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Spangenberg hatte am 31.12.2025 5.844 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 44 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Spangenberg
Spangenberg ist eine Kleinstadt im Nordosten Hessens im Schwalm-Eder-Kreis. Die Stadt liegt auf 237 m und umfasst 97,71 Quadratkilometer. Über ihr erhebt sich auf dem Schlossberg das Schloss, in dem einst hessische Landgrafen residierten.
Der Untergrund besteht im Wesentlichen aus Buntsandstein, daneben aus Muschelkalk und Zechstein. Mit ihren Ortsteilen ist sie ein weit verstreutes Gemeinwesen im Stölzinger Gebirge und im Melsunger Bergland, etwa 35 Kilometer südöstlich von Kassel. Zu diesem Gefüge gehören zwölf Stadtteile, die erst durch die Gebietsreform zwischen 1970 und 1974 zur Stadt kamen. Am 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 5.844 Einwohner.
Im Ortsteil Mörshausen steht seit dem Jahr 1150 eine Kirche. Ihren Namen trägt die Stadt in Urkunden seit 1261. Das Stadtrecht erhielt der Ort im Jahr 1309 von den Herren von Treffurt. Schon 1235 hatten diese Ritter mit dem Bau der Burg begonnen.
Wegen Geldmangels und langer Fehden verkauften die Treffurter Stadt und Burg 1350 für 8000 Silberlinge an einen hessischen Landgrafen; seitdem gehört Spangenberg zu Hessen. Im selben Jahr entstand aus mehreren Gerichten und der Herrschaft das Amt Spangenberg.
Die Karmeliter gründeten 1357 ihr Kloster in der Stadt. Mit der Reformation löste man es im Jahr 1527 auf. Später gab die Leinenproduktion der Stadt Auftrieb.
Bei der Kreisreform von 1821 löste man das Amt Spangenberg auf, und die Stadt gehörte fortan zum Landkreis Melsungen. Im Jahr 1874 kam ein Bahnbau hinzu, und der Bahnhof Spangenberg wurde 1879 eröffnet. Im Jahr 1974 endete auf der Kanonenbahn der Personenverkehr, der über 100 Jahre bestanden hatte. Das alte Bahnhofsgebäude dient seit 1994 als Kindergarten.
Das Schloss nutzten die hessischen Landgrafen über zwei Jahrhunderte als Residenz- und Jagdschloss. Später diente es als Gefängnis und als preußische Forstschule. Zu Ostern 1945 zerstörten amerikanische Brandbomben das Schloss völlig. In den 1950er Jahren baute das Land Hessen es wieder auf.
Die Stadtkirche St. Johannes wurde 1261 begonnen und erst 1421 abgeschlossen. Kaiser Wilhelm II. besuchte am 15. Juni 1913 Stadt und Schloss, in dem damals die preußische Forstschule untergebracht war.

Seit dem 12. Januar 2000 trägt Spangenberg die amtliche Zusatzbezeichnung Liebenbachstadt, benannt nach der Liebenbachsage. Der Fabrikant Heinrich Salzmann stiftete 1902 das Liebenbachdenkmal, das die Sage von Kuno und Else zeigt. Hinter dem Sagennamen steht eine nüchterne Kleinstadtgeschichte.

Nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden in Spangenberg viele Betriebe, darunter eine Sägenfabrik. Der Bau der alten Stadtschule am Eulenturm, der heutigen Burgsitzschule, begann im Jahr 1910. Im Jahr 1972 eröffnete der Neubau der Burgsitzschule, der die ständige Raumnot in den Schulen beseitigte. Im Jahr 1975 wurde Spangenberg als Luftkurort anerkannt, im Jahr 2012 wurde ihm der Titel wieder aberkannt.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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