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München hatte am 31.12.2025 1.505.036 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 69 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu München
München ist die Landeshauptstadt des Freistaates Bayern und verwaltungsrechtlich eine kreisfreie Stadt; sie bildet das Zentrum der Metropolregion München und wird zu den Weltstädten gezählt. Die amtliche Ortshöhe beträgt 519 m, die Stadtfläche 310,71 Quadratkilometer, und durch das Stadtgebiet fließen unter anderem die Isar, der Eisbach und die Würm. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 1.505.036 Einwohner.
Als forum apud Munichen taucht die Stadt 1158 zum ersten Mal in einer Urkunde auf, im Augsburger Schied; vorausgegangen war, dass Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen, die Salzstraße etwa dort über die Isar führte, wo heute die Ludwigsbrücke steht, und neben diesem Übergang einen Markt einrichtete. Datiert ist der Augsburger Schied, in dem Kaiser Friedrich der Erste den Namen festhielt, auf den 14. Juni 1158. Gegründet wurde München damit allerdings nicht: die schon bestehende Siedlung bekam nur das Markt-, Münz- und Zollrecht zugesprochen, wobei ein Drittel der daraus fließenden Einnahmen an die Freisinger Bischöfe ging. Wann der Ort, der ab 1158 im Licht der Geschichte steht, wirklich gegründet wurde und wie er damals hieß, weiß man nicht. Der Ortsname wird üblicherweise als bei den Mönchen gedeutet, und tatsächlich soll hier vor der Stadtgründung eine Niederlassung von Mönchen bestanden haben; dass sie, wie oft behauptet wird, auf dem Petersbergl stand, haben archäologische Funde bisher nicht bestätigt. 1180 verhängte der Kaiser die Acht über Heinrich den Löwen: das Herzogtum Bayern ging an die Wittelsbacher, München an den Bischof von Freising; erst 1240 kam die Stadt ebenfalls in Wittelsbacher Hand und wurde schon 1255, nach der ersten Landesteilung, herzogliche Residenz.
Herzog Ludwig der Vierte war ab 1314 deutscher König, womit München königliche Residenzstadt wurde, und ab 1328 römisch-deutscher Kaiser; für seine Residenz erweiterte ein neuer Mauerring die Stadt beträchtlich, und kaiserliche Residenzstadt blieb sie bis 1347. Weil die Hussiten bedrohlich wurden, verstärkte man 1429 die vorhandene Stadtbefestigung um einen zweiten, äußeren Mauerring, und 1442 vertrieb Albrecht der Dritte die jüdischen Bürger aus der Stadt. In Architektur und Größe hob sich das gotische München um 1500 kaum von Ingolstadt, Straubing oder Landshut ab, den anderen Herzogstädten Bayerns, und blieb mit gut 13.000 Einwohnern weit hinter Nürnberg und Augsburg zurück.
Zu Beginn der Neuzeit, 1506, vereinigte Albrecht der Vierte die Herzogtümer wieder, und München wurde Hauptstadt des Herzogtums Bayern und damit alleinige Hauptstadt des Landes; von da an schwand der Einfluss der Bürgerschaft, und die Entwicklung der Stadt bestimmten die Wittelsbacher. Im Jahr 1589 wurde das Hofbräuhaus durch Wilhelm den Fünften gegründet, und für die Jesuiten entstanden die Michaelskirche und das Jesuitenkolleg. Unter Herzog Maximilian dem Ersten holte Bayern den Kurpfälzer Anteil der Oberpfalz und die Kurwürde zurück; 1628 wurde München Residenzstadt des Kurfürstentums Bayern, musste aber 1632 im Dreißigjährigen Krieg schwedische Truppen als Besatzung ertragen. Nach dem Ende des Kriegs 1648 erholte sich die Stadt und öffnete sich unter Kurfürst Ferdinand Maria dem italienischen Barock, sodass Schloss Nymphenburg und die Theatinerkirche sowie das erste Opernhaus entstanden.
1789 ließ Kurfürst Karl Theodor in den Isarauen den Englischen Garten anlegen; kurz darauf fiel die mittelalterliche Stadtbefestigung. Um 1700 zählte München erst 24.000 Einwohner, doch verdoppelte sich die Zahl bald etwa alle dreißig Jahre, sodass 1871 rund 170.000 Menschen hier lebten. Beschleunigt wurde das ab 1806, als Napoleon Bayern zum Königreich erhob und München zur Hauptstadt eines nun doppelt so großen Landes machte. Unter König Max dem Ersten Joseph entstand das Nationaltheater, und mit der Maxvorstadt begann die planvolle Erweiterung der Stadt; 1818 bekam München eine Selbstverwaltung mit zwei Bürgermeistern und zwei Ratskollegien. Unter König Ludwig dem Ersten wurde die Stadt weithin als Kunststadt bekannt: Die Klassizisten Leo von Klenze und Friedrich von Gärtner formten die Ludwigstraße, den Königsplatz und den Ausbau der Münchner Residenz, und 1826 holte der König die Ludwig-Maximilians-Universität von Landshut nach München.

