. In der 1961 fertiggestellten Dörnberg-Kaserne bezogen Panzergrenadiere und Artillerie ihr Quartier; die Ostpreußen-Kaserne war von 1967 bis 2005 belegt. Mit der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurde die Stadt Kreisstadt des neuen Schwalm-Eder-Kreises, und seit dem 1. Januar 1977 heißt sie amtlich Homberg (Efze).
Homberg gehört zu den wenigen Städten, die ihren mittelalterlichen Stadtkern mit zahlreichen historischen Bauten weitgehend erhalten haben; von 2004 bis 2007 wurde die Altstadt aufwändig saniert. Die Stadtmauer der Altstadt war rund 1800 Meter lang, und drei Tore führten hinein: das Westheimer Tor, das Holzhäuser Tor und das Obertor.

In der Stadtkirche St. Marien tagte die Synode; deshalb heißt sie Reformationskirche Hessens. Das Rathaus wurde 1704 auf den Grundmauern eines im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Vorgängers gebaut, die Wetterfahne am Turm stammt von 1767, und seit 1991 hat der Turm ein Glockenspiel. Neben dem gotischen Eingang misst die Homberger Elle, eine mittelalterliche Maßeinheit, 57,4 cm.

Das Hochzeitshaus wurde 1552 erbaut und dient seit 1952 als Heimatmuseum. Die Krone am Markt ist ein Fachwerkhaus von 1480 und seit 1721 Gasthaus. In der Engel-Apotheke, von 1702 bis 2012 Apotheke, wurden 2019 das Haus der Reformation und das Hohenbergmuseum eröffnet. Am 19. Mai 2005 wurde an der Wallstraße die Skulptur „Die Stelzengänger“ errichtet: Drei geschnitzte Figuren schauen über die Stadtmauer.
Zum Weinfest lädt die Stadt am ersten Wochenende im August in den Stadtpark Alter Friedhof. An drei bis fünf Tagen um den Nikolaustag findet auf dem Marktplatz der Clobesmarkt statt, ein Weihnachtsmarkt, und seit 2004 gibt es in Hombergshausen am Himmelfahrtswochenende das Open-Air-Festival Musikschutzgebiet.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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