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Dillenburg hatte am 31.12.2025 22.895 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 52 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Dillenburg
Dillenburg ist eine Mittelstadt im mittelhessischen Lahn-Dill-Kreis, ein Mittelzentrum und Kreisstadt des ehemaligen Dillkreises. Sie liegt im Dilltal an der Dill und am Endpunkt des Fernwanderwegs Rothaarsteig; seit dem 2. November 2017 trägt sie den amtlichen Zusatz Oranienstadt.

Die Stadt liegt auf 230 m und umfasst 83,76 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte sie 22.895 Einwohner. Seine heutige Gestalt bekam Dillenburg durch die Gebietsreform. Von Oktober 1971 bis Januar 1977 wurden Eibach, Manderbach, Nanzenbach, Donsbach, Frohnhausen, Niederscheld und Oberscheld eingemeindet, darunter mit Oberscheld auch der Ort des letzten Hochofens.
Urkundlich wird Dillenburg 1254 erwähnt, und 1344 erhielt es durch den Kaiser Stadtrechte. Auf dem Schlossberg entstand Ende des 13. Jahrhunderts oder Anfang des 14. Jahrhunderts die erste Burg, vermutlich aus Holz; sie wurde in der Dernbacher Fehde um 1323 zerstört.
Im 16. Jahrhundert entstand an derselben Stelle das Dillenburger Schloss als Hauptresidenz der Grafen von Nassau-Dillenburg, die es ab 1536 zur Festung ausbauten. Aus dem Exil im Schloss organisierte Wilhelm von Oranien, der in Dillenburg geboren wurde, von 1567 bis 1572 den Widerstand der Niederlande gegen Spanien. Das verbindet das niederländische Königshaus bis heute mit der Stadt.

Ein Stadtbrand verheerte 1723 große Teile der Stadt, und mehr als 200 Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Viele der danach errichteten Fachwerkhäuser stehen noch heute. Im Siebenjährigen Krieg wurde das Schloss 1760 zerstört, und aus seinen Resten baute man die Gebäude an der Wilhelmstraße.
Der Wilhelmsturm auf dem Schlossberg wurde 1875 vollendet und ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Er soll an Wilhelm von Oranien erinnern und steht dort, wo das Schloss stand. Am 8. Juni 2010 wurde bekannt, dass die Wilhelmstraße und der Wilhelmsturm fortan unter dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut stehen.
Unter dem ehemaligen Schloss sind Kasematten aus dem 16. Jahrhundert zum Teil erhalten; in Kriegszeiten fanden dort über 2000 Soldaten Quartier. Heute sind sie in einem Rundgang begehbar.
Zu den bekannten Bauwerken zählen die evangelische Stadtkirche von 1491, der Dillturm von 1597 und das Untertor von 1344. Auf dem Weinberg steht der Bismarcktempel, ein 1885 errichteter, 6 m hoher Aussichts-Pavillon.

Im 19. Jahrhundert hielt mit dem Bau der Sieg-Dill-Strecke die industrielle Revolution Einzug. Die Eisenerze an Lahn, Dill und Sieg brachten der Region einen Aufschwung, und zahlreiche Betriebe des Berg- und Hüttenwesens entstanden.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Erzförderung zunehmend unrentabel. Im Jahr 1968 stellte der letzte Hochofen im Stadtteil Oberscheld seinen Betrieb ein, und das Bahnbetriebswerk wurde 1983 geschlossen. Die Strecke nach Gönnern wurde schon 1987 stillgelegt.

Im Jahr 1963 gründete Dillenburg mit Breda, Diest und Orange die Union der Oranienstädte. Die Oranier-Route, die auch durch die Stadt führt, ist 2400 Kilometer lang.
Seit 1975 gibt es die Dillenburger Bachwoche, und seit 2007 veranstaltet die Stadt rund um den Wilhelmsturm das mittelalterliche Schlossbergspektakel mit 30 Heerlagern. Das Jazz-Weekend lief von 1978 bis 2010.






Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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