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Regensburg hatte am 31.12.2025 151.517 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 70 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Regensburg
Regensburg liegt in Ostbayern; hier haben die Bezirksverwaltung der Oberpfalz und die Regierung der Oberpfalz ihren Sitz, dazu das Landratsamt des gleichnamigen Landkreises, und die kreisfreie Stadt gilt als eines der drei bayerischen Regionalzentren. Die amtliche Ortshöhe beträgt 346 m, die Stadtfläche 80,85 Quadratkilometer. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 151.517 Einwohner.
Die römische Geschichte Regensburgs beginnt etwa um 79 nach Christus mit der Einrichtung des Kohortenkastells Kumpfmühl, das als Beobachtungsposten für die Naab- und Regenmündung diente und durch Graben und Pfahlpalisaden, später auch durch eine Steinmauer gesichert war; in der zweiten Hälfte der 160er-Jahre zerstörten die Markomannenkriege sowohl das Kastell als auch die Zivilsiedlungen. Nachdem die Markomannen bis etwa 170 nach Christus zurückgedrängt waren, ließ Kaiser Mark Aurel ab ca. 175 das Legionslager Castra Regina anlegen; dessen Steinmauern von etwa 10 Meter Höhe, die vier Toranlagen und die zahlreichen Türme zeichnen sich im Grundriss der Regensburger Altstadt bis heute deutlich ab. Von seiner Einweihung im Jahre 179 nach Christus zeugt bis heute eine steinerne Inschrift, die einst über dem Osttor saß und als Gründungsurkunde der Stadt gilt; rund 6000 Soldaten einer italischen Legion lagen in dem Lager, dem militärischen Hauptstützpunkt der Provinz Raetia — eine Ausnahme im römischen Verwaltungssystem, denn die Legion stand damit nicht in der Provinzhauptstadt Augsburg.

Etwa von 500 bis 788 residierten hier die bajuwarischen Herzöge aus dem Geschlecht der Agilolfinger, und die Stadt wurde zu einem bedeutenden Zentrum des frühen bairischen Stammesherzogtums. Ihre wirtschaftliche Blütezeit verdankte die Stadt dem Fernhandel, der bis Paris, Venedig und Kiew reichte; sie zählte damals zu den wohlhabendsten und einwohnerstärksten Städten Deutschlands, und der Gesandte des Kalifen von Córdoba, Ibrahim ibn Yaqub, berichtet zudem von Regensburg als einem Umschlagplatz des mittelalterlichen Sklavenhandels, in dem kriegsgefangene Slawen und Balten in den muslimischen Herrschaftsbereich ausgeführt wurden.
Umfangreiche Privilegien erhielt die Stadt 1207 von König Philipp von Schwaben und 1230 von Kaiser Friedrich dem Zweiten; sie ebneten den Aufstieg zur Freien Stadt, und bereits am 10. November 1245 setzten die Regensburger Bürger durch, dass Kaiser Friedrich ihnen das Recht der Selbstverwaltung bestätigte, mit dem Privileg, Bürgermeister und Rat zu bestimmen. Bei damals ca. 20.000 Einwohnern bildete sich ein reiches Bürgertum von etwa 2000 Personen heraus, die politisch Gewicht hatten; die Oberhäupter von fünfzig bis sechzig dieser Familien stellten das Patriziat, aus dem die Stadtregierung hervorging. Rege Bautätigkeit entfalteten die Regensburger Patrizierfamilien: Aus Stein wuchsen mächtige Hausburgen, deren Geschlechtertürme als Statussymbol dienten.
