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Unna hatte am 31.12.2025 57.961 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 49 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Unna
Unna, die Kreisstadt des gleichnamigen Kreises, liegt rund 15 km östlich von Dortmund am Rand des Ruhrgebiets, am Westfälischen Hellweg in der Hellwegbörde zwischen Ruhr und Lippe. Zum 31. Dezember 2025 zählte Unna 57.961 Einwohner.
Östlich des Zentrums reihen sich die ländlich geprägten Hellwegdörfer Uelzen, Mühlhausen, Lünern, Stockum, Westhemmerde und Hemmerde bis zur Stadtgrenze Werls. Im Norden zeigt Königsborn mit vielen Zechensiedlungen die Prägung des Ruhrgebiets. So verbindet Unna städtisches Zentrum, Bergbauerbe und Dorfstruktur in einer Stadt.
Am 6. August 1032 taucht Unna erstmals in einer Urkunde des Kölner Erzbischofs Pilgrim auf, der die Kirche des Ortes dem Abt Radolfus von Deutz übertrug. Graf Friedrich von Altena-Isenberg, mit Unna vom Kölner Erzbischof belehnt, erschlug 1225 den eigenen Onkel, Erzbischof Engelbert von Berg. Er wurde hingerichtet, und sein Vetter Adolf, der sich künftig Graf von der Mark nannte, erhielt den Besitz; auf ihn geht die Befestigung Unnas zurück. Bereits 1264 erstürmten erzbischöfliche Truppen Unna und brannten es nieder. Als sich die Grafen von der Mark 1288 in der Schlacht bei Worringen von der kölnischen Vorherrschaft befreit hatten, bekam Unna von ihnen Stadtrecht, Marktrecht und niedere Gerichtsbarkeit. Ab 1347 ließen die märkischen Grafen in Unna Münzen prägen.
Von Wohlstand zeugt der um 1375 vergrabene „Goldschatz von Unna“, der 1952 bei Ausgrabungen gefunden wurde und aus über 70 Goldmünzen mehrerer Länder besteht. Im Gebiet des heutigen Königsborn wurde seit 1389 Sole gefördert und zu Kochsalz verarbeitet. Zur Hanse gehörte Unna von 1469 bis 1518 und wieder ab 1540; 1549 wurde die Stadt zusammen mit Hamm zur Prinzipalstadt der Hanse. Auf den Wohlstand folgten Rückschläge. 1597 raffte die Pest mehr als die Hälfte der Bevölkerung dahin. Im Dreißigjährigen Krieg beschädigte ein Erdbeben am 4. April 1640 viele Häuser. Am 4. Februar 1673 ließ der französische Marschall Turenne die Stadt beschießen; 220 Häuser wurden zerstört, etwa 54 % des Bestandes.
1927 wurde beschlossen, die Kreisverwaltung des Kreises Hamm nach Unna zu verlegen, und im September 1930 wurde die Verlegung nach der Einweihung des neuen Kreishauses vollzogen.
Die NS-Zeit und der Krieg trafen die Stadt schwer. Die jüdische Gemeinde, 1933 noch 156 Personen stark, wurde bis 1943 zur Auswanderung gezwungen oder ausgelöscht. In den letzten 101 Kriegstagen wurde Unna 17-mal angegriffen; 174 Menschen starben, und mehr als 1200 Häuser wurden zerstört oder beschädigt.
Nach dem Krieg begann ein anderer Umbruch. In den 1960er Jahren schlossen die Schachtanlagen, die bergbaulich geprägte Entwicklung endete, und seither wandelt sich Unna zu einem Dienstleistungszentrum. Zum 1. Januar 1968 schlossen sich unter anderem Afferde, Massen, Lünern und Hemmerde mit Unna zusammen.
Die Evangelische Stadtkirche, eine spätgotische Hallenkirche, wurde ab 1322 gebaut; der Grundstein des Chors stammt von 1389, und die Vollendung soll 1396 erfolgt sein. Nach einem Blitzschlag wurde der Turmhelm 1863 nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst Friedrich Zwirner neu errichtet. Von 1596 bis 1601 wirkte der Liederdichter Philipp Nicolai an dieser Kirche.

Die katholische Pfarrkirche St. Katharina entstand von 1933 bis 1934 nach Plänen der Dortmunder Architekten Flerus und Konert als doppeltürmiger Bau im Stil der Neoromanik. Von der Stadtbefestigung steht am Südwall noch ein Rest des 1475 erbauten Eulenturms. Sein Name geht auf eine fehlerhafte Übersetzung des niederdeutschen „Ölckenthurm“ zurück, der eigentlich „Iltisturm“ bedeutet.

Die Burg Unna beherbergt seit 1936 das Hellweg-Museum.
Auf dem Gelände einer früheren Brauerei, der Lindenbrauerei, eröffnete im Mai 2001 das Zentrum für Internationale Lichtkunst. Seit 2002 ist Unna außerdem im Kulturprojekt Hellweg – ein Lichtweg vertreten, das Lichtkunst an den Hellweg bringt.

Der Eselsbrunnen wurde 1978 nach einem Entwurf von Josef Baron als Ersatz für den alten Marktbrunnen errichtet. Der Esel gilt nicht als eigentliches Wahrzeichen, hat sich aber als Symbolfigur für Unna durchgesetzt. Sein Ursprung dürfte in den Ortsübernamen liegen, mit denen sich westfälische Nachbarstädte im 19. Jahrhundert gegenseitig bedachten: Aus Unna wurde im Plattdeutschen „Iasel Unna“. Seit 1924 gibt es offizielle Eseldarstellungen, zuerst am Rathaus am Markt, später unter anderem eine Skulptur von Josef Baron im Stadtpark.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: RIK
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