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Königslutter am Elm hatte am 31.12.2025 15.293 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 48 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Königslutter am Elm
Königslutter am Elm liegt mitten im Naturpark Elm-Lappwald, am nordöstlichen Rand des bewaldeten Höhenzugs. Braunschweig liegt rund 23 km westlich, Wolfsburg rund 20 km nördlich. Ende 2025 zählte die Stadt 15.293 Einwohner.
Der Ort heißt nach einem Bach und einem Kaiser. Aus dem Bach machten die Bürger Weizenbier, aus dem Kaiser wurde ein Dom, und beides prägt die Stadt bis heute.
Urkundlich taucht der Ort 1135 erstmals als Lûtere auf, ist aber vermutlich wesentlich älter. Das König im Namen erinnert an Lothar von Süpplingenburg. Um 1200 entstand die Burg Lutter dort, wo heute das Amtsgericht steht.
1318 wurde das Dorf zum Marktflecken, und um 1400 verliehen die Braunschweiger Herzöge die Stadtrechte. 1571 vernichtete ein Brand des Rathauses das Stadtarchiv und riss damit große Lücken in die Überlieferung der Ortsgeschichte.
Die jüngere Stadtgeschichte ist eine des Wachstums. Am 17. August 1936 bekam Königslutter einen Autobahnanschluss. Durch Flucht und Vertreibung wuchs die Einwohnerzahl von 5823 im Jahr 1939 auf 9096 im Jahr 1950. 1974 kamen in einer großen Eingemeindung 17 Ortsteile hinzu, und die Bevölkerung stieg auf mehr als 16.000 Menschen.
Der Kaiserdom, ursprünglich die Benediktiner-Abteikirche St. Peter und Paul, ist das Wahrzeichen der Stadt. Kaiser Lothar ließ 1135 das Kirchengebäude als Klosterkirche des gleichzeitig von ihm gegründeten Benediktinerklosters errichten. Lothar selbst, seine Frau Richenza und der Schwiegersohn Heinrich der Stolze fanden hier ihre Grabstätte.
Reliquien machten die Kirche im späten Mittelalter zum bekannten Wallfahrtsort. Der Hauptwallfahrtstag war der 29. Juni, der Peter-und-Pauls-Tag. Vor dem Dom steht die Kaiser-Lothar-Linde, fast 900 Jahre alt und ein Naturdenkmal von überregionaler Bedeutung.
Lombardische Steinmetze schufen die Bildhauerarbeiten, und im Kreuzgang tragen Säulen und Kapitelle reichen Schmuck.

Das Handwerk, dem der Dom seinen Schmuck verdankt, wird an seiner Seite bis heute gelehrt: Die Berufsbildende Steinmetzschule steht seit 1941 unmittelbar neben dem Dom, und das Kaiserdom-Museum besteht seit 1986 in einer früheren Steinmetzschule.

73 Brauhäuser durften das obergärige Weizenbier mit dem kalkhaltigen Wasser der Lutter brauen. Frühere Brauhäuser erkennt man noch heute an der geräumigen Diele und den großen Gewölbekellern der Fachwerkhäuser.
Duckstein ging in großen Mengen nach Magdeburg, Halle, Leipzig, Berlin, Hamburg und Kassel und bis in die Niederlande. Am Hof des preußischen Soldatenkönigs war das Bier sehr geschätzt.
Am Lutterspring, einem Quellenhaus aus Elmkalkstein von 1708, tritt die Lutter am Elmrand hervor. Die durchschnittliche Schüttung liegt bei 230 l in der Sekunde, und noch heute dient die Quelle der Trinkwassergewinnung.




Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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