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Schwalmstadt hatte am 31.12.2025 18.482 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 57 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Schwalmstadt
Schwalmstadt liegt im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis im Schwalmbecken am Westrand des Knüllgebirges und hat zwei Stadtkerne: Treysa und das etwa 4,5 km östlich gelegene Ziegenhain. Das Stadtgebiet umfasst 84,79 Quadratkilometer. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 18.482 Einwohner.
Die Stadt entstand 1970 als Zusammenschluss der beiden Städte mit den umliegenden Dörfern. Der Beiname Konfirmationsstadt gilt seit dem 2. November 2017 amtlich; er erinnert an die Ziegenhainer Kirchenzuchtordnung von 1538, die die Konfirmation mit ihren Inhalten und Ritualen festlegte.
Die Grafen von Cigenhagen werden 1144 zum ersten Mal urkundlich genannt. 1186 übernahmen sie Treysa und befestigten es; 1230 wurde die Martinskirche gebaut, die heutige Totenkirche und das Wahrzeichen Treysas. Treysa erhielt seine Stadtrechte zwischen 1229 und 1270, Ziegenhain 1274.
Die Grafschaft Ziegenhain gelangte 1450, nach dem Tod Graf Johanns des Zweiten, an die Landgrafschaft Hessen. Ab 1470 war die Burg in Ziegenhain ein Schloss, umgebaut von den Landgrafen; Philipp von Hessen ließ sie zwischen 1537 und 1548 zur Wasserfestung erweitern.
Im heutigen Stadtteil Trutzhain errichtete das NS-Regime während des Zweiten Weltkrieges ein Stammlager für Kriegsgefangene, das von September 1939 bis März 1945 bestand. Aus Zelten wurden ab Ende 1940 feste Baracken für insgesamt 6000 bis 8000 Gefangene. Sowjetische Kriegsgefangene hatten hier geringe Überlebenschancen; die meisten starben an Unterernährung und Infektionen, und auf dem Waldfriedhof erinnert ein Denkmal an die Toten des Lagers. 1948 zogen Flüchtlinge und Heimatvertriebene in die Baracken, die bis heute als Wohnhäuser die Hauptstraße säumen. Seit 1983 dokumentiert eine Gedenkstätte mit Museum die Vergangenheit des Ortes.
Zum 31. Dezember 1970 fusionierten Treysa und Ziegenhain mit sechs bis dahin selbständigen Gemeinden zur neuen Stadt Schwalmstadt; weitere Dörfer kamen 1971 und 1972 dazu.
Von 1961 bis Ende 2006 war Schwalmstadt Bundeswehrstandort. Unter Aufsicht von US-Soldaten lagerten im Sondermunitionslager Treysa von 1962 bis 1992 die Atomsprengköpfe der beiden Treysaer Artilleriebataillone.
Die historischen Altstädte von Treysa und Ziegenhain besitzen zahlreiche Fachwerkhäuser. In Treysa stehen die Totenkirche mit dem sogenannten Buttermilchturm, das Alte Hospital und der Hexenturm; in Ziegenhain liegt die Wasserfestung.
Museen sind das Deutsche Schreibmaschinenmuseum und das Museum der Schwalm in Ziegenhain.
Die Verhandlungen über die Gründung der Evangelischen Kirche in Deutschland fanden im August 1945 in Treysa statt und gingen als Treysaer Konferenz in die Geschichte ein. Dabei wurden die lutherischen, reformierten und unierten Landeskirchen zusammengeschlossen. Weitere Kirchenversammlungen folgten im Mai 1946 und im Juni 1947 und behandelten den Abendmahlsstreit und die Entnazifizierung.
Die Hephata Diakonie trägt eine Förderschule in der Stadt, und ihre Akademie für soziale Berufe ist Studienstandort der Evangelischen Hochschule Darmstadt.
Einen katholischen Akzent setzt Trutzhain mit der Wallfahrtskirche Maria Hilf und der jährlichen Quinauer Wallfahrt.
Zum Jahreslauf gehören in Treysa der Wochenmarkt am Freitag, die Hutzelkirmes und das Weindorf an der Totenkirche, in Ziegenhain die Salatkirmes und der Silvesterlauf.
Der 35. Hessentag fand 1995 unter dem Motto „Hessisch willkommen!“ in der Stadt statt.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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