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Magdeburg hatte am 31.12.2025 244.494 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 46 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Magdeburg
Magdeburg liegt an der mittleren Elbe am Ostrand der Magdeburger Börde und bildet das Zentrum der Region Elbe-Börde-Heide. Die Stadtfläche beträgt etwa 201 Quadratkilometer. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 244.494 Einwohner.
Der Name der Stadt begleitet zwei Männer, auf die sich die Stadtkampagne beruft: Kaiser Otto der Große und der Bürgermeister Otto von Guericke. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Dom. Die Stadt liegt am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel-Kanal und Mittellandkanal und besitzt einen Binnenhafen. Zugleich ist Magdeburg evangelischer und katholischer Bischofssitz. Im Norden der Stadt liegt das Wasserstraßenkreuz, das nach ersten Vorstellungen von 1877 am 10. Oktober 2003 fertiggestellt wurde. Eine Trogbrücke von fast einem Kilometer Länge führt den Mittellandkanal dort über die Elbe.
Erstmals erwähnt wurde die Stadt im Jahr 805 im Diedenhofer Kapitular Karls des Großen als Magadoburg. Unter Otto dem Großen war sie Kaiserpfalz, und im Jahr 968 gründete er das Erzbistum Magdeburg. Otto der Große starb 973 und wurde im Dom neben seiner ersten Frau Editha beigesetzt. Der erste Erzbischof, Adalbert von Magdeburg, wurde später als Apostel der Slawen heiliggesprochen.
Im Mittelalter war die Stadt ein Handelsort und Knotenpunkt, von dem viele Fernverbindungen ausgingen. Der Hanse gehörte Magdeburg seit 1295 nachweislich an. Am 20. April 1207 zerstörte ein Feuer große Teile der Stadt und brannte den Ottonischen Dom nieder. Um 1430 kam es zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen Stadt und Erzbischof, und 1503 verlegte der Erzbischof seine Residenz nach Halle.
Als Tag der Einführung der Reformation in allen Kirchen der Stadt gilt der 17. Juli 1524, nachdem Martin Luther seit dem 26. Juni mehrfach in Magdeburg gepredigt hatte. Nur der Dom blieb katholisch und wurde nach dem Tod Erzbischof Albrechts von Brandenburg 1545 für 20 Jahre geschlossen. Am 20. Mai 1631 eroberten und verwüsteten kaiserliche Truppen der Katholischen Liga unter Tilly die Stadt, ein Ereignis, das man Magdeburger Hochzeit nennt. Im Jahr 1680 kam das Herzogtum Magdeburg unter brandenburgische Herrschaft, und die Stadt wurde zu einer starken Festung Preußens ausgebaut. 1816 wurde Magdeburg Hauptstadt der Provinz Sachsen, und im Lauf des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich zu einer Stadt der Industrie.
Der heutige Dom entstand von 1209 bis 1520 auf dem Domfelsen an der Stelle seines 1207 abgebrannten Vorgängers. Die dreischiffige Basilika wurde mit gotischem Grundriss begonnen, doch die frühen Bauteile sind noch romanisch gestaltet. Zu den Kunstschätzen zählt das Grab des Kaisers Otto, und seit 2008 steht im Dom eine große Orgel. Jährlich besichtigen mehr als 100.000 Besucher das Bauwerk.
Das Kloster Unser Lieben Frauen wurde ab 1063 errichtet und 1129 den Prämonstratensern übereignet. Heute zeigt das Kunstmuseum der Stadt, das 1974 eröffnet wurde, seine Sammlung in den romanischen Räumen, und im Kirchenschiff finden seit 1977 Konzerte statt. Die Johanniskirche, die von 1207 bis 1238 zwischen Rathaus und Elbe gebaut wurde, dient als Festsaal und Konzerthalle. In der Vorhalle erinnert die 1945 aus den Trümmern gerettete Skulptur der trauernden Magdeburg an die Zerstörung von 1631. Die gotische Magdalenenkapelle wurde 1315 als Sühneopfer errichtet.

Die Silhouette der Stadt trug bis zum Zweiten Weltkrieg sieben Doppelturmkirchen, von denen nur drei Turmpaare vollständig erhalten blieben. Das Turmpaar der Johanniskirche wurde erst nach 1990 vervollständigt. Im Breiten Weg steht seit 2005 die Grüne Zitadelle, das letzte Architekturprojekt Friedensreich Hundertwassers, das wegen seines Standorts nahe dem Dom nicht unumstritten war.