Nach dem Ersten Weltkrieg schlugen Reichswehr und Freikorps im Frühjahr 1919 die Münchner Räterepublik gewaltsam nieder, und in den folgenden Jahren wurde die Stadt zur Keimzelle nationalsozialistischer Aktivitäten. 1935 verlieh Hitler ihr den Ehrentitel „Hauptstadt der Bewegung“, 1938 wurde hier das Münchner Abkommen geschlossen. Widerstand gab es auch: Im November 1939 scheiterte das Attentat im Bürgerbräukeller, und 1942 und 1943 wirkte die Weiße Rose. Bis Kriegsende zerstörten alliierte Luftangriffe die historische Altstadt zu neunzig Prozent und die Stadt insgesamt zur Hälfte; etwa 6.000 Menschen kamen ums Leben. Der Wiederaufbau folgte weitgehend dem alten Stadtbild, und München wurde zum Standort für Hochtechnologie und Dienstleistungen. 1972 richtete die Stadt die Olympischen Spiele aus, die von der Geiselnahme und Ermordung israelischer Athleten überschattet wurden.

Im Zentrum der Altstadt, eingerahmt vom Neuen und vom Alten Rathaus, liegt der Marienplatz — er gilt als Mittelpunkt Münchens; hier liegt das alte München, und seine rasche Ausdehnung setzte erst mit dem 19. Jahrhundert ein und nahm bald die Isarvorstadt im Süden auf, die Ludwigsvorstadt im Westen und, mit den Prachtstraßen der Könige, die Maxvorstadt im Norden. Wenige Schritte südlich des Marienplatzes liegt die Peterskirche, deren erster Bau aus der Romanik stammte und an deren Stelle heute ein gotischer Neubau steht, der im Inneren in der nachfolgenden Zeit barockisiert wurde.
Seit die St.-Jakobs-Kirche 1955 abgebrochen wurde, steht in der Innenstadt kein romanisches Bauwerk mehr; in den einstigen Vororten haben sich dagegen mehrere im Kern romanische Kirchen gehalten — St. Nikolaus in Englschalking, St. Martin in Moosach, St. Johann Baptist in Johanneskirchen und Heilig Kreuz in Fröttmaning mit seinem Fresko. Aus der Gotik ist neben der Peterskirche viel erhalten, vieles davon aus Backstein: Steinbrüche, die anderes Baumaterial hätten liefern können, waren in dieser Gegend rar, und an den Außenfassaden fehlt das reiche gotische Zierwerk, das man andernorts findet, fast völlig.
Aus der Zeit, in der der zweite Mauerring vollendet wurde, stammen vier Reste der Stadtbefestigung: im Osten das Isartor, im Westen am Stachus das Karlstor, im Süden das Sendlinger Tor und dazu der Löwenturm am Rindermarkt. Nach dem Stadtbrand von München 1327 wurde auch die Peterskirche erneuert, und als gotische Hallenkirche steht am Viktualienmarkt die in der Barockzeit umgestaltete Heiliggeistkirche. Ein Wahrzeichen der Stadt ist die spätgotische Frauenkirche nahe dem Marienplatz, deren zwei markante Türme die charakteristischen Renaissancehauben tragen; der Grundstein wurde 1468 nach dem Abriss der Marienkirche gelegt, und nach nur zwanzig Jahren stand der Bau im Wesentlichen.

