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Köln hatte am 31.12.2025 1.025.523 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 62 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Köln
Köln liegt am Rhein im Zentrum des Ballungsraums zwischen Kölner Bucht und Oberbergischem Land; die Region Köln und Bonn zählt rund vier Millionen Einwohner, und die Stadt ist das rheinische Bevölkerungszentrum der Metropolregion Rheinland. Die amtliche Ortshöhe beträgt 59 m. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 1.025.523 Einwohner auf 405,01 Quadratkilometern.
Der antike Name der Stadt, Colonia Claudia Ara Agrippinensium, verweist auf die römische Kaiserin Agrippina: Am Rhein geboren, sorgte die Gattin des Claudius dafür, dass die Ubiersiedlung Oppidum Ubiorum im Jahre 50 nach Christus Stadt wurde, wobei man die Stadtrechte offiziell am 8. Juli 50 verlieh. In der Römerzeit war Köln Statthaltersitz der Provinz Germania inferior; wahrscheinlich um etwa 80 nach Christus erhielt die Stadt einen der längsten römischen Aquädukte überhaupt: die Eifelwasserleitung. Über Coellen, Cöllen, Cölln und Cöln wurde aus Colonia der heutige Name mit K; in vielen romanischen und etlichen weiteren Sprachen lässt sich die lateinische Wurzel des Namens noch ablesen. Selbst dieser Anfangsbuchstabe war später noch einmal umstritten. Per Erlass bestimmte der preußische Innenminister 1900, wobei ihm der König und deutsche Kaiser Wilhelm II. den Rücken stärkte, dass die Stadt fortan nur noch mit C geschrieben werden durfte; die liberalen Zeitungen, etwa die Kölnische Zeitung, scherten sich nicht darum. Als das Kaiserreich 1918 zu Ende war, verkündete am 1. Februar 1919 das Städtische Nachrichtenamt unter Oberbürgermeister Konrad Adenauer die Rückkehr zur Schreibweise mit K.

Vor dem Hintergrund des allmählichen Niedergangs des Römischen Reiches fiel die Stadt um 455 an die Franken; bis zum Beginn des 6. Jahrhunderts war Köln Hauptort eines eigenständigen fränkischen Teilkönigreiches, ging danach in Chlodwigs Reich auf und behielt im Gebiet der Ripuarier viel Selbständigkeit. Neben den fränkischen Eroberern lebte die romanische Bevölkerung noch lange in der Stadt; vom 6. bis ins 8. Jahrhundert verschmolzen beide Bevölkerungsteile vollständig, wobei die Franken kulturelle Errungenschaften der römischen Stadtbewohner rasch übernahmen — etwa in der Bautechnik oder bei der Glasherstellung.
Im Winter 881 endete die friedliche Zeit mit den Nordleuten: Ende Dezember standen mindestens drei ihrer Schiffe vor Köln und verlangten Wegegeld; im Januar 882 entrichtete die Stadt nach zähem Ringen ein hohes Danegeld in Silber an die Normannen. Auf der Rückreise oder im Sommerfeldzug 882 verlangte die Raubhorde von den Kölnern erneut Danegeld — aufbringen konnten die ausgepressten Bürger es nicht, und ihre Stadt wurde daraufhin gebrandschatzt. Danach machten die Kölner die maroden Mauern aus der Römerzeit wieder stark, was sich beim nächsten Wikingerbesuch im Jahr darauf, 883, als sehr nützlich erwies: Bonn und Andernach, kurz zuvor wieder errichtet, gingen in Flammen auf, Köln in diesem Jahr nicht.
Köln wuchs im Hochmittelalter auf etwa 40.000 Einwohner, sodass seine Stadtbefestigungen mehrfach erweitert werden mussten. Ab dem Jahre 1180 entstand eine Stadtmauer: zwölf Torburgen und 52 Wehrtürme in der Ringmauer, dazu 22 Pforten und kleine Tore in der Rheinmauer; etwa 1250 war sie fertig, 7,5 km lang, und an das himmlische Jerusalem sollten die zwölf Tore erinnern. Das Stapelrecht kam am 7. Mai 1259 hinzu; es sicherte den Kölner Bürgern ein Vorkaufsrecht auf alle Waren, die über den Rhein kamen, und trug so zum Wohlstand bei.

Die Stadt wurde reich, aber nicht frei, solange der Erzbischof ihr Herr war. Jahrelang hatten die Kölner Erzbischöfe mit den Patriziern gekämpft; 1288 endete das vorläufig in der Schlacht von Worringen, in der das Heer des Erzbischofs Siegfried von Westerburg dem des Grafen Adolf von Berg und der Kölner Bürger unterlag; von da an war die Stadt nicht mehr Teil des Erzstifts, betreten durfte der Erzbischof sie nur noch zu religiösen Handlungen, und bis zur offiziellen Erhebung zur Freien Reichsstadt dauerte es noch bis 1475.
