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Dannenberg (Elbe) hatte am 31.12.2025 7.879 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 37 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Dannenberg (Elbe)
Dannenberg (Elbe) liegt an der Jeetzel nahe ihrer Mündung in die Elbe, dort, wo Wendland und Altmark, Elbtalniederung und Lüneburger Heide aufeinandertreffen. Bis zur Gebietsreform von 1972 lag die Stadt nicht direkt an der Elbe, trägt aber den Zusatz zur Unterscheidung von gleichnamigen Orten. Sie ist Sitz der Samtgemeinde Elbtalaue und zählte Ende 2025 7.879 Einwohner.
Zwischen Jeetzel und Elbtal hat die Stadt lange mit dem Wasser gelebt. Vor der Kanalisierung der Jeetzel in den 1950er-Jahren wurde sie regelmäßig, teilweise mehrmals im Jahr überschwemmt; sehr starke Hochwasser gab es zum Beispiel 1881, 1888 und 1895. Heute erstrecken sich rundherum das UNESCO-Biosphärenreservat Niedersächsische Elbtalaue und ein Naturpark.
Die Geschichte der Stadt beginnt mit der Burg Dannenberg, die 1153 erstmals erwähnt wird. Namentlich genannt wird Dannenberg erstmals am 18. Oktober 1157 in einer Magdeburger Urkunde. Von 1223 bis 1224 saß der dänische König Waldemar in der Burg gefangen. Man wählte sie, weil sie linkselbisch liegt und ein dänischer Zugriff so schwerer war. Der Bergfried heißt heute Waldemarturm.
1293 wird Dannenberg erstmals als Stadt erwähnt, die Stadtrechte wurden wahrscheinlich früher verliehen. 1483 wurde die Stadt Opfer eines Großbrandes.

1569 wurde Dannenberg Fürstentum; eine welfische Nebenlinie regierte von einem Schloss aus, das an der Stelle der früheren Burg entstanden war. In diese Zeit fiel der zweite Großbrand: 1608 vernichtete er mit 130 Wohnhäusern fast die gesamte damalige Bebauung. Deshalb steht aus der Zeit davor außer Waldemarturm und Kirche nichts mehr. 1671 fiel das Fürstentum an die Hauptlinie Braunschweig-Lüneburg zurück.
Am 12. Mai 1813 kämpfte das Lützowsche Freikorps bei Dannenberg, und Theodor Körner, Dichter und Angehöriger des Freikorps, schrieb bei dieser Gelegenheit sein „Bundeslied vor der Schlacht“. Ab 1872 hatte die Stadt Bahnanschluss.
Am 22. Februar 1945 traf ein amerikanischer Bomberangriff die Stadt schwer: Mindestens 85 Menschen starben, 95 wurden verletzt. Zerstört wurden 34 Häuser an drei Stellen im Stadtgebiet. Vermutlich galt der Angriff der nahen Eisenbahnbrücke über die Jeetzel.
Nach der Zerstörung der Dömitzer Elbbrücken im April 1945 und der Schließung der Grenze verlor Dannenberg sein Hinterland rechts der Elbe. Von 1945 bis 1989 gehörte die Stadt zum Zollgrenzbezirk.
1951 wurde der Kreissitz nach Lüchow verlegt, weitere Behörden folgten; der Verlust der Verwaltung und die Grenzschließung trafen die Stadt stark. Nach der Grenzöffnung 1989 stellten zunächst Fähren, ab 1992 dann die neue Straßenbrücke bei Dömitz die Verbindung über die Elbe wieder her.
Waldemarturm und St.-Johannis-Kirche sind die Wahrzeichen der Stadt und prägen gemeinsam die Silhouette. Der Turm, Bergfried der früheren Burg, entstand um 1200. Die Kirche ist ein Bau der norddeutschen Backsteingotik, gebaut etwa ab 1245.

Das Historische Rathaus von 1780 wurde von 1999 bis 2000 wieder aufgebaut. Auf der Fassade steht ein selbstironischer Spruch, dessen Anfang „Wi Börgers hebbn de Last dorvon“ lautet: Wir Bürger haben die Last davon und müssen alles bezahlen.
Erhalten sind mehrere denkmalgeschützte Bürgerhäuser, drei davon aus der Zeit kurz nach 1608.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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