Prägte die bürgerliche Kunst die Architektur der spätmittelalterlichen Stadt, so nahm mit der Wiedervereinigung Bayerns 1504 der Hof immer stärkeren Einfluss auf die Baugestalt. Im 16. Jahrhundert, im Zeitalter der Gegenreformation, entstanden für die Jesuiten bedeutende Renaissancebauten — im Kreuzviertel zwischen Marienplatz und Stachus die Michaelskirche und die daran anschließende Alte Akademie. Der Grottenhof der Residenz mit der Grottenhalle zählt zu den Hauptwerken des Manierismus in Deutschland, und das 1589 gegründete Hofbräuhaus sitzt heute in einem Neorenaissance-Bau des 19. Jahrhunderts am Platzl.
Durch eine große Anzahl sehenswerter Bauten samt geschützten Baudenkmälern und Ensembles, internationale Sportveranstaltungen, Messen und Kongresse sowie das Oktoberfest ist die Stadt ein Anziehungspunkt für den internationalen Tourismus. Das Oktoberfest, mundartlich die Wiesn, findet seit 1810 Jahr für Jahr auf der Theresienwiese statt, von Mitte September bis Anfang Oktober, und ist für die Stadt ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Als Kronprinz Ludwig von Bayern am 12. Oktober 1810 Prinzessin Therese heiratete, gab es in München viele private wie öffentliche Feiern; auf eines davon, ein Pferderennen am 17. Oktober, geht das Oktoberfest zurück. Als Tribüne für die 50.000 Zuschauer dieses Rennens diente der Sendlinger Berg, die heutige Theresienhöhe, und die Festwiese blieb bis auf das Königszelt unbebaut.

Über eine Million Besucher kommen jedes Jahr in das Deutsche Museum auf der Museumsinsel der Isar, das damit zu den meistbesuchten Museen Europas zählt; Zweigstellen hat es in der Flugwerft Schleißheim und im Verkehrsmuseum an der Theresienwiese, das im Mai 2003 öffnete. Im Isartor, einem der erhaltenen Tore der alten Stadtbefestigung, zeigt das Karl-Valentin-Musäum Exponate zu Leben und Werk des Künstlers, und im Alten Rathausturm ist das Spielzeugmuseum untergebracht.
Um die Jahrhundertwende blühte Schwabing als Künstlerviertel auf, in dem viele bedeutende Literaten und Maler jener Jahre ein und aus gingen; 1896 erschien zum ersten Mal die Münchner Kulturzeitschrift Jugend, die dem Jugendstil den Namen gab, und im selben Jahr auch die erste Ausgabe der politisch-satirischen Zeitschrift Simplicissimus im Verlag von Albert Langen. Im Jahr 1911 wurde die Künstlervereinigung Der Blaue Reiter gegründet.





Stand des Portraittextes: 2026-09-18.
Belege der kuratierten Auswahl: WH, DZT
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Im Übergang zum Barock, zu Beginn des 17. Jahrhunderts, wuchs die Residenz um die sogenannte Maximilianische Residenz beträchtlich, und 1638 stellte man die Mariensäule auf dem Marienplatz auf. Der italienische Barock hielt 1663 mit dem mächtigen Kuppelbau der Theatinerkirche am Odeonsplatz gegenüber der Residenz Einzug in München. Das Opernhaus am Salvatorplatz war ein 1657 eröffnetes Theatergebäude, das Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern während seiner Herrschaft in Auftrag gab und das als Hofoper diente; ab 1799 wurde dort nicht mehr gespielt, und 1802 riss man es ab. Unter König Maximilian dem Zweiten entstanden im neuen, an die englische Gotik erinnernden Maximilianstil unter anderem die Bauten an der Maximilianstraße; und als das 19. Jahrhundert die Stadt immer wieder mit Seuchen und vor allem mit der Cholera heimsuchte, führte Max von Pettenkofer das Abwassersystem ein.






