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Cottbus hatte am 31.12.2025 95.140 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 41 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Cottbus
Cottbus, niedersorbisch Chóśebuz, gehört zur Niederlausitz und liegt an der mittleren Spree. Im Norden und Nordwesten beginnt der Spreewald, im Süden verläuft der Lausitzer Grenzwall. Die Stadt dehnt sich 15,6 Kilometer in Ost-West- und 19,2 Kilometer in Nord-Süd-Richtung aus, und die Spree durchfließt sie auf 23 Kilometern. Zum 31. Dezember 2025 zählte sie 95.140 Einwohner.
Sie ist eines der vier Oberzentren des Landes Brandenburg, Sitz eines Staatstheaters, eines Olympiastützpunkts und des Cottbuser Campus der Brandenburgischen Technischen Universität. Obwohl nur eine kleine sorbische Minderheit hier lebt, gilt sie als politisch-kulturelles Zentrum der Niedersorben.

Der Name geht auf den niedersorbischen Personennamen Chóśebud zurück und bedeutet Siedlung dieses Mannes; die erste Erwähnung im Jahr 1156 schreibt ihn Chotibus. Im Wappen trägt die Stadt einen Krebs, doch das Tier ist keine Besonderheit von Cottbus allein, denn auch andere Städte und Landkreise führen es.
Aus germanischer Zeit sind Siedler im Altstadtbereich belegt, seit dem 6. Jahrhundert besiedelten slawische Stämme das Land neu. Von 1199 bis 1445 herrschten die Herren von Cottbus, die aus einem fränkischen Adelsgeschlecht stammten. Seit 1445 stand die Stadt unter brandenburgischer, später preußischer Herrschaft, mit Ausnahme der Zeit von 1807 bis 1815, als sie zu Sachsen gehörte.
Feuer prägte die frühe Neuzeit. 1468 legte ein Blitzschlag die ganze Stadt samt der Oberkirche in Asche, 1479 vernichtete ein weiterer Brand sie erneut, und 1600 zerstörte ein großer Brand fast alles. Die Reformation setzte sich 1537 unter Markgraf Johann von Küstrin durch. Pest und Dreißigjähriger Krieg brachten Not, und im August 1626 zog Wallenstein mit seinen Truppen durch die Stadt.

