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Homberg (Ohm) hatte am 31.12.2025 6.972 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 42 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Homberg (Ohm)
Homberg (Ohm) ist eine Stadt im mittelhessischen Vogelsbergkreis, rund 19 km südöstlich von Marburg am Rand des Amöneburger Beckens. Die Ohm, ein Nebenfluss der Lahn, fließt an der Stadt vorbei; über ihr erhebt sich der 358 m hohe Hochberg, den man in Homberg auch Hoher Berg nennt. Ende 2025 zählte die Stadt 6.972 Einwohner in der Kernstadt und Stadtteilen von Appenrod bis Schadenbach.

Nicht zu verwechseln ist der Ort mit Homberg (Efze), der Kreisstadt des Schwalm-Eder-Kreises in Nordhessen; der Zusatz in Klammern hält beide auseinander. Um sich vom gleichnamigen Homberg in Nordhessen abzugrenzen, wurde dem Namen 1471 „uff der Ame“ angehängt. Amtlich wurde aus Homberg (Kreis Alsfeld) am 20. Dezember 1973 die heutige Form Homberg (Ohm), nachdem der Landkreis bereits 1972 im Vogelsbergkreis aufgegangen war.
Urkundlich greifbar wird der Ort 1065: Damals gab König Heinrich der Vierte dem Kloster Hersfeld zehn Hufen im Ort „Hohunburch“ zum Geschenk, einer Bitte seiner Mutter Agnes von Poitou folgend. Als Stadt bezeichnet ihn eine Quelle aus dem Jahr 1234; wann das Stadtrecht verliehen wurde, lässt sich nicht genau sagen. Der Name leitet sich vom hohen Berg ab, auf dem die Befestigung stand.
Landgraf Philipp der Großmütige verlieh der Stadt 1554 Marktprivilegien. Sechs Vieh- und Krammärkte gab es jährlich; der Kalte Markt am dritten Mittwoch im Oktober hat sich bis heute erhalten, und Zehntausende von Besuchern schlängeln sich dann durch die Altstadt.
Rückschläge blieben nicht aus. Drei Feldzüge des Dreißigjährigen Krieges erreichten Homberg 1635, 1641 und 1646, wobei die Stadt zerstört und verwüstet wurde, und 1657 wurde fast die ganze Stadt bei einem Großfeuer zerstört. Erst 1750 erreichte der Ort wieder die Marke von 1.000 Einwohnern, und 1840 zählte eine Volkszählung 1.743 Menschen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Homberg zu einem Mittelzentrum für das mittlere Ohmtal, wozu Industriebetriebe beitrugen; 1955 entstand ein großes Werk des Schraubenherstellers Kamax aus Osterode am Harz. Heute betreibt im Stadtteil Nieder-Ofleiden die Mitteldeutsche Hartstein-Industrie den Basaltsteinbruch Hochberg, und in Büßfeld sitzt der Haushaltswarenhersteller VEMMiNA.
Das Schloss ist eine hochmittelalterliche Burg. Im Dreißigjährigen Krieg zerstörten schwedische und niederhessische Truppen sie und sprengten den Bergfried; 1648 wurde sie zum Teil wiederhergerichtet, 1836 erneuert, und seit 2012 gehört die Anlage der Stadt.
Im Zwinger vor dem Burgtor steht die Burglinde, eine Winterlinde mit 9,22 m Stammumfang. Ihr Alter schwankt je nach Schätzung zwischen 420 und bis zu 800 Jahren.
Das Rathaus am Marktplatz wurde 1539 erbaut; das Fachwerkhaus diente auch als Gericht und besitzt einen 1554 errichteten Weinkeller. Die Stadtkirche entstand um 1220 als flachgedeckte, dreischiffige romanische Pfeilerbasilika, und die Friedhofskapelle wurde 1579 in spätgotischer Fachwerkbauweise errichtet.

Das Brauhaus war zunächst ein Wachhaus in der Stadtmauer. 1571 wurde es umgebaut und 1581 als neues Brauhaus erwähnt; heute zeigt es ein Museum zur Stadtgeschichte.
Am zweiten Juli-Wochenende folgt das „historische Schlossfest“, ein Bürgerfest rund um das Schloss, und am dritten das Brunnenfest, ein Altstadtfest rund um das historische Rathaus.
Im Herbst, rund um den schon erwähnten Kalten Markt, gehört die Stadt dem Apfel. Am Sonntag vor dem Kalten Markt richtet der Gewerbeverein seit 1988 das Stadtfest aus, das seit 2009 „Apfelfest & flüssig“ heißt; seither hat Homberg eine Apfelkönigin.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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