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Bad Dürrenberg hatte am 31.12.2025 11.458 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 43 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Dürrenberg
Die Solestadt liegt im Saalekreis an der Saale, zwischen Leipzig, Merseburg und Weißenfels, und ist ein staatlich anerkannter Erholungsort. Bis 1935 hieß sie schlicht Dürrenberg. Ihre Fläche beträgt 36,15 Quadratkilometer.
Im Norden grenzt Leuna an, im Osten Markranstädt, im Süden Lützen und im Westen Weißenfels. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 11.458 Einwohner. Geprägt hat den Ort vor allem das Salz aus seiner Sole.
Aus der Frühzeit ist die Bestattung einer Schamanin mit Kind aus dem Mesolithikum bekannt. Man barg sie 1934 bei Kanalbauarbeiten am Kurpark; heute liegt sie im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle. Keuschberg wird am 5. Juli 993 zum ersten Mal urkundlich genannt.
Im Jahr 1836 entstand die 4,5 Kilometer lange Tollwitz-Dürrenberger Eisenbahn mit einem 133 m langen Tunnel. Am 22. März 1856 nahm die Bahnstrecke von Leipzig nach Corbetha den Betrieb auf. Der Haltepunkt an der Bahnstrecke Leipzig–Großkorbetha wird stündlich von der S-Bahnlinie S6 und zweistündlich vom Regional-Express RE15 bedient.
Die Großgemeinde Dürrenberg entstand am 1. Juli 1930 aus dem Zusammenschluss mehrerer Landgemeinden. Das Stadtrecht erhielt sie 1946. Im August 1935 endete die Braunkohleförderung am Schacht Nr. 7.
Im Jahr 1741 begann der kursächsische Bergrat Johann Gottfried Borlach bei Keuschberg mit Bohrversuchen. Erfolg hatte er erst 1763: Seitdem fließt dort dauerhaft Sole mit 10,63 Prozent Salzgehalt. Über dem Brunnen entstand 1765 ein Soleförderturm, der heutige Borlachturm.

Der Borlachschacht ist 223 m tief, ein Museum im Turm zeigt die Geschichte der Salzgewinnung und den Weg zum Badeort. Das Gradierwerk misst 636 m Länge. Ein Badehaus entstand 1845.

Der Badebetrieb wurde 1964 eingestellt, die Siedesalzproduktion bereits ein Jahr zuvor. Seit 1935 heißt die Stadt Bad Dürrenberg; das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort erhielt sie 1994 vorläufig und 2008 dauerhaft.
Ein neuer Solebrunnen ging am 24. Juni 2000 in Betrieb, 2003 wurde die frühere Trinkhalle im Kurpark saniert und für Soleanwendungen wieder geöffnet.

Beim Brunnenfest, jährlich am dritten Wochenende im September, wird im kleinen Borlachspiel die Erschließung der Solequelle am 15. September 1763 dargestellt. Das Fest steht seit 2023 im bundesweiten Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO.

Am 28. März 2017 bekam die Stadt den Zuschlag für die Landesgartenschau, die unter dem Motto Salzkristall & Blütenzauber stand. Wegen der Corona-Pandemie verschob man sie auf 2024, vom 19. April bis 13. Oktober. Insgesamt kamen mehr als 460.000 Gäste.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: IKE
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