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Osterwieck hatte am 31.12.2025 10.949 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 32 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Osterwieck
Osterwieck liegt am Südhang des Großen Fallsteins auf der rechten Seite der Ilse. Es ist die westlichste Gemeinde Sachsen-Anhalts und gehört zum Landkreis Harz. Mit dem Nachbarn Hornburg in Niedersachsen verbindet Osterwieck eine Partnerschaft, obwohl die innerdeutsche Grenze beide Orte jahrzehntelang trennte.

Vor dem Zusammenschluss war die Stadt klein. Am 1. Januar 2010 schlossen sich sieben Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Osterwieck-Fallstein mit der Stadt zusammen, und die Fläche wuchs von 22,05 auf 212,67 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 10.949 Einwohner.
Wie stark die Ortschaften an ihrer Eigenständigkeit hängen, zeigt der Stadtrat: Nahezu jede Ortschaft trat zur Wahl mit einer eigenen Liste an, um mitzureden.
Der Überlieferung nach überschritt Karl der Große 780 die Oker und gründete „an dem Orte Saligenstede“ eine Kirche. Neuere Forschungen sehen darin einen Gründungsmythos, der auf den Gesta episcoporum Halberstadensium beruht.
Sicher greifbar ist das Jahr 974: Eine Urkunde vom 1. April 974 gab dem Bistum Münze und Zoll in Seligenstadt und wurde zur Grundlage der 1000-Jahr-Feier 1974. Der neue Name Osterwieck taucht schriftlich erstmals 1073 in einem Brief des Erzbischofs Liemar von Bremen auf.
Angeblich brannte die Stadt 1511 fast völlig ab, doch schriftliche Belege dafür fehlen. Viele Häuser der Folgezeit überstanden die späteren Feuersbrünste, zuletzt 1844, als rund 30 Häuser vernichtet wurden.
Saniert wurde der Kern der Innenstadt schon in den 1970er Jahren; damals standen 100 Häuser unter Denkmalschutz. Heute ist die gesamte Stadt mit ihren 400 Fachwerkhäusern geschützt.
Die Türme der Kirche St. Stephani, 53 und 54 Meter hoch, stammen aus dem frühen 12. Jahrhundert. Den Chor baute man 1516 um, das Langhaus wurde 1552 bis 1557 erneuert. In die Arkadenbögen sind 240 Sandsteinreliefs eingearbeitet, mit denen sich Familien, Handwerker und Zünfte verewigten. Seit 1990 kümmert sich ein Kirchenbauverein um die Renovierung.
Der Schäferhof geht nach einer Balkeninschrift auf 1527 zurück, und in ihm steht ein Taubenturm von 1704. Der Bunte Hof in der Rössingstraße entstand von 1579 bis 1582; die Freiherren von Rössing behielten ihn bis 1847, heute ist nur noch der Südflügel erhalten.

Das Heimatmuseum am Marktplatz ist seit 1265 belegt und wurde im 15. Jahrhundert erweitert. Es diente lange als Rathaus und zeigt die Geschichte der Stadt bis zu den prähistorischen Anfängen.
Im 18. und 19. Jahrhundert spielte die Handschuhindustrie eine große Rolle. Nach der Wende schlossen die meisten Betriebe, nur die Lackfarbenfabrik wird noch betrieben.
Den Schwerpunkt der Wirtschaft bilden Metallverarbeitung, Maschinenbau, chemische Industrie und regenerative Stromerzeugung; zu den Unternehmen zählt auch der Windpark Druiberg.
Einen Bahnanschluss hat die Stadt nicht mehr. Auf dem Teilstück bis Osterwieck West endete der Personenverkehr zum 28. September 2002; die Trasse gibt es noch. Westlich und südlich verläuft die A 36.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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