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Montabaur hatte am 31.12.2025 14.937 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 61 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Montabaur
Montabaur ist die Kreisstadt des Westerwaldkreises in Rheinland-Pfalz. Sie ist zugleich Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde, zu der weitere 24 Ortsgemeinden gehören. Die Stadt liegt auf 230 m und umfasst 33,77 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 14.937 Einwohner.
Sie sitzt im Niederwesterwald in der Montabaurer Senke, etwa 18 Kilometer nordöstlich von Koblenz. Überregional bekannt sind das Schloss, das Fashion-Outlet-Center und der ICE-Halt.
Die Geschichte des Ortes lässt sich bis ins Jahr 959 nachweisen, als das Kastell Humbach, das heutige Schloss, erstmals genannt wurde. Um 1217 ließ der Trierer Erzbischof Dietrich von Wied die zerstörte Burg wieder aufbauen. Wegen der Ähnlichkeit des Humbacher Hügels mit dem Berg Tabor nannte er sie Mons Tabor, woraus Montabaur wurde.

Im Jahr 1291 verlieh König Rudolf von Habsburg dem Ort die Stadtrechte, zusammen mit vier weiteren Orten. Im Jahr 1534 zerstörte ein Stadtbrand die Stadt fast völlig, mit Ausnahme der Burg und großer Teile der Kirche.
Zur Stadt gehörte eine jüdische Gemeinde, deren Synagoge in der Wallstraße 1889 eingeweiht wurde. Beim Novemberpogrom 1938 demolierten SA-Männer aus Höhr-Grenzhausen ihre Inneneinrichtung, und in den 1940er-Jahren wurde das Gebäude abgebrochen. Die jüdischen Einwohner trieb man vor dem Rathaus zusammen und brachte sie in das Sammellager Kirchähr. Seit 2013 erinnert am Rathaus ein Mahnmal an die Ermordeten; auf seiner Bronzetafel stehen die Namen von 25 jüdischen NS-Opfern.
Bis 1968 war Montabaur Verwaltungssitz eines von fünf Regierungsbezirken, in die sich Rheinland-Pfalz 1946 gliederte. Mit sieben Umlandgemeinden erreichte die Stadt am 22. April 1972 im Wesentlichen ihre heutige Größe.
Das heutige Rathaus entstand von 1866 bis 1868 in neugotischem Stil. Den Entwurf lieferte der nassauische Hochbaumeister Adam Mäurer. Als „Roter Löwe“ ist es angeblich nach einem Löwenstandbild benannt, unter dem einst Gerichtsverhandlungen stattfanden.
Seit 1989 steht am Markt der Marktbrunnen des Bildhauers Hans-Bernhard Olleck. Seine Bilder zeigen 13 ehemalige Stadttore und 13 mittelalterliche Gilden. Die mittelalterliche Stadtmauer ist in Resten erhalten, darunter der Wolfsturm. Zur Altstadt gehören zahlreiche Fachwerkhäuser, darunter ein Wohnhaus des Freiherrn vom Stein. Das Schloss war bis 1945 Sitz des Landratsamtes des Unterwesterwaldkreises und gehört heute der Akademie Deutscher Genossenschaften.

Am ICE-Halt ist eine neue Wirtschaft entstanden. Zu den angesiedelten Unternehmen zählen 1&1, Ionos und United Internet. Am ICE-Bahnhof sitzt die Verwaltung von United Internet.

Älter ist eine andere Nutzung, die inzwischen umgewidmet wurde. Von Mitte der 1960er Jahre bis Anfang 2004 war die Stadt Bundeswehrstandort. Von 1966 bis 1993 war in der Westerwaldkaserne auch ein Raketenartilleriebataillon stationiert. Was das Militär hinterließ, wird heute anders genutzt: In einem Waldstück bei der Stadt zeigt das Kunst- und Kulturzentrum b-05 zeitgenössische Kunst in einem ehemaligen NATO-Waffenlager.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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