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Witten hatte am 31.12.2025 91.474 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 50 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Witten
Witten liegt im Südosten des Ruhrgebiets zu beiden Seiten der Ruhr, zwischen Dortmund, Bochum und Hagen; dort tritt der Fluss aus dem engen Durchbruch durch das Ardey-Sandsteinplateau. Die Stadt umfasst 72,4 Quadratkilometer und liegt auf 104 m. Der Arenberg misst 269 m, an der Wittener Straße östlich des Bahnhofs Blankenstein beträgt die Höhe nur 71 m.

Zum 31. Dezember 2025 zählte Witten 91.474 Einwohner. Bis 1974 war Witten kreisfrei; seit der Neugliederung von 1975 gehört es zum Ennepe-Ruhr-Kreis.
Am Kemnader See, einem Naherholungsgebiet zwischen Witten, Bochum und Hattingen, ist die grüne Seite der Stadt zu sehen; die Zechenreste im Muttental zeigen die andere.

Der Stadtteil Herbede wird schon 851 erwähnt, Witten selbst taucht 1214 erstmals in einer Urkunde auf. Die beiden Ruhrmühlen tauchen 1321 in den Quellen auf, und der Kohlebergbau wird 1552 und 1578 belegt.
1675 verlieh Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg Witten in Kleve das Marktrecht; als Markttag wurde der Donnerstag festgelegt. Bereits 1776 wurde die Ruhr in Witten schiffbar gemacht, vier Jahre vor der Schiffbarmachung des ganzen Flusses. Die Stadtrechte bekam Witten 1823, und zum 1. April 1899 wurde es kreisfrei.
Die Industrie hatte auch ihre Katastrophen. Beim Unglück in der Roburit-Fabrik nahe der Annener Stadtgrenze am 28. November 1906 starben nach einem Brand und zwei Explosionen 41 Menschen. Im Zweiten Weltkrieg galten fast 100 Luftangriffe der Stadt, die wegen ihrer Industrie ein Ziel war. Gegen Kriegsende richtete der Oberbefehlshaber im Westen, Walter Model, für kurze Zeit sein Hauptquartier in der Dorfschule von Heven ein.
Der Bergbauwanderweg Muttental führt durch Bommern an Zeugnissen des Kohlebergbaus vorbei, und Schautafeln erklären die sichtbaren Reste samt ihrer Geschichte. Das Alltagsleben der Bergleute dokumentiert im ehemaligen Bethaus im Muttental die Dauerausstellung „Vom Bethaus zur Kohle“. Die ehemalige Zeche Nachtigall gehört als einer von acht Standorten zum LWL-Industriemuseum.
Bei der Zeche Nachtigall liegt im Naturschutzgebiet Hardenstein die Burg Hardenstein, früher eine Wasserburg, heute eine verfallene Anlage.

Das Wasserkraftwerk Hohenstein wurde 1925 fertiggestellt, liegt in der Ruhr und ist Teil der Route Industriekultur. Das Berger-Denkmal auf dem Hohenstein ist ein Aussichtsturm von 21 Metern Höhe, der weit über das Ruhrtal blicken lässt.

Die Stadt ruht inzwischen auf drei Feldern, und das erste ist noch immer die Industrie. Heute zählen zu den Firmen in der Stadt Ardex mit Spezialwerkstoffen für das Bauhandwerk, der Künstlerbedarf-Händler Boesner, die Großbäckerei Harry-Brot und das Möbelhaus Ostermann, das hier seinen Stammsitz hat. Auch ein Zweigwerk von Evonik Degussa und die Deutschen Edelstahlwerke sind dort zu finden.
Das zweite Feld ist die Gesundheit. In Witten arbeiten zwei Krankenhäuser, das katholische Marienhospital und das Evangelische Krankenhaus, und seit 2009 hat das Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen dort einen Standort. Das dritte Feld ist die Forschung. Seit 1982 ist die private Universität Witten/Herdecke in der Stadt zu Hause, und seit 2015 darf Witten sich „Universitätsstadt an der Ruhr“ nennen.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: RIK
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