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Oebisfelde-Weferlingen hatte am 31.12.2025 12.883 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 43 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Oebisfelde-Weferlingen
Die Einheitsgemeinde im Landkreis Börde sitzt an der Grenze zu Niedersachsen, am Nordostrand des Lappwalds, im Übergang von der Altmark zur Magdeburger Börde. Teile des Drömlings gehören zum Stadtgebiet. Aller, Ohre und Spetze durchfließen das Land.
Die Stadt umfasst 249,3 Quadratkilometer und liegt auf 68 m Höhe. Am 31. Dezember 2025 zählte sie 12.883 Einwohner.
Ihr Gebiet besteht im Wesentlichen aus den 2005 aufgelösten Verwaltungsgemeinschaften Oebisfelde und Weferlingen. Die Stadt hat deshalb zwei Schwerpunkte: Oebisfelde mit Burg und Roland, Weferlingen mit seinem Fachwerkkern. Im Stadtgebiet gibt es vier Grundschulen, eine Sekundarschule in Oebisfelde und das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Weferlingen.
Am 1. Januar 2010 schlossen sich die Stadt Oebisfelde, der Flecken Weferlingen und weitere Gemeinden aus den Verwaltungsgemeinschaften Flechtingen und Oebisfelde-Calvörde zur Stadt Oebisfelde-Weferlingen zusammen. Am 1. September 2010 kam Everingen per Gesetz hinzu.
Das Wappen genehmigte der Landkreis am 13. Mai 2011. Der Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch vereint darin den Kauz von Oebisfelde und die Eiche von Weferlingen. Vierzehn Sterne verweisen auf weitere einstige Gemeinden, der Wellenbalken auf Aller, Ohre und Spetze.
Oebisfelde entstand an einem Übergang über die Aller: Zu dessen Schutz wurde dort vermutlich im 10. Jahrhundert auf einer Sandbank im Sumpfland des Drömlings eine Burg angelegt, und zwischen 1014 und 1073 werden Stadt und Burg als Ysfelde erstmals genannt.
Die Aller bildet hier zugleich die Landesgrenze zu Niedersachsen. Drei Bahnstrecken kreuzen das Stadtgebiet: Berlin–Lehrte, Oebisfelde–Magdeburg und Haldensleben–Weferlingen. Oebisfelde war lange ein wichtiger Eisenbahnknoten; von 1945 bis 1990 lag dort der Grenzbahnhof zur innerdeutschen Grenze.
Auch Weferlingen lag unmittelbar an der Grenze: Etwa anderthalb Kilometer vom Ortskern entfernt verlief seit 1945 die Zonengrenze zwischen sowjetischer und britischer Besatzungszone, seit 1949 die innerdeutsche Grenze. Der Bahnverkehr nach Helmstedt und Oebisfelde wurde 1945 eingestellt, und erst 1995 baute man die Strecke Richtung Helmstedt wieder auf.
Heute liegt die Stadt an wichtigen Verkehrswegen: Im Norden liegt der Mittellandkanal mit einem Zugang an der Lände Drömling, im Süden quert die Autobahn 2 das Gebiet. Der Aller-Radweg und die Nordroute der Straße der Romanik führen durch die Stadt. Nördlich von Oebisfelde verläuft die Bundesstraße 188.
Zu den Bauwerken zählen die Oebisfelder Innenstadt mit Rathaus und Roland und die Burg Oebisfelde, eine Sumpfburg. Ihr 27 Meter hoher, quadratischer Bergfried aus Bruchstein ist erhalten. In Weferlingen prägen ein denkmalgeschützter Ortskern mit zahlreichen Fachwerkhäusern und die Burgruine mit dem Grauen Hermann das Bild. Hinzu kommt die Ruine der Stiftskirche Walbeck. Der Dichter Johann Wilhelm Ludwig Gleim war Kanonikus des Stifts Walbeck.

In Oebisfelde und Weferlingen gibt es jeweils ein Heimatmuseum zur Geschichte der Region. Das Weferlinger Museum zeigt zusätzlich die Entwicklung der ortsansässigen Adler-Apotheke.




Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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