Zu Beginn des 14. Jahrhunderts zeichnete sich ein wirtschaftlicher Abschwung ab, weil sich die Handelswege im Ost- und Orienthandel verlagerten; davon profitierten schon im späten Mittelalter Städte wie Augsburg, Wien und Nürnberg, die Zuwächse bei Wirtschaftskraft und Einwohnerzahl verbuchten. Im 15. Jahrhundert setzte sich der Niedergang fort und führte zum Bankrott der Stadt; den Absturz leiteten die 1419 beginnenden Hussitenkriege ein, deren Kämpfe auch auf die Oberpfalz übergriffen und 1434 mit der Niederlage der Hussiten endeten — Wirtschaftskraft und Absatzgebiete in der Region Böhmen waren damit verloren. Kapital floss ab, reiche Familien zogen fort: Die Stadt lebte allein von Fern- und Transithandel und hatte es im 14. Jahrhundert versäumt, Handwerk und Konsumgüterproduktion zu fördern, wie es Nürnberg getan hatte.
Ein Übergabevertrag regelte im Juli 1486 den vollständigen Anschluss an das Herzogtum Bayern; im Oktober 1491 und im Januar 1492 belegte das Reichskammergericht jedoch Stadt und Bayernherzog mit der Reichsacht, und 1492 wurde die städtische Reichsunmittelbarkeit wiederhergestellt. Mit den Verträgen von 1496 büßte Regensburg den Status einer Freien Stadt ein und wurde Reichsstadt unter der Aufsicht kaiserlicher Kommissare; zum Ausgleich erhob man die Siedlung Am Hof zur bayerischen Landstadt Stadtamhof. Hauptstadt des Regenkreises wurde Regensburg 1810, ab 1838 Hauptstadt des Kreises Oberpfalz und Regensburg, aus dem der Regierungsbezirk Oberpfalz hervorging; 1859 bekam die Stadt Anschluss an das Eisenbahnnetz, mit Verbindungen nach Nürnberg und München.

Schon zur Zeit des Ostfränkischen Reichs war Regensburg ein wichtiges Zentrum, in dem auch Reichstage tagten; ab 1594 fanden diese ausschließlich im Reichssaal des hiesigen Rathauses statt, und nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges durch den Westfälischen Frieden im Jahr 1648 berief man den ersten Reichstag wieder hierher ein. Dort beriet und verabschiedete man Einzelheiten der Friedensvertragsbestimmungen und beschloss, den Reichstag 1663 erneut einzuberufen; aus dieser Versammlung von 1663 wurde in der Folge der Immerwährende Reichstag, bei dem der Kaiser sich meist von selbst ausgewählten kaiserlichen Prinzipalkommissaren vertreten ließ.
Ebenso schickten die Reichsfürsten in aller Regel Gesandte, von denen sich manche samt Familie in Regensburg niederließen, hier Gesandtschaften mit Bediensteten unterhielten und im Todesfall auch am Ort bestattet wurden. Südlich der 1631 fertiggestellten Dreieinigkeitskirche entstand so ein ungewöhnlicher Diplomatenfriedhof, heute Gesandtenfriedhof genannt, auf dem bis zum Ende seiner Nutzung um 1790 fast 100 Begräbnisse stattfanden; erhalten sind dort 20 dicht beieinanderstehende große Barockepitaphien und 32 alte Grabplatten, deren lateinische Inschriften über die Familien der Diplomaten Auskunft geben. Seit Jahresbeginn 2023 werden Friedhof und Grabdenkmäler aufwändig restauriert; die Arbeiten dürften einige Jahre dauern, zumal auch die unterirdischen Gruften zu sichern sind.

Nachdem der bayerische Kurfürst Karl Albrecht 1742 zum Kaiser gewählt worden war, berief er den kaiserlichen Generaloberpostmeister Fürst Alexander Ferdinand von Thurn und Taxis zu seinem Prinzipalkommissar und Stellvertreter am Immerwährenden Reichstag. In diesen Jahren tagte der Reichstag in Frankfurt, wo auch der neue Prinzipalkommissar residierte. Erst nach dem überraschenden Tod des Kaisers im Januar 1745 kehrte der Sitz des Reichstages nach Regensburg zurück. Für eine prunkvolle Hofhaltung mietete man den Freisinger Hof an der Nordseite des Emmeramsplatzes und baute ihn auf Kosten des Hauses Thurn und Taxis aufwändig zum Residenzpalais aus, das im April 1750 bezogen wurde. Für die Stadt war der wirtschaftliche Nutzen dieser Mietverhältnisse zwar vorhanden, aber gering, da die Gesandten weder zoll- noch steuerpflichtig waren.