Die religiöse Geschichte Kölns beginnt nicht beim Dom, sondern bei der jüdischen Gemeinde. Seit der jüdische Tempel in Jerusalem zerstört war und die Zerstreuung begonnen hatte, lässt sich im römischen Köln eine Gemeinde nachweisen: 321 nach Christus erlaubte Kaiser Konstantin, Mitglieder der Kölner jüdischen Gemeinde in den Stadtrat aufzunehmen. Vermutlich stand die antike Synagoge nahe der Marspforte innerhalb der Stadtmauer; Konstantins Edikt, überliefert im Codex Theodosianus, gilt als frühestes dokumentiertes Zeugnis jüdischen Lebens in Deutschland.
Der Beiname kam früh. Im Jahre 804 taucht der Name Heiliges Köln erstmals in einer Urkunde auf; vom 12. Jahrhundert an trug Köln — wie Jerusalem, Konstantinopel und Rom — im Stadtnamen das Wort Sancta: Sancta Colonia Dei Gratia Romanae Ecclesiae Fidelis Filia, auf Deutsch Heiliges Köln von Gottes Gnaden, der römischen Kirche getreue Tochter. Vom 10. Jahrhundert an folgte eine Stiftsgründung auf die nächste, und mit ihnen entstanden romanische Kirchenbauten; unter politisch versierten Erzbischöfen stieg Köln in der Folge zu einem geistlichen Zentrum auf. Kurfürst war der Erzbischof von Köln, an der Spitze des Mitte des 10. Jahrhunderts gegründeten Erzstiftes und Kurfürstentums Köln.
Den Rang eines Pilgerziels brachten die Reliquien. Als Erzbischof Rainald von Dassel 1164 die Gebeine der Heiligen drei Könige von Mailand nach Köln überführte, wurde die Stadt zu einem wichtigen Pilgerziel. Den Reliquien sollte ein angemessener Rahmen gegeben werden, und so beschloss man ein unerreicht großes, beeindruckendes Gotteshaus; 1248 wurde der Grundstein des Kölner Domes gelegt. Nach 632 Jahren war der Bau 1880 auf Betreiben des Königs von Preußen und deutschen Kaisers abgeschlossen — weitgehend jedenfalls, denn der jahrhundertelange Stillstand hatte Reparaturen nötig gemacht, so wie sie heute die Schäden im Zweiten Weltkrieg und Umwelteinflüsse nötig machen.
1582 kehrte der Kölner Erzbischof Gebhard Truchsess von Waldburg der katholischen Kirche den Rücken, erklärte Katholizismus und Protestantismus in seinem Herrschaftsgebiet für gleichgestellt und ehelichte später die protestantische Stiftsdame Agnes von Mansfeld. Weil er sich weigerte, den im Augsburger Religionsfrieden von 1555 festgeschriebenen geistlichen Vorbehalt auf sich anzuwenden und das Amt des Kölner Erzbischofs abzugeben, exkommunizierte ihn Papst Gregor XIII.; wäre sein Plan aufgegangen, hätte das zudem die katholische Mehrheit im Kurfürstenkollegium gebrochen. Weil er den Reichstagsbeschlüssen zum Trotz auf seiner Position beharrte, brach der Truchsessische Krieg aus, der von 1583 bis 1588 währte und in dessen Verlauf Deutz, Bonn und Neuss verwüstet wurden.
Der patrizische Rat und die Zünfte, die in ihm nicht vertreten waren, gerieten so heftig aneinander, dass es am 20. November 1371 zum blutigen Kölner Weberaufstand kam. Eine unblutige Revolution machte 1396 der Patrizierherrschaft in Köln endgültig ein Ende; an deren Stelle trat eine ständische Verfassung, die auf der Organisation der Gaffeln beruhte. Vorausgegangen war ein Streit innerhalb des kölnischen Patriziats, in dem die Partei der Freunde die Partei der Greifen entmachtete.
Am 18. Juni 1396 wollte Konstantin von Lyskirchen alte patrizische Rechte wiederherstellen und schickte die protestierenden Handwerker- und Kaufleutezünfte vom hohen Ross herab nach Hause; darauf setzten die Zünfte die Freunde in deren Versammlungsraum fest und befreiten die Greifen. Am 24. Juni 1396 trat ein provisorischer Rat mit 48 Köpfen aus Kaufleuten, Grundbesitzern und Handwerkern zusammen; Stadtschreiber Gerlach von Hauwe formulierte daraufhin den sogenannten Verbundbrief, den am 14. September 1396 die 22 sogenannten Gaffeln unterzeichneten und in Kraft setzten.
