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Herten hatte am 31.12.2025 60.707 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 49 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Herten
Herten liegt im nördlichen Ruhrgebiet und gehört zum Kreis Recklinghausen. Ende 2025 zählte die Stadt 60.707 Einwohner, und auf ihren 37,33 Quadratkilometern ist es vom Wasserschloss bis zum Haldengipfel nicht weit.
Bis zur Schließung des letzten Bergwerks Ende 2008 prägte die Steinkohle das Bild. Wo früher Kohle gefördert wurde, ragen heute Halden wie die Hoheward auf, und der Landschaftspark darauf zieht Spaziergänger an.
Herten unterscheidet sich von den Nachbarn im Kreis Recklinghausen durch dieses Nebeneinander: ein englischer Schlosspark, ein Fachwerkdorf und eine künstliche Aussichtslandschaft aus Bergematerial.
Um 1050 wird Herten im Heberegister der Abtei Werden als „Herthene“ erwähnt. Das Haus Herten, Vorläufer des heutigen Schlosses, ist am 2. Februar 1376 erstmals belegt. Das Schloss war für etwa 300 Jahre Sitz der Statthalter des kurkölnischen Gerichtsbezirks.
Dörflich blieb Herten bis zum Beginn des Steinkohlebergbaus 1872. Weil die Arbeitskräfte vor Ort nicht ausreichten, warb man zahlreiche Polen, Tschechen und Slowenen an. Zwischen dem alten Dorf und dem Emscherbruch wuchs der Stadtteil Herten-Süd.

Am 1. April 1926 wurden vier Bauerschaften eingemeindet, die Einwohnerzahl stieg von 19.000 auf 35.500. Seit dem 20. April 1936 darf sich Herten offiziell Stadt nennen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wuchs die Bevölkerung durch Flüchtlinge und Vertriebene bis 1961 auf rund 52.000. Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Westerholt eingegliedert.

Herten hatte drei Bergwerke: Schlägel und Eisen im Norden, Ewald im Süden und nach der Eingemeindung Westerholt. Die Fördermenge stieg zeitweise auf 36.000 Tonnen Kohle am Tag.

Aus dem Abraum wurden die Halden Hoppenbruch, Emscherbruch und Hoheward aufgeschüttet. Im Jahr 2000 schloss die Zeche Ewald. Ende 2008 folgte mit dem Bergwerk Lippe das letzte Bergwerk auf Hertener Stadtgebiet.

Die Halde Hoheward erreicht 152,5 m. Der Landschaftspark Hoheward ist ein Rekultivierungsprojekt von rund 7,5 Quadratkilometern Industriefläche und Halden auf dem Gebiet von Herten und Recklinghausen. Die Planung begann 2001, gebaut wird seit 2004; auf dem Gipfel stehen seit 2005 eine Sonnenuhr von 62 m Durchmesser mit einem 8,65 m hohen Obelisken als Zeiger und seit 2008 ein Horizontobservatorium mit einem 50 m hohen Meridianbogen.
Was vor der Kohle da war, ist in Herten an zwei Stellen erhalten. Das Wasserschloss Herten liegt in einem englischen Landschaftspark am Rand der Innenstadt und wird 1376 in einer Urkunde erstmals erwähnt. In den 1980er Jahren wurde es renoviert; rund um das Schloss finden Kunstmarkt und Folkfestival statt.
Die zweite Stelle ist ein ganzes Dorf. Das alte Dorf Westerholt besteht aus etwa 60 Fachwerkhäusern und wurde 1991 als Denkmalbereich unter Schutz gestellt; 56 Häuser stehen in der Denkmalliste. Schloss und Park auf der einen, das Dorf auf der anderen Seite zeigen den Ort, bevor die Zechen kamen.
Ein heiteres Bild aus der Gegenwart setzt die Kunst im öffentlichen Raum: Auf dem Otto-Wels-Platz steht die 1990 von Peter Lehmann geschaffene „Schweineherde“ aus zehn Bronzefiguren.





Stand des Portraittextes: 2026-09-20.
Belege der kuratierten Auswahl: RIK
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