Wie wohlhabend die mittelalterliche Stadt war, zeigt die Steinerne Brücke, erbaut von 1135 bis 1146; das Bauwunder mehrte den Wohlstand weiter und diente vielen späteren Brücken als Vorbild, etwa der Judithbrücke, der Vorläuferin der Prager Karlsbrücke. Als Donaubrücke zwischen Ulm und Wien gewann sie nach ihrer Fertigstellung großes Gewicht, weil sie Fernhandelswege aus dem Süden günstig mit Absatzgebieten im Norden verband; 800 Jahre lang war sie es, die im Stadtgebiet beide Arme der Donau überquerte, bis 1938 die Nibelungenbrücke hinzukam.
Das Stadtbild prägen auch die sogenannten Patrizierburgen und Geschlechtertürme; zu den Burgen zählen das Haus an der Heuport sowie das Goldene Kreuz am Haidplatz, das später Karl dem Fünften als Kaiserherberge diente. Der Goldene Turm in der Wahlenstraße, bereits 1260 errichtet, gehört wohl zu den bekannten unter den Regensburger Geschlechtertürmen, mit denen die Patrizierfamilien Reichtum und Einfluss zur Schau stellten. Aus spätromanischer Zeit stammt das Alte Rathaus mit dem Reichssaal, dem Sitz des Immerwährenden Reichstages; über die Jahrhunderte wurde es umgeformt, und der Herzogshof mit Römerturm am heutigen Alten Kornmarkt, trotz seines Namens ein romanischer Wohnturm, bildete die frühere Herzogspfalz der agilolfingischen Herzöge.
Beim Bischofshof hat sich aus der Römerzeit die Porta praetoria erhalten, ein Stadttor; an mehreren Straßen stehen zudem Reste der römischen Kastellmauern. Von Osten führte das um 1300 errichtete gotische Ostentor in die Stadt; auch das Emmeramer Tor zählt zu den fünf erhaltenen Stadttoren jener mittelalterlichen Stadtbefestigung, die um 1320 entstand. Der Salzstadel wurde 1616 bis 1620 erbaut; er steht unterhalb der Steinernen Brücke am Platz des früheren Hafens, oberhalb davon der Amberger Stadel.
Der historische Stadtkern mit engen Gassen, zahlreichen Patrizierhäusern und mit Kapellen, Kirchen und Klöstern aus sämtlichen Kunstepochen des Mittelalters blieb trotz einiger Verluste weitgehend erhalten, weil ab 1955 Sanierungsmaßnahmen einsetzten, die auch die Bevölkerung mittrug. Rund 960 Baudenkmäler stehen auf den 1,8 km² der Regensburger Altstadt; an Gebäuden, Plätzen und Gassen lässt sich die doppelte historische Rolle ablesen: mittelalterliches Handelszentrum und frühneuzeitlicher Treffpunkt europäischer Diplomaten. Dass viele der alten, großen Gebäude nach dem Dreißigjährigen Krieg als Gesandtschaften und als vermietbare Quartiere für Gesandtenfamilien dienten, bewahrte sie vor Umbau und Abbruch.
Am 13. Juli 2006 wurde die Regensburger Altstadt mitsamt Stadtamhof von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt; 2007 schuf die Stadt ein Weltkulturerbezentrum, das im historischen Salzstadel neben dem südlichen Brückturm der Steinernen Brücke sitzt. Die Steinerne Brücke verbindet dabei die Altstadt mit dem Stadtteil Stadtamhof, einer ehemals bayerischen, nicht zur Stadt gehörigen und erst spät eingemeindeten Landstadt.
