LageLuchs · Datenlogik
Kann ein Kreis besser bewertet sein als alle seine Gemeinden?
Nein — der Kreis-Score ist der einwohnergewichtete Mittelwert seiner Gemeinde-Scores. Eine Großstadt mit 500.000 Einwohnern zieht den Kreis-Score viel stärker in ihre Richtung als ein Dorf mit 3.000 Einwohnern.
01Einwohnerzahl als Gewicht
In aggregateHierarchyScores (compute-batch.ts) wird für jeden Kreis der gewichtete Mittelwert über alle zugehörigen Gemeinden berechnet — Gewicht ist bev_insgesamt (Einwohnerzahl aus der DB), nicht die reine Gemeindezahl.
Bundesland-Scores entstehen genauso — als einwohnergewichteter Mittelwert der Kreis-Scores. Scores auf jeder Ebene sind damit konsistent vergleichbar: ein Bundesland-Score drückt aus, wie gut die Bevölkerung des Landes im Schnitt situiert ist.
02Das Hannover-Beispiel
Die Region Hannover (Kreis, AGS 03241000) enthält die Stadt Hannover (Gemeinde, AGS 03241001) mit ~535.000 von ~1.153.000 Einwohnern — fast die Hälfte. Die Stadt dominiert deshalb den Kreis-Score überproportional:
Breite der Kacheln ∝ Einwohnerzahl. Die Stadt Hannover nimmt fast die Hälfte ein — ihr Score zieht den Kreisscore entsprechend stark.
Ein kleines Dorf mit 3.000 Einwohnern macht ≈ 0,3 % des Kreisgewichts aus und kann den Kreis-Score kaum bewegen. Das ist das gleiche Prinzip wie bei einer bevölkerungsgewichteten Umfrage.
03Was das bedeutet — und was nicht
Eine Besonderheit: „Region Hannover" taucht in LageLuchs zweimal auf — einmal als Gemeinde (Hannover, Landeshauptstadt, AGS 03241001) und einmal als Landkreis (Region Hannover, AGS 03241000). Das ist kein Fehler, sondern die offizielle Verwaltungsstruktur. Die Scores unterscheiden sich, weil der Kreisscore alle 21 kreiszugehörigen Städte und Gemeinden einschließt.
Mehr dazu, wie einzelne Indikatorwerte vom Kreis auf Gemeinden wandern, erklärt Kreiswert-Propagation.