Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Amberg hatte am 31.12.2025 42.631 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 54 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Amberg
Amberg ist eine kreisfreie Stadt in der Oberpfalz und gehört zur Metropolregion Nürnberg. Die Vils fließt durch die Stadt, die rund 50 Kilometer nördlich von Regensburg und 55 Kilometer östlich von Nürnberg liegt. Die Fläche beträgt 50,13 Quadratkilometer, die Höhe 374 Meter. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 42.631 Einwohner.

Der Landkreis Amberg-Sulzbach umschließt das Stadtgebiet vollständig. Die mittelalterliche Stadtanlage ist großenteils erhalten.
Amberg wurde 1034 als „Ammenberg“ erstmals urkundlich erwähnt. In der Urkunde vom 24. April schenkte Kaiser Konrad II. dem Bamberger Bischof Eberhard I. und damit dem neuen Hochstift Bamberg alle Rechte, die der Kaiser und der bayerische Herzog im Ort besaßen. Der Name bedeutet Berg oder Burg des Ammo.
Ab 1269 gehörte der Nordgau den Wittelsbachern, und 1329 fielen die Kurpfalz und der Nordgau durch den Hausvertrag von Pavia an die pfälzische Linie der Familie. Wegen der großen Entfernung zu Heidelberg wurde für den bayerischen Landesteil eine eigene Regierung mit einem in Amberg residierenden Statthalter eingerichtet, und Amberg wurde damit Hauptstadt der Oberen Pfalz. Ruprecht III., in Amberg geboren und ab 1400 deutscher König, teilte 1410 seine Erblande auf seine vier Söhne auf.
Das Kurfürstliche Schloss entstand 1417 im Auftrag des Kurfürsten Ludwig des Dritten. 1474 fand in Amberg die „Amberger Hochzeit“ statt, bei der Philipp, Sohn des Kurfürsten Ludwig IV., und Margarete, Tochter des Herzogs Ludwig IX. von Bayern-Landshut, heirateten. Von 1595 bis 1620 regierte Fürst Christian I. von Anhalt-Bernburg als pfälzischer Statthalter die Oberpfalz von Amberg aus.

Nach der Schlacht am Weißen Berg fiel Amberg 1621 mit der Oberpfalz an Bayern und wurde rekatholisiert. 1628 wurde das Rentamt Amberg eingerichtet. Am 24. August 1796 besiegte Erzherzog Karl von Österreich in der Schlacht bei Amberg das französische Heer unter General Jean-Baptiste Jourdan. Von 1806 bis 1808 war Amberg Hauptstadt des Naabkreises, doch schon 1810 verlor es diese Stellung an Regensburg.

Eisen und Eisenerz wurden im Mittelalter in Amberg umgeschlagen. Zwischen dem 14. und 17. Jahrhundert gehörte das Amberger Land zu den Zentren des Eisenerzbergbaus in der Oberpfalz. Vom Eisenerzbergbau, der Verarbeitung und dem Handel ließ sich die Stadt eine Befestigung mit über 100 Türmen finanzieren.
Im 19. Jahrhundert brachten die Gründung der Gewehrfabrik 1801, der Bahnanschluss 1859, die Emailfabrik Gebrüder Baumann 1872 und der Bau des Hochofens 1882 neue wirtschaftliche Chancen. Nach dem Zweiten Weltkrieg endete der Bergbau wegen billigeren Eisens aus anderen Ländern und der Erschöpfung der bekannten Lagerstätten.
Neben dem Eisen hatte die Stadt eine zweite Gewerbelinie, das Bier. Über 30 Brauereien gab es im ausgehenden Mittelalter, und bis in die 1970er Jahre bestanden gleichzeitig zehn große Brauereien. Heute existieren noch die Brauereien Bruckmüller, Kummert, Sterk und Winkler.
Die Altstadt ist von einer fast vollkommen erhaltenen mittelalterlichen Ringmauer mit heute vier Toren umgeben: Nabburger Tor, Ziegeltor, Vilstor und Wingershofer Tor. Die Stadtbrille, ein fünftes Tor über die Vils, verdankt ihren Namen den zwei Bögen, die sich mit ihrer Spiegelung im Wasser zu zwei Kreisen ergänzen.
Das Kurfürstliche Schloss, seit 1417 Regierungssitz der Pfalzgrafen, dient heute als Landratsamt. Die Fronfeste wurde von 1763 bis 1767 erbaut, sie war herrschaftliches Gefängnis der Blutgerichtsbarkeit und ist seit 2013 ein denkmalgeschütztes Hotel. Das „Walfischhaus“ trägt zwei Figuren aus dem 17. Jahrhundert unter dem Giebel, die den Propheten Jona zeigen, den ein Walfisch verschlingt und wieder ausspuckt. Die Schiffbrücke in der Schiffbrückgasse ist ein Ständerbau mit Walmdach auf massivem Flusspfeiler, bezeichnet mit „1761“.

