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Walldürn hatte am 31.12.2025 11.562 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 50 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Walldürn
Walldürn liegt im Neckar-Odenwald-Kreis in Baden-Württemberg und ist durch die Wallfahrt zum Blutwunder bekannt. Die Stadt liegt auf 398 m und umfasst 105,91 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 11.562 Einwohner. Ihr Gemeindegebiet gehört zum Naturpark Neckartal-Odenwald und zur Metropolregion Rhein-Neckar.

Zur Stadt gehören zehn Stadtteile, darunter Altheim, Rippberg und Gottersdorf. Mit den Eingemeindungen von Reinhardsachsen am 1. Juli 1971 und Altheim am 31. Dezember 1971 begann die Gemeindereform. Am 1. Januar 1975 war sie mit vier weiteren Ortsteilen abgeschlossen. Als Madonnenländchen bezeichnet man die Landschaft wegen der vielen Madonnenstatuen und Bildstöcke.
Ein Abschnitt des Obergermanisch-Raetischen Limes verläuft über das Gebiet, mit den Resten eines Kastells und eines Badehauses. Südlich der Stadt begann ein 80 km langer, gerader Abschnitt dieser Grenze bis nach Alfdorf.
Im Jahr 794 wird der Ort im Lorscher Codex als „turninu“ erwähnt, bei einer Schenkung an das Kloster Lorsch. Im Jahr 1291 wird Dürn erstmals als Stadt genannt. Im Jahr 1294 kam die Stadt an den Erzbischof von Mainz. Erst seit 1423 heißt der Ort Walldürn.

Im Jahr 1448 wurde das Rathaus erbaut, 1486 erhielt die Stadt das Marktrecht, und 1492 entstand eine Mainzer Kellerei. Weil Walldürner Ratsherren im Bauernkrieg zu den Bauern hielten, verlor der Ort das Stadtrecht, das ihm erst im Jahr 1948 formell wieder verliehen wurde. Im Jahr 1803 kam Walldürn an das Fürstentum Leiningen und 1807 an Baden.
Nach dem Blutwunder von 1330 setzte allmählich die Wallfahrt nach Dürn ein. Ein jährlicher Höhepunkt der Region ist die katholische Wallfahrt zum Heiligen Blut, bei der ein Korporale gezeigt wird. Seit dem 1. Januar 2022 darf die Stadt deshalb die Zusatzbezeichnung „Wallfahrtsstadt“ führen.
Die Reformation hielt in Walldürn keinen Einzug, und so blieb die Bevölkerung lange fast ausschließlich katholisch. Neben der Wallfahrtsbasilika St. Georg gibt es die St.-Marien-Kirche. Erst durch die Vertriebenen nach dem Zweiten Weltkrieg stieg der Anteil der Protestanten leicht; 1947 wurde eine evangelische Pfarrei eingerichtet, und 1951 entstand eine Kirche.
Im Jahr 1848 kam es in Walldürn zu Unruhen, weil die Bauern von Abgaben bedrückt waren. Der Sattlermeister Karl Thaddäus Keim und sein Sohn leiteten Versammlungen im Gasthaus „Stern“. Am 16. Mai 1849 gründete sich in Walldürn der Volksverein unter dem Vorsitzenden Joseph Matthäus Schachleiter. Preußische Truppen beendeten die Revolution, und eine Kompanie blieb bis zum 1. September 1852 in der Stadt.
Die jüdische Gemeinde der Stadt reichte bis ins Mittelalter zurück; in der Neuzeit hatte sie eine eigene Synagoge, eine Religionsschule und ein rituelles Bad. In der Zeit des Nationalsozialismus kamen zwölf Menschen ums Leben, die in Walldürn geboren waren oder längere Zeit hier gewohnt hatten. Die letzten zehn Juden der Stadt wurden im Oktober 1940 nach Gurs deportiert und dort ermordet. Ein Mahnmal erinnert heute an die Deportierten.
Zu den historischen Bauten zählen Überreste der Stadtmauer von 1335, das Rathaus von 1448 und das Alte Schloss von 1492. Das Areal Riesen wurde 1428 erbaut und in den Jahren von 1980 bis 1983 saniert. Die Grünkerndarre in Altheim wurde im April 2007 Denkmal des Monats.

Das Odenwälder Freilandmuseum liegt in Gottersdorf, das Lichtermuseum in Wettersdorf. Ein eigenes Stadt- und Wallfahrtsmuseum führt zurück zu dem, wofür der Ort bekannt ist, und im Stadtkern steht bis heute die Wallfahrtsbasilika St. Georg.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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