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Bad Salzuflen hatte am 31.12.2025 53.807 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 54 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Bad Salzuflen
Bad Salzuflen liegt am östlichen Rand der Ravensberger Mulde, dort, wo Salze und Bega in die Werre fließen. Salzhaltige Quellen treten hier an geologischen Falten aus und haben der Region den Beinamen „Heilgarten Deutschlands“ eingetragen.
Aus dem Salz wurden erst Reichtum und später ein Kurort. Zusammen mit Herford zählt der Ort heute zur Agglomeration Bielefeld, und so ist Bad Salzuflen zugleich Heilbad und Stadt im Speckgürtel einer Großstadt. Ende 2025 zählte sie 53.807 Einwohner.
Ein Faustkeil, der auf ein Alter von 350.000 bis 300.000 Jahren datiert wird, belegt eine Besiedlung seit der mittleren Altsteinzeit. Geprägt hat den Ort aber das Salz: Die Salzwerkstätten lagen am Salzhof, dessen Brunnen bis heute im Wappen der Stadt steht.
1377 verkauften die Sternberger den Ort an die Grafen von Schaumburg, und im Jahr 1400 kam er durch Verpfändung an die Edelherren zu Lippe. Böhmische Söldner zerstörten das kaum befestigte Salzuflen 1447 im Zuge der Soester Fehde. Beim Wiederaufbau erhielt der Ort um 1450 eine Ringmauer mit vier Toren. Der Katzenturm, einer von drei Wehrtürmen, steht noch heute. 1488 verlieh Graf Bernhard der Siebte dem gewachsenen Ort die Stadtrechte.
Der Salzhandel brachte bis zum Dreißigjährigen Krieg großen Reichtum, wovon prachtvolle Bürgerhäuser im Stil der Weserrenaissance zeugen. Dann kam der Einbruch: Im Dreißigjährigen Krieg schrumpfte die Stadt bis 1645 um mehr als die Hälfte auf 900 Bewohner. Nach dem Verkauf der Saline an den Landesherrn floss der Gewinn nicht mehr in die Stadt, und sie wuchs nur langsam. Erst 1818 gab die von Medizinalrat Heinrich Hasse gegründete Badeanstalt dem Ort neuen Aufschwung als Kurort.
Den Namenszusatz „Bad“ erhielt der Ort erst am 14. April 1914, obwohl das fürstliche Solebad annähernd 100 Jahre älter war. Als 1906 der Leopold-Thermalsprudel erschlossen wurde, wurde aus dem Solebad ein Thermalbad; sein Brunnentempel steht mitten im Kurpark und gilt als Wahrzeichen der Stadt.

1880 erhielt Salzuflen mit der Bahnlinie Herford–Detmold Anschluss ans Schienennetz, der Bahnhof ging 1881 in Betrieb. Der Zweite Weltkrieg ließ die Stadt wegen ihrer strategisch unbedeutenden Lage weitgehend unversehrt, nach Kriegsende saßen hier mehrere Militärmissionen. Zum 1. Januar 1969 schlossen sich die Städte Bad Salzuflen und Schötmar mit zehn Gemeinden zur heutigen Stadt zusammen. Bei ihrer Gründung 1969 lebten in der neuen Stadt 47.930 Menschen.

Von der Salzgewinnung blieben die Gradierwerke, die früher zusammen 424 Meter maßen und heute etwa 300 Meter lang sind. Rieselt Sole über Schwarzdornbündel herab, reichert sich die Luft in der Nähe mit Salz an; wer sie einatmet, befeuchtet seine Atemwege. Ein baufällig gewordenes Gradierwerk wurde als Erlebnisgradierwerk neu errichtet und am 28. Juli 2007 eingeweiht.
Am Kurgastzentrum führt der Eingang von 1907 in den Kurpark, der samt Landschaftspark 120 Hektar umfasst. Im Rosengarten zwischen Gradierwerk und Leopold-Bad legte der Hofgärtner Johann Georg Kahl 1872 die ursprüngliche Anlage an, 2009 wurde sie nach alten Plänen wiederhergestellt. Das Kurhaus an der Parkstraße beherbergt das Kur- und Stadttheater mit 498 Plätzen, das ohne eigenes Ensemble auskommt und vom Landestheater Detmold bespielt wird.

In der Vitasol Therme speisen bis zu 38 °C warmes Thermalwasser aus 1.018 m Tiefe mehrere Solebäder.
Neben dem Kurbetrieb hat die Stadt eine industrielle Tradition. Eng mit dem Aufschwung des 19. Jahrhunderts verbunden waren die 1850 gegründeten Hoffmann’s Stärkefabriken. Heute stellt Sollich Spezialmaschinen für die Süßwarenindustrie her, und die Messe Ostwestfalen richtet Verbrauchermessen und Fachmessen aus, etwa die Custombike.
Verkehrlich liegt die Stadt günstig. Sie liegt an der Bundesautobahn 2, und der Bahnhof wird im Stundentakt von der RB 72 „Ostwestfalenbahn“ bedient.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: SPA
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