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Bad Homburg v. d. Höhe hatte am 31.12.2025 56.938 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 67 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Homburg v. d. Höhe
Die Spielbank von Bad Homburg wurde 1841 gegründet und trägt einen Beinamen, der ihre Wirkungsgeschichte zusammenfasst: Mutter von Monte-Carlo. Von hier aus ging das Konzept des Kurorts mit angeschlossenem Roulettesaal nach Süden, und mit ihm die Betreiber. Der Kurbetrieb, der sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte, profitierte von dieser Einrichtung erheblich.
Die Stadt liegt am Südhang des Taunus, zählte Ende 2025 56.938 Einwohner und grenzt im Süden unmittelbar an Frankfurt am Main. Die Höhe ist der alte Name für den Taunus; die heutige Bezeichnung setzte sich erst im 18. Jahrhundert durch. Der Stadtname selbst geht auf eine Burg zurück, die Hohenberg hieß.
Die Anfänge sind dünner belegt, als man bei einem so alten Ort vermuten würde. Urkundlich nachweisbar ist Homburg erstmals um 1180, und archäologische Untersuchungen bestätigen die Besiedlung für denselben Zeitraum; die manchmal angeführte Erwähnung einer Villa Tidenheim im Lorscher Codex von 782 gilt deshalb als unwahrscheinlich. Auch für ein Stadt- und Marktrecht um 1330 fehlt die Urkunde. 1335 erlaubte Kaiser Ludwig IV. den Herren von Eppstein, in Dal und Burg zu Hoenberg zehn jüdische Familien anzusiedeln — weil er den beiden ebenfalls genannten Orten bereits Stadtrechte verliehen hatte, nimmt man dasselbe für Homburg an.
Der Besitz wechselte danach mehrfach, und zwar für Geld. 1486 verkaufte Gottfried IX. von Eppstein Burg, Amt und Stadt für 19.000 Gulden an Graf Philipp I. von Hanau-Münzenberg; über den Landshuter Erbfolgekrieg ging Homburg an die Landgrafschaft Hessen, 1622 an die Nebenlinie Hessen-Homburg. Diese kleine Landgrafschaft bestimmte die nächsten zweieinhalb Jahrhunderte. 1866 starb das Geschlecht aus, der Ort fiel an Hessen-Darmstadt zurück und wurde noch im selben Jahr infolge des Preußisch-Österreichischen Kriegs preußisch.
Aus der Landgrafenzeit stammt eine Zuwanderung, die bis heute im Stadtbild steht. Im Zuge der Ansiedlung von Hugenotten entstand östlich der Stadt die Neugründung Friedrichsdorf, und die wüst gefallene Gemarkung Dornholzhausen wurde von Waldensern neu besiedelt; sie ist heute ein Stadtteil, und ihre Waldenserkirche erinnert an die Herkunft der Bewohner.
Das Wachstum kam mit den Eingemeindungen. 1901 begann es mit Kirdorf, 1937 folgte Gonzenheim; zum 31. Dezember 1971 traten Ober-Eschbach und Dornholzhausen freiwillig bei, am 1. August 1972 kam Ober-Erlenbach per Gesetz hinzu. Zwei geplante Zusammenschlüsse scheiterten dagegen: Oberstedten entschied sich für Oberursel, und die von der Mehrheit gewünschte Fusion mit Obernhain lehnte der Kreistag des Landkreises Usingen ab.

Der Kurpark am Ostrand der Innenstadt ist 44 Hektar groß und folgt einem Entwurf von Peter Joseph Lenné im englischen Landschaftsstil. In seinem unteren Teil liegen die Brunnen dicht beieinander, obwohl sie zum Teil sehr unterschiedliche Mineralgehalte führen; der Elisabethenbrunnen trägt darunter den geläufigsten Namen. Das traditionsreiche Kaiser-Wilhelms-Bad steht ebenfalls dort. Das heutige Kurhaus dagegen ist ein postmoderner Bau von 1982 bis 1984.