Heterogen war die Zusammensetzung der Gaffeln: entmachtete Patrizier, Ämter, Zünfte und Einzelpersonen fanden sich darin, die zahlenmäßig sehr starke Geistlichkeit dagegen nicht, und beitreten musste jeder kölnische Bürger einer von ihnen. Der Verbundbrief konstituierte einen Rat aus 49 Personen: 36 Ratsherren kamen aus den Gaffeln, 13 Gebrechtsherren wurden berufen. Bis zum Ende der Freien Reichsstadt 1794 blieb der Verbundbrief in Kraft.
Als am 6. Oktober 1794 während der Koalitionskriege französische Truppen einzogen, endete die Geschichte der freien Reichsstadt; neutral hatte die Stadt bleiben wollen und wurde kampflos übergeben. Wie das gesamte linksrheinische Gebiet kam sie zur französischen Republik und wurde 1798 dem Département de la Roer zugeschlagen, dessen Hauptstadt allerdings nicht Köln war, sondern Aachen. Viele Kölner Bürger sahen in den französischen Revolutionstruppen Befreier; am Neumarkt errichtete man einen Freiheitsbaum, und die bislang benachteiligten Juden und protestantischen Christen wurden gleichgestellt. Nach den Befreiungskriegen kam das Rheinland samt Köln 1815 infolge des Wiener Kongresses zum Königreich Preußen; in Kraft blieben jedoch die liberalen französischen Gesetze, etwa der Code civil.

Ein Jahrhundert später prägte ein Oberbürgermeister die Stadt. Am 28. September 1917 war Adenauer erstmals zum Kölner Oberbürgermeister gewählt worden; in seine Amtszeit fallen unter anderem die Anerkennung der Musikhochschule am 5. Oktober 1925 und die Ansiedlung der Ford-Werke am 18. Oktober 1929.
Die tiefste Zäsur brachte der Zweite Weltkrieg. Die ersten Bomben fielen am 18. Juni 1940 auf Köln; ab 1942 verschärfte das britische RAF Bomber Command den Luftkrieg. Ende Mai 1942 galt der erste Angriff mit über 1000 Bombern, die Operation Millennium, der Stadt; am 29. Juni 1943 traf es sie nachts durch Maschinen der Royal Air Force und tagsüber durch Bomber der USAAF schwer, und nach den Flächenbombardements lag die Innenstadt zu über 90 Prozent in Trümmern, wobei auch der Kölner Dom schwer beschädigt wurde. Den letzten von insgesamt 262 Luftangriffen erlebte die Stadt am 2. März 1945, wenige Tage bevor die US-Armee einmarschierte. Von über 772.000 Einwohnern im Mai 1939 war Köln bis Kriegsende auf rund 104.000 geschrumpft — so viele wurden nach dem Einmarsch der US-Truppen registriert.
Den Stand vom Mai 1939 erreichte die Bevölkerungszahl Kölns erst im Laufe des Jahres 1959 wieder. Durch die Gebietsreform, die 1975 das Köln-Gesetz brachte, stieg die Einwohnerzahl über eine Million; nachdem Wesseling am 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert worden war, lag sie bis zum Mai 2010 knapp darunter.





Stand des Portraittextes: 2026-09-18.
Belege der kuratierten Auswahl: WH, DZT, DZT_ROM
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Was die Stadt über alle Brüche hinweg zusammenhält, zeigt sich jedes Jahr auf der Straße. Am 11. November um 11:11 Uhr geht auf dem Alter Markt Jahr für Jahr die fünfte Jahreszeit los, der Kölner Karneval; auf den kurzen, heftigen Auftakt folgt bis Neujahr eine Pause, und die eigentliche Session zieht sich bis zum Aschermittwoch mit dem traditionellen Fischessen. Ihren Gipfel erreicht sie im Straßen- und Kneipenkarneval, der an Wieverfastelovend beginnt und die Stadt für die nächsten sechs Tage in eine Art Ausnahmezustand versetzt, in dem das öffentliche Leben zu einem großen Teil zum Erliegen kommt. Eine Besonderheit ist der Geisterzug: Als 1991 wegen des Zweiten Golfkriegs der offizielle Straßenkarneval samt Rosenmontagszug ausfiel, lebte die alte Tradition wieder auf, und seitdem zieht fast jedes Jahr am Karnevalssamstag der Kölner Geisterzug durch die Stadt.






