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Bad Pyrmont hatte am 31.12.2025 19.715 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 45 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Pyrmont
Bad Pyrmont liegt im Weserbergland, etwa 20 Kilometer von Hameln und etwa 60 Kilometer von Paderborn entfernt. Der Ortsname bedeutet „Quellenberg“, und tatsächlich gaben die Quellen dem Ort seine Gäste und seinen Rang.
Heute ist Bad Pyrmont niedersächsisches Staatsbad mit vielen Kureinrichtungen und zählte Ende 2025 19.715 Einwohner.
Nach dem Sturz Heinrichs des Löwen 1180 fiel der Westteil Sachsens an den Kölner Erzbischof, der auf dem Schellenberg eine Burg errichtete und sie nach dem Apostel Petrus benannte. 1184 taucht der Ort erstmals in historischen Aufzeichnungen auf.
1625 fiel die kleine Grafschaft Pyrmont durch Erbschaft an die Grafen von Waldeck. 1712 erhob der Kaiser die Grafen von Waldeck und Pyrmont in den erblichen Fürstenstand. 1720 erhielt die „Neustadt Pyrmont“ Stadtrechte.
Für den Kurort zählte vor allem die Anreise: 1872 bekam Pyrmont Anschluss an die Bahnstrecke Hannover–Altenbeken, und 1879 kam eine Pferdebahn zwischen Bahnhof und Stadt hinzu. Seit 1914 heißt der Ort Bad Pyrmont.

Nach einer Volksabstimmung am 30. November 1921 wurde die Stadt zum 1. April 1922 preußisch. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Kurort zur Lazarettstadt und blieb deshalb vom Kriegsgeschehen weitgehend verschont.
Seit den Eingemeindungen vom 1. Januar 1973 bildet die alte Grafschaft mit leicht veränderten Grenzen eine Stadt.
Besucht wurden die Quellen schon lange vor Burg und Grafschaft. Funde von ungefähr 300 bronzenen Fibeln, drei römischen Denaren und einer emaillierten Schöpfkelle, 1863 bei Bauarbeiten an der Brodelquelle entdeckt, zeigen, dass schon Römer und Germanen hierherkamen. Ob es sich um ein Quellheiligtum oder ein Heilbad handelte, ist umstritten.

Berühmt wurde Bad Pyrmont als Kurbad 1556/57: Aus ganz Europa strömten 10.000 Menschen herbei und suchten Heilung an der Quelle. Man sprach vom „großen Wundergeläuf“.
Danach wurde der Ort zum Treffpunkt der Mächtigen. 1681 fand in Pyrmont die Große Fürstenversammlung statt, der sogenannte Fürstensommer. Prominente Gäste wohnten in der Brunnenstraße: 1716 Zar Peter, 1725 der britische König Georg.
In derselben Zeit begann die wissenschaftliche Untersuchung der Quellen. Der 1712 nach Pyrmont gekommene Brunnenarzt Johann Philipp Seip untersuchte bereits die Dunsthöhle, in der natürliche Kohlensäure als Mofette an die Oberfläche steigt. Sechs Heilquellen werden heute genutzt, sie versorgen auch die Hufelandtherme.
Das Schloss Pyrmont geht auf eine Festung von 1526 zurück; Fürst Anton Ulrich zu Waldeck-Pyrmont ließ es zwischen 1706 und 1710 im Stil des barocken Klassizismus bauen. Heute zeigt dort das Museum die Stadt- und Badgeschichte.
Die Schellenburg, um 1184 zum Schutz des Emmertals gebaut, ist heute nur noch an ausgedehnten Wallanlagen, geringen Mauerresten und Schutthügeln zu erkennen. 1824 entstand aus Resten der Burg der Schellenturm, ein Aussichtsturm auf dem Schellenberg.
Der Brunnentempel am Hylligen Born entstand 1923/24 nach Plänen von Alfred Sasse. Die Brunnenstraße, früher Neustadt Pyrmont, wurde 1668 angelegt.

Der Bildhauer Christian Daniel Rauch logierte ab 1797 mehrere Jahre in einem der klassizistischen Pensionshäuser. Er förderte den in Pyrmont geborenen Bildhauer Friedrich Drake, dessen Drakevase am Altenauplatz steht.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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