Die internationalen Gäste kamen schon früh. Die Englische Kirche diente von 1868 bis 1914 als Gotteshaus für englische und amerikanische Kurgäste und ist heute ein Kulturzentrum. Nach 1888 wurde Bad Homburg Sommerresidenz Kaiser Wilhelms II., der regelmäßig im Schloss wohnte. Das brachte weitere Gäste aus halb Europa und Bauten für sie. Erst 1912 erlaubte eine Anordnung des Wiesbadener Regierungspräsidenten der Stadt, ihrem Namen ein Bad voranzustellen.
Die Denkmäler im Kurpark lesen sich wie ein Gästebuch. Sie erinnern an Friedrich Hölderlin und Fjodor Dostojewski, an den Literaturnobelpreisträger Samuel Agnon, den Gartenarchitekten Lenné, den Tibetforscher Wilhelm Filchner und den Ernährungsmediziner Maximilian Oskar Bircher-Benner, dazu an drei Kaiser und eine Kaiserin. Hölderlin, der hier zweimal lebte, hat bis heute eine Wirkung: Seit 1989 verleiht die Stadt jedes Jahr am 6. Juni, dem Vortag seines Todestages, den Friedrich-Hölderlin-Preis.

Der Kurbetrieb brach nach dem Zweiten Weltkrieg ein. Das Kurhaus war durch Bomben schwer beschädigt, führende Hotels wurden von der Militärregierung beansprucht — und an die Stelle der Gäste traten Behörden. Schon im Herbst 1946 ordnete die Militärregierung die Gründung bizonaler Einrichtungen an; Bad Homburg wurde Sitz der Verwaltungsstelle für Finanzen.
Am 23. Juli 1947 richtete der Wirtschaftsrat der Bizone hier die Sonderstelle Geld und Kredit ein, die die Währungsreform vorbereiten sollte; ihr Leiter war Ludwig Erhard. Nach der Gründung der Bundesrepublik blieben die Bundesschuldenverwaltung — 2002 in Bundeswertpapierverwaltung umbenannt und seit dem 1. August 2006 Teil der Deutschen Finanzagentur —, das Amt für Wertpapierbereinigung und das Bundesausgleichsamt in der Stadt.
Parallel wurde Bad Homburg zum bevorzugten Wohnsitz wohlhabender Frankfurter Familien, eine Entwicklung, die sich durch die Kriegszerstörungen in Frankfurt noch verstärkte. Wie sehr, zeigt eine Kennzahl: 2020 lag der Kaufkraftindex bei 156,4 und damit im bundesweiten Spitzenbereich.
Wirtschaftlich ist die Stadt heute ein Standort für Zentralen. Fresenius, die Deutsche Leasing, Amadeus Germany, Baloise Deutschland und die Verwaltung der Quandt-Gruppe sitzen hier, dazu die Spielbank, die AOK Hessen und die Taunus Sparkasse. Eine Reihe von Stiftungen kommt hinzu, darunter die Else-Kröner-Fresenius-Stiftung, die Herbert-Quandt-Stiftung und die Werner-Reimers-Stiftung.
Eine Zäsur ganz anderer Art brachte der 30. November 1989. An diesem Tag ermordeten Terroristen den hier wohnenden Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen, mit einer Sprengfalle: Sein Dienstwagen fuhr durch eine Lichtschranke, die eine Bombe zündete. Zu dem Attentat bekannte sich die Rote Armee Fraktion; die Täter konnten bis heute nicht identifiziert werden.
Drei Basaltstelen zwischen Taunus-Therme und Seedammbad erinnern an der Stelle daran.





Stand des Portraittextes: 2026-09-19.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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Sportlich hat der Kurbetrieb ebenfalls Spuren hinterlassen. Der Old Course im Kurpark wird seit 1889 bespielt und gehört zum Royal Homburger Golf Club von 1899. 1904 rückte das Gordon-Bennett-Rennen die Stadt in den Blick der Sportwelt, und seit 2021 wird hier im Tennisclub im Kurpark das Damenturnier Bad Homburg Open ausgetragen. Alle zwei Jahre kommt seit 1997 die Skulpturenausstellung Blickachsen in den Park.