Ein Aufschwung kam mit den Hugenotten, die sich ab Anfang des 18. Jahrhunderts ansiedelten. Man riss Teile der Wehranlagen ab und pflanzte auf dem Gelände Maulbeerbäume für die Seidenraupenzucht. Im 19. Jahrhundert wurde Cottbus durch die Eisenbahn zum Verkehrsknoten und durch neue Gewerbe zur Industriestadt.
Im Ersten Weltkrieg richtete man im September auf der Rennbahn ein Lager für 10.000 Kriegsgefangene ein.
Bei den Wahlen 1932 erreichte die NSDAP eine Stimmenmehrheit. Am 15. Februar 1945 flogen 459 amerikanische B-17-Bomber einen Angriff, der große Teile der Stadt zerstörte und mehr als 1000 Menschenleben kostete. Am 22. April 1945 nahm die Rote Armee die Stadt nach dreitägigen Kämpfen ein.
1952 wurde Cottbus Hauptstadt des neu gebildeten DDR-Bezirks. Im selben Jahr beschloss die SED, aus dem Bezirk das Kohle- und Energierevier der DDR zu machen, und das Umland wurde zum wichtigsten Kohle- und Energielieferanten. Daneben prägten Bauwesen, Textil- und Möbelindustrie und Nahrungsmittel die Wirtschaft.
In der DDR war das Zuchthaus Cottbus ein zentraler Sammelort für politische Gefangene, bevor die Bundesrepublik sie freikaufte; heute erinnert die Gedenkstätte Zuchthaus Cottbus an diese Haft.
Am 17. September 1975 begann der Bau der Großwohnsiedlung Sachsendorf-Madlow, überwiegend Plattenbauten, mit insgesamt 12.500 neuen Wohnungen; die ersten waren im Januar 1976 bezugsfertig. Am 4. September 1976 überschritt die Stadt die Grenze von 100.000 Einwohnern. Den historischen Höchststand erreichte sie 1989 mit 128.943 Einwohnern.
Nach der Wende lief die Kurve in die andere Richtung. Bis 2007 gingen rund 46.000 Einwohner verloren, denn Wegzüge und Sterbefälle überwogen Zuzüge und Geburten. Nur Eingemeindungen von etwa 17.000 Menschen aus dem Umland hielten den Großstadtstatus. Wohnblöcke in Neu-Schmellwitz und im Süden von Sachsendorf wurden zurückgebaut. Der Ausländeranteil stieg von 2,8 Prozent Ende 2000 auf 9,1 Prozent im Jahr 2021. Zugleich altert die Stadt: 1991 betrug das Durchschnittsalter 35,5 Jahre, im Jahr 2000 waren es 40,9 und 2011 schon 45,7 Jahre.
Eine Zahl braucht Erklärung. Am 31. Dezember 2023 lag die Einwohnerzahl bei 100.010, nach der Volkszählung 2022 wurde sie auf 94.778 nach unten korrigiert, und die Stadt verlor ihren Großstadtstatus wieder. Die 95.140 vom Jahresende 2025 zeigen deshalb die korrigierte Basis und keine Stabilisierung.
Von der mittelalterlichen Stadt ist die rund 1200 Meter lange Wehranlage um die Altstadt geblieben. Der 31 Meter hohe Spremberger Turm entstand im 13. Jahrhundert als Teil dieser Anlage und bildete mit Bastei und Torhaus das südliche Stadttor; seine Zinnenkrone bekam er erst zwischen 1823 und 1825.

Mitten in der Altstadt steht die Oberkirche St. Nikolai, ein dreischiffiger Backsteinbau der Spätgotik aus dem 14. Jahrhundert. Am Mühlengraben stehen die Loh- und Weißgerberhäuser; das kleine Haus von 1727 diente als Werkstatt und Wohnung zugleich.

Das Staatstheater am Schillerplatz baute Bernhard Sehring 1907/1908 im Jugendstil; es wurde am 1. Oktober 1908 eingeweiht, im Zweiten Weltkrieg als Munitionslager genutzt, 1966 unter Denkmalschutz gestellt und von 1981 bis 1986 umfassend saniert. Zwischen 1934 und 1937 erhielt die Stadt ein neues Rathaus, weil das alte am Altmarkt dem Verwaltungsaufwand nicht mehr gerecht wurde.
Zur Stadt gehört der Branitzer Park, der als bedeutender Park gilt. 1696 wurde Branitz Besitz der Grafen von Pückler, und ab 1845 legte Hermann von Pückler-Muskau dort die neue Parkanlage an. Sie ist ein Landschaftspark mit gestalterisch unterschiedlich behandelten Bereichen und wurde unter seinem Nachfolger vollendet.
Der Kohleausstieg trifft die Stadt und die Region. Den Tagebau Cottbus-Nord im Osten des Stadtgebiets stellte man im Dezember 2015 ein und rekultiviert ihn seitdem mit dem Ziel touristischer Nutzung. Von April 2019 bis Ende 2024 wurde das Restloch geflutet, es entstand der Cottbuser Ostsee. Im Januar 2024 eröffnete die Deutsche Bahn nordwestlich des Bahnhofs ein ICE-Instandsetzungswerk. Im Oktober 2023 legte man im Stadtteil Groß Gaglow den Grundstein für den Neubau des Einkaufszentrums Lausitz Park, dessen neuer Hauptbau am 22. Mai 2025 eröffnete.
Der Sport gehört zur Stadtidentität: Fast jeder fünfte Einwohner ist in einem der etwa 140 Sportvereine aktiv, und der Fußballverein Energie Cottbus hat über 6.300 Mitglieder.





Stand des Portraittextes: 2026-09-19.
Belege der kuratierten Auswahl: DZT
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