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Rotenburg a. d. Fulda hatte am 31.12.2025 12.944 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 52 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Rotenburg a. d. Fulda
Rotenburg an der Fulda ist eine Kleinstadt im Nordosten Hessens und gehört zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Im engsten Teil des Fuldatals, südlich des Stölzinger Gebirges, liegt die Stadt; ihre Kernstadt zieht sich über beide Ufer, vier Brücken verbinden sie. Das Stadtgebiet umfasst 79,97 Quadratkilometer. Seine heutige Ausdehnung erhielt es durch die Gebietsreform. Zum 31. Dezember 1971 wurden Atzelrode, Braach und Mündershausen in die Stadt eingegliedert, per Landesgesetz folgten am 1. August 1972 Seifertshausen, Schwarzenhasel, Lispenhausen, Erkshausen und Dankerode. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 12.944 Einwohner.

Prägend sind die Burgruine Rodenberg über dem Tal und das Renaissanceschloss in der Altstadt; die Altstadt liegt auf beiden Ufern, doch nur die Brücke der Städtepartnerschaften ist eine vollwertige Straßenbrücke.
Der Fluss prägt die Stadt bis in die Gegenwart. Im Bundeswettbewerb „Unsere Stadt blüht auf“ erhielt die Stadt 2004 eine Silbermedaille und 2005 eine Goldmedaille samt Sonderpreis für die renaturierte Fuldaaue.
Im Güterverzeichnis des Klosters Hersfeld von 769 tauchen die heutigen Stadtteile Braach und Lispenhausen erstmals auf. Die Gisonen, Vögte der Abtei Hersfeld, bauten eine Sicherungsburg im Fuldatal, und um sie entstand eine Siedlung. Die Thüringer Landgrafen erbten die Vogtei und errichteten die Burg Rodenberg, von deren Namen sich vermutlich der Stadtname ableitet.
Die Siedlung am linken Ufer, die heutige Altstadt, ist 1248 als Stadt erwähnt, und nach dem hessisch-thüringischen Erbfolgekrieg gehörte sie 1264 zur Landgrafschaft Hessen. 1470 entstand ein Schloss; schon 1478 zerstörte ein großer Stadtbrand Altstadt und Schloss.
Von 1627 bis 1834 war Rotenburg Residenzstadt der Nebenlinie Hessen-Rotenburg, der sogenannten Rotenburger Quart. Im Dreißigjährigen Krieg brannten 1637 Soldaten aus dem Regiment Isolani die Stadt und das Rathaus nieder.

Zur Stadt gehörte über Jahrhunderte eine jüdische Gemeinde. 1885 waren 352 Rotenburger jüdischen Glaubens, mehr als jeder zehnte Bewohner der Stadt. Ihr Zusammenleben mit der Mehrheit war nicht frei von Gewalt. Während der Revolution kam es 1848 zu judenfeindlichen Ausschreitungen, bei denen Rotenburger Bürger Juden in ihren Geschäften und Wohnungen angriffen. Vom religiösen Leben der Gemeinde zeugt ihr rituelles Tauchbad, die Mikwe, deren tieferes Becken vermutlich im 15. Jahrhundert gegraben wurde. Seit 2006 ist in dem Gebäude ein Jüdisches Museum mit Gedenk- und Begegnungsstätte eingerichtet. Seit 2010 erinnern im Pflaster Stolpersteine an die Rotenburger Juden, die im Holocaust ermordet wurden; 2011 wurden weitere 29 verlegt.
Im Zweiten Weltkrieg war Rotenburg Standort eines Kriegsgefangenenlagers für Offiziere und blieb von nennenswerten Zerstörungen verschont. Bis 1972 war die Stadt Kreisstadt des Altkreises Rotenburg; seither gehört sie zum Landkreis Hersfeld-Rotenburg.
Auf dem Berg Alter Turm, 418,1 m hoch, liegen im Wald die Ruinen der Burg Rodenberg, die die Thüringer Landgrafen um 1150 bauten.
Das Schloss wurde von 1570 bis 1607 im Stil der Renaissance neu gebaut, um 1790 umgebaut und ist seit 1953 die Landesfinanzschule Hessen. Das dreigeschossige Rathaus entstand 1597 bis 1598; im „Kroatenjahr“ 1637 brannte es fast vollständig nieder, danach wurde der Fachwerkgiebel gebaut. Das Renaissanceportal mit dem Kleeblattwappen blieb erhalten und trägt die Jahreszahl 1598.
Skulpturen des Bildhauers Ewald Rumpf, dessen Werke auch in Homberg (Efze) stehen, zieren Marktplatz und Fuldabrücke. Im Dezember 2024 wurde der Highwalk Rotenburg eröffnet, eine 617 m lange Fußgängerhängebrücke, die als kommerzielle Attraktion betrieben wird.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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