Die Lage am Schnittpunkt wichtiger Verkehrswege und der fruchtbare Boden der Börde haben Magdeburg früh zu einem Industriezentrum gemacht. 1828 eröffneten die Magdeburger Dampfschiffahrt-Companie und die Maschinenfabrik Alte Bude. Es folgten 1850 das Armaturenwerk Schäffer und Budenberg, 1855 das Grusonwerk und 1862 die Maschinenfabrik von Rudolf Ernst Wolf. Im Jahr 1886 nahm Fahlberg-List eine Saccharinfabrikation auf.
In der DDR hieß Magdeburg die Stadt des Schwermaschinenbaus. Aus dem Grusonwerk ging 1969 das Kombinat SKET hervor; als VEB Schwermaschinenbau Ernst Thälmann zählte es Ende 1953 schon 11.500 Beschäftigte. Nach der Wende und der Währungsunion brachen die großen Industriekombinate zusammen, und es blieben kleinere Betriebe übrig. Heute gehören Windenergieanlagen von Enercon und der Maschinenbau wieder zu den Standbeinen.

Auch das Bierbrauen hatte Gewicht: 1309 wird erstmals eine bürgerliche Brauerei erwähnt, und um 1500 gab es rund 500 Brauhäuser, die bis nach Bayern verkauften. Die Diamant-Brauerei wurde 1841 gegründet. Der Kopfschutzhersteller Schuberth verlegte 2009 seinen Sitz von Braunschweig nach Magdeburg und beschäftigt dort etwa 350 Mitarbeiter.
Die Otto-von-Guericke-Universität entstand 1993 aus der 1953 gegründeten Hochschule für Schwermaschinenbau, der 1954 gegründeten Medizinischen Akademie und der Pädagogischen Hochschule. Namensgeber ist der Bürgermeister Otto von Guericke, der mit Forschungen zu Vakuum und Luftdruck bekannt wurde. Knapp 14.000 Studierende sind an neun Fakultäten eingeschrieben.
Die Hochschule Magdeburg-Stendal wurde 1991 gegründet und führt eine Tradition der Ingenieurausbildung fort, die 1793 mit einer Kunstschule für Baufachleute begann. Hinzu kommt seit 2022 die private Steinbeis-Hochschule, die von Berlin nach Magdeburg verlegt wurde.
Der Zweite Weltkrieg traf die Stadt zum dritten Mal schwer. Der Luftangriff vom 16. Januar 1945 zerstörte etwa 90 Prozent der Altstadt und 15 Kirchen. Mindestens 2000 Menschen starben, und weitere 190.000 wurden obdachlos. Von 1965 bis 1969 wurde das Alte Rathaus originalgetreu wieder aufgebaut.

Ab September 1989 fanden auch in Magdeburg Friedensgebete statt. Am 18. September kamen 130 Menschen in den Dom, eine Woche darauf 450, und später war er mit mehreren tausend Personen überfüllt. Kurz vor dem Mauerfall marschierten 80.000 Demonstranten durch Magdeburg. Am 28. Oktober 1990 entschied der neue Landtag in Dessau mit 57 zu 49 Stimmen für Magdeburg und gegen Halle als Hauptstadt von Sachsen-Anhalt.
Im Jahr 2005 feierte die Stadt ihr 1200-jähriges Bestehen, und der Festakt fand am 7. Mai im Dom statt. Beim Elbhochwasser von 2002 erreichte der Pegel 6,72 Meter, doch der Elbe-Umflutkanal und das Pretziener Wehr verhinderten eine Katastrophe. Im Juni 2013 übertraf der Scheitel mit 7,46 Metern den Stand von 2002 deutlich.
Am Abend des 20. Dezember 2024 fuhr ein Mann mit einem Auto über einen nicht durch Sperren gesicherten Rettungsweg auf den Weihnachtsmarkt am Alten Markt und mit hoher Geschwindigkeit durch die Menschenmenge. Sechs Menschen starben, ein neunjähriges Kind und fünf Frauen; verletzt wurden mindestens 323 Menschen, darunter 52 Kinder.
Schon am Abend nach der Tat fand im Dom ein Gedenkgottesdienst statt. Seit dem 20. Oktober 2025 erinnern in der Altstadt sechs Gedenkplatten an die Getöteten, jede für einen der Toten eigens gestaltet. Am 26. Juni 2026 verurteilte das Landgericht Magdeburg den Täter unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe; die Verteidigung legte Revision ein.





Stand des Portraittextes: 2026-09-19.
Belege der kuratierten Auswahl: ROMANIK
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