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Lüchow (Wendland) hatte am 31.12.2025 9.125 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 41 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Lüchow (Wendland)
Lüchow (Wendland) liegt im Nordosten Niedersachsens im südlichen Wendland, und durch die Stadt fließt die Jeetzel. Ihr Stadtbild ist ein Ergebnis von Feuer und Wiederaufbau: Mehrfach brannte Lüchow in großen Teilen ab, zuletzt 1811, und entstand danach neu.
Heute ist Lüchow Kreisstadt des Landkreises Lüchow-Dannenberg und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Lüchow (Wendland); die Kreisverwaltung kam 1951 aus der Nachbarstadt Dannenberg hierher. Seit dem 1. Juli 1972 gehören 19 zuvor eigenständige Gemeinden zur Stadt, und Ende 2025 zählte sie 9.125 Einwohner.
Urkundlich taucht der Ort 1158 zum ersten Mal auf, Stadtrechte bekam er 1293. 1320 fiel die Grafschaft an das Haus Braunschweig-Lüneburg. Von der spätmittelalterlichen Stadtbefestigung steht heute nur noch ein Turm, der als Glockenturm der St.-Johannis-Kirche dient. Ein 1555 errichtetes Stadttor an der Drawehner Vorstadt wurde 1793 abgebrochen.

Zwischen 1471 und 1473 baute Gräfin Anna von Nassau-Dillenburg die Grafenburg zum Schloss aus, das ihr von 1496 bis 1504 als Witwensitz diente.
1537 suchte die Pest die Stadt heim, 1589 brannte sie zum großen Teil ab, und 1608 vernichtete ein Feuer erneut weite Teile. Im Jahr 1811 zerstörte ein großer Brand weite Gebiete Lüchows, darunter Rathaus und Schloss. Ein Turm des Schlosses blieb erhalten; darin zeigt seit 1930 das Amtsturm-Museum die Geschichte der Lüchower Grafen und der Stadt.
1855 vereinigte sich die Stadt mit ihren beiden Vorstädten, der Salzwedeler und der Drawehner. Von 1852 bis 1974 hatte Lüchow ein Amtsgericht. Von 1938 bis 1986 bestand hier eine Übersee-Funkempfangsstelle.
Auch Lüchow hatte Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung: An sie erinnern seit 2015 elf Stolpersteine.
Zwei Namen sind mit dem Ort selbst verbunden. Der Architekt und Stadtplaner Heinrich Tessenow (1876–1950) war in Lüchow als Lehrer an der Baugewerkschule tätig.
Für das Wendland wichtiger war ein Theologe: Karl Gustav Wilhelm Baurschmidt (1806–1864) ist als Luther des Wendlands bekannt.
In der Innenstadt stehen viele Fachwerkhäuser, und die Deutsche Fachwerkstraße berührt die Stadt. In der Nachbarschaft liegen einige typisch wendländische Rundlingsdörfer. Seit 2011 gibt es außerdem das Stones-Fan-Museum, das der britischen Rockband The Rolling Stones gewidmet ist.
Als Kreisstadt bündelt Lüchow vieles, was ein ländlicher Landkreis braucht. Heute erscheint in der Stadt die Elbe-Jeetzel-Zeitung, außerdem der zum selben Verlag gehörende Kiebitz. 2008 wurde die Akademie für erneuerbare Energien Lüchow-Dannenberg gegründet.
Die Verkehrslage bleibt die eines Landkreises am Rand. Im Jahr 2010 erhielt die Stadt eine Ortsumgehungsstraße. Die Bahnstrecke Lüchow–Dannenberg ist stillgelegt; die nächsten Bahnhöfe liegen in Dannenberg, Salzwedel und Schnega.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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