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Kronberg im Taunus hatte am 31.12.2025 18.577 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 62 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Kronberg im Taunus
Kronberg im Taunus liegt am Fuß des Taunus, im Norden, Westen und Osten von Wäldern umgeben, im Hochtaunuskreis am Rand der Stadtregion Frankfurt. Die Stadt gliedert sich in die drei Stadtteile Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg und ist seit dem 28. Juni 1966 staatlich anerkannter Luftkurort.
Am 31. Dezember 2025 zählte sie 18.577 Einwohner.
Den Namen trägt die Stadt von der Burg Kronberg, die von 1220 bis 1704 Stammsitz der Ritter von Cronberg war. Am 25. April 1330 erhielten die Ritter Hartmut und Walther von Cronberg von Kaiser Ludwig dem Bayern Stadtrechte, allerdings nur eingeschränkte, für ihre Siedlung unter der Burg. Am 31. März 1367 folgten die Marktrechte und die Blutgerichtsbarkeit.
Im Jahr 1389 erklärten die Cronberger Ritter zusammen mit zwei Verbündeten der Stadt Frankfurt die Kronberger Fehde. Bei Eschborn wurden die Frankfurter geschlagen, und über 600 von ihnen gerieten in Gefangenschaft. Am 22. August 1389 wurde ein Lösegeld von 73.000 Goldgulden verhandelt, an dessen Abtragung Frankfurt etwa 120 Jahre litt.
Im 18. Jahrhundert war Kronberg Kurmainzer Amt, und die mehrheitlich evangelischen Bürger klagten über religiöse Bedrängnis. Zwischen 1737 und 1768 versuchte Mainz, die Johanniskirche zu entkonfessionalisieren. Der Streit eskalierte am Bau der heutigen Streitkirche, die 1758 als katholische Kirche direkt neben St. Johann geplant war. Die Proteste erreichten den Reichstag in Regensburg; der Bau wurde nie geweiht und dient seit 1768 zivilen Zwecken.
Nach dem Ende des Kurfürstentums nahm 1802 der Fürst von Nassau-Usingen Kronberg in Beschlag. Weil sich der Herzog von Nassau im Deutschen Krieg 1866 gegen den Willen seiner Bevölkerung Österreich anschloss, fiel sein Land an Preußen.

Die Altstadt ist geschlossen erhalten, mit der Burg Kronberg und dem Freiturm, dem Bergfried. Der Hellhof, ein von den Cronberger Rittern erbauter Adelshof, wird 1424 zum ersten Mal genannt. Die evangelische Kirche St. Johann stammt von 1440, die Streitkirche von 1758.
Aus der preußischen Zeit stammt Schloss Friedrichshof, das ab 1889 als Witwensitz der Kaiserin Friedrich entstand. Als Kaiser Wilhelm 1891 die Burg Kronberg vom preußischen Staat erwarb, machte er sie seiner Mutter zum Geschenk. Schon am 1. November 1874 war die Bahnverbindung von Rödelheim eröffnet worden.
In der Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckten Industrielle, Kaufleute und Bankiers die klimatisch günstige Lage nahe Frankfurt und bauten Villen und Sommersitze. Künstler wie Anton Burger und Jakob Fürchtegott Dielmann kamen ab etwa 1850 und begründeten die Kronberger Malerkolonie. Der Villenort ist Kronberg geblieben. Sie gilt als teures Pflaster: Im Jahr 2023 lag der Kaufkraftindex bei 172,8 des Bundesdurchschnitts, und 2020 kamen 35 Einkommensmillionäre auf 10.000 Einwohner.
Im Obstbau ist Kronberg vor allem für Esskastanien und Erdbeerfelder bekannt; die Edelkastanien ließ sich Goethe bis nach Weimar nachsenden. Der Opel-Zoo zwischen Kronberg und Königstein geht auf eine private Tierhaltung von Georg von Opel zurück, einen Enkel des Gründers der Adam-Opel-Werke.

Auch der Name hat seine Geschichte. Am 17. Oktober 1933 verordnete der Reichsinnenminister die Namensänderung von Cronberg in Kronberg, weil die Nationalsozialisten das C als undeutsch ansahen.
Am 29. März 1945 besetzten US-Truppen die Stadt kampflos. Im Jahr 1946 wurde die Päpstliche Mission für die Flüchtlinge in Deutschland nach Kronberg verlegt. Ihr Leiter organisierte bis zum Sommer 1949 von hier aus den Transport von rund 950 Güterwaggons mit Hilfsgütern nach Deutschland.
Am 1. April 1972 vereinigten sich Kronberg, Oberhöchstadt und Schönberg zu einer Stadt; am 1. Januar 1977 erhielt sie amtlich den Namen Kronberg im Taunus.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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