Bis 1933 erzielte die NSDAP in Amberg geringere Wahlerfolge als im Landesdurchschnitt, weil die Mehrheit der Bevölkerung praktizierende Katholiken waren. 1941 protestierten etwa 500 Personen gegen den „Kruzifixerlass“ des Kultusministers. 1933 lebten in Amberg noch 64 Juden, und bis zum Mai 1943 wurde die kleine jüdische Gemeinde vollständig zerschlagen. Am 21. März 2012 wurden 15 Stolpersteine für die verfolgten Amberger Juden verlegt.
Amberg war in der NS-Zeit einer von fünf Standorten der Reichswerke Hermann Göring. Im Zuchthaus Amberg wurden politische Gegner inhaftiert, von denen 46 dem Terror zum Opfer fielen. Zwei Luftangriffe am 9. und 11. April 1945 forderten 110 Tote, und am 22. April übergab man die Stadt kampflos an die U.S. Army. Flüchtlinge und Heimatvertriebene ließen die Einwohnerzahl nach 1945 von 32.000 auf 44.000 steigen.
Der Wohnungsmangel wurde in den 1960er Jahren durch das Demonstrativ-Bauprogramm im Amberger Süden entspannt. Am 1. Juli 1972 wurden im Zuge der Gebietsreform Ammersricht, Gailoh, Karmensölden und Raigering sowie Teile von Traßlberg eingegliedert. Im August 1975 begann die Altstadtsanierung, die Bund, Land und Stadt bis 2000 mit mehr als 100 Millionen D-Mark aus Städtebauförderungsmitteln unterstützten.
1995 nahm die Ostbayerische Technische Hochschule Amberg-Weiden auf dem Areal der früheren Kaiser-Wilhelm-Kaserne den Unterrichtsbetrieb auf. 1996 fand die bayerische Landesgartenschau statt, und 2003 zeigte das Stadtmuseum die Landesausstellung „Der Winterkönig“.
Amberg war jahrhundertelang Garnisonsstadt und besitzt seit 1716 Kasernen. Von 1801 bis 1919 stand hier die Königlich Bayerische Gewehrfabrik, eine von vier deutschen Gewehrfabriken. Auf dem Areal der früheren Möhl-Kaserne bestand von 1952 bis 1992 der US-Stützpunkt Pond Barracks, aus dem später das zivile Wohngebiet Sebastian wurde.
Kulturell hat die Stadt eine lange Bühnentradition. Ein Theater besitzt Amberg seit 1803, untergebracht in der früheren gotischen Kirche St. Bernardin eines in der Säkularisation aufgehobenen Franziskanerklosters. Träger ist seit 1872 die Stadt; 1953 musste der Spielbetrieb aus Brandschutzgründen eingestellt werden, und seit 1978 ist das Haus nach einer Sanierung wieder in Betrieb. Zur Bühne gesellt sich ein Kino mit eigener Geschichte: das Ringtheater, in Betrieb seit Dezember 1953.
Das Brunnenfest findet seit 2001 alle zwei Jahre statt, mit mittelalterlichem Markt und Veranstaltungen zur Stadtgeschichte. Das Bergfest wird in der Woche um den 2. Juli zu Mariä Heimsuchung gefeiert. Von Mai bis Oktober fahren Plätten auf der Vils ab der Schiffbrücke.
Der Töpfer- und Krüglmarkt findet im April um Georgi am Malteserplatz statt.






Stand des Portraittextes: 2026-09-19.
Belege der kuratierten Auswahl: DZT
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.



