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Ebersbach-Neugersdorf hatte am 31.12.2025 10.749 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 38 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Ebersbach-Neugersdorf
Am 1. Januar 2011 verschmolzen die Nachbarstädte Ebersbach und Neugersdorf zur Kleinstadt Ebersbach-Neugersdorf in Sachsen. Sie liegt auf halber Distanz zwischen Bautzen und Zittau entlang der Grenze zu Tschechien im Lausitzer Bergland.
In beiden Stadtteilen entspringen Quellen der Spree, weshalb die Stadt den Beinamen Spreequellstadt trägt. Die Ebersbacher Innenstadt liegt auf 365 m, der Hutungsberg erreicht 474 m und der Schlechteberg 485 m.
Im Norden und Nordosten schließt die Gemeinde Kottmar an, im Süden liegt Seifhennersdorf; jenseits der Grenze folgen Jiříkov und Rumburk. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 10.749 Einwohner.
Beide Orte tauchen im Mai 1306 in Urkunden auf. Böhmische Exulanten brachten ihnen Bevölkerungswachstum, früh war die Leinenweberei eine wichtige Einnahmequelle, die sich zu einer florierenden Textilindustrie entwickelte.
Der Bedarf der Textilindustrie an Arbeitskräften ließ beide Orte weiter wachsen. Neugersdorf erhielt am 15. Dezember 1924 das Stadtrecht, Ebersbach am 5. September 1925. Schon 1925 hatte man einen Zusammenschluss angestrebt, ihn aber nicht verwirklicht.
Am 4. November 2010 unterzeichneten die Bürgermeisterin von Neugersdorf und der Bürgermeister von Ebersbach die Vereinbarung über die Vereinigung zum 1. Januar 2011. Das Wappen, über das der Stadtrat am 26. März 2012 abstimmte, zeigt Eber und Kranich, die Wappentiere der beiden Stadtteile. Beim Wettbewerb kamen 70 Vorschläge von 58 Bürgern zusammen.
Die Stadt zählt mehr als 700 Umgebindehäuser, ein Großteil davon steht unter Denkmalschutz. Die Alte Mangel in Ebersbach ist ein 1782 erbautes Faktorenhaus.
Der Spreeborn in Ebersbach und die Quelle am Volksbad in Neugersdorf sind zwei der drei Spreequellen. Auf sie geht der Beiname Spreequellstadt zurück.
Auf dem 474 m hohen Hutungsberg in Neugersdorf stehen der Bismarckturm und ein Eiskeller. Das Kaffeemuseum, das Feuerwehrmuseum und das Viadukt über das Spreetal ergänzen die Liste der Sehenswürdigkeiten.

Im Stadtteil Ebersbach befindet sich ein Bahnhof, im Stadtteil Neugersdorf ein Haltepunkt. Durch die Stadt verlaufen die Bundesstraße 96 und die Staatsstraße 148; einen eigenen Autobahnanschluss hat Ebersbach-Neugersdorf nicht. Anders als in Zittau und Löbau gibt es in Ebersbach-Neugersdorf keinen Stadtverkehr. Auch über die Staatsgrenze hinweg ist die Stadt eingebunden: Sie gehört zum deutsch-tschechischen Verbund Fünfgemeinde, der am 19. Oktober 2000 in Schluckenau gegründet wurde.
Zu den überregional tätigen Unternehmen zählen das Klinikum Oberlausitzer Bergland mit einem Standort in Ebersbach, der Sportwettenanbieter bwin und die MBN Sachsen Maschinenbaubetriebe Neugersdorf, die unter anderem für Volkswagen fertigen. Die Linke Fruchtsäfte GmbH hat hier ebenfalls ihren Sitz. Das lokale Fernsehprogramm Spree-TV wird in der Stadt produziert.



Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: FW
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