Herzog Odilo verwirklichte im Jahr 739 die bairische Diözesaneinteilung: Salzburg, Passau, Freising und Regensburg wurden als Bistümer kirchenrechtlich errichtet, ihre Grenzen wurden festgelegt. Das Regensburger Bistum gehört zu den alten in Deutschland; einige Jahrzehnte bestand es schon, als Bonifatius es 739 dem Canonischen Recht und damit dem Bischof von Rom unterstellte; zwar war die Reichsstadt ab 1542 protestantisch, katholische Bischofsstadt blieb Regensburg gleichwohl. Der Dom St. Peter ist das Hauptwerk der Gotik in Bayern, und von seinem romanischen Vorgänger steht noch ein Turm, der Eselsturm; mehrere Vorgängerbauten gingen ihm voraus, begonnen wurde der gotische Bau wohl bald nach 1260, als vorläufiger Abschluss gilt das Jahr 1520, und die Turmhelme samt Querhausgiebeln kamen erst von 1859 bis 1872 hinzu.
Im Jahr 1541 hatte in der Neuen Waag am Haidplatz bereits das Regensburger Religionsgespräch zwischen Philipp Melanchthon und Johannes Eck stattgefunden, ein Versuch, die zwischen Katholiken und Protestanten aufgeworfenen tiefen Gräben zu überbrücken, was aber nicht gelang. Der Reichsabschied von 1541 stellte es den Städten frei, sich der Augsburger Konfession anzuschließen; diese Gelegenheit ergriff der Rat der Stadt und beschloss nach einer Bürgerpetition vom 28. September 1542, die Reformation am 15. Oktober 1542 mit einem Abendmahl-Gottesdienst in der Neupfarrkirche offiziell einzuführen. Die Neupfarrkirche war ursprünglich als Wallfahrtskirche begonnen worden. Als der Chor stand, ließ die Wallfahrt nach, und aus Geldmangel kam der Bau zum Erliegen; der Rumpf wurde behelfsmäßig verschlossen und diente nach Einführung der Reformation 1542 als protestantische Stadtkirche, den Abschluss nach Westen erhielt er erst im 19. Jahrhundert.
Im Mittelalter zählte Regensburg zu den bedeutenden jüdischen Gemeinden Europas; ein Jude wird hier erstmals urkundlich im Jahr 981 genannt, und das Judenviertel lag am heutigen Neupfarrplatz. Kaiser Maximilian starb im Januar 1519, im Juni 1519 wurde Karl zum neuen König gewählt — das kurze Machtvakuum ohne Kaiser nutzte der Rat der Stadt für ein Pogrom, mit dem er die Regensburger Juden vertrieb; vorangegangen war eine Anordnung des Stadtrats vom 21. Februar, die einer Forderung christlicher Handwerker nachkam. Zerstört wurden dabei das alte Judenviertel am heutigen Neupfarrplatz und der jüdische Friedhof vor dem Peterstor vollständig; ein Unfall beim Abbruch, der glimpflich ausging, wurde zum Wunder verklärt und löste die Wallfahrt Zur Schönen Maria aus, aus deren Erlös man eine Wallfahrtskirche zu bauen begann — unter Verwendung jüdischer Grabsteine.





Stand des Portraittextes: 2026-09-18.
Belege der kuratierten Auswahl: WH, DZT_UNESCO, DZT_ROM
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Im Jahr 1803 fiel in Regensburg eine der letzten Entscheidungen des Reichstags, denn der Reichsdeputationshauptschluss führte unter anderem zur Säkularisation des Großteils der Klöster, und mit ihm entstand das eigenständige Fürstentum Regensburg unter Karl Theodor von Dalberg. In der letzten Sitzung des Regensburger Reichstags am 1. August 1806 erklärten die Rheinbundstaaten ihren Austritt aus dem Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Sein Amt als Regensburger Erzbischof behielt Dalberg bis zu seinem Tod 1817; sein Fürstentum Regensburg musste er dagegen am 22. Mai 1810 an das Königreich Bayern abtreten, und einen Tag später, am 23. Mai 1810, nahm Bayern die Stadt offiziell in Besitz.

Ein vorläufiges Ende fand die wechselvolle Geschichte der jüdischen Gemeinde, als in der Pogromnacht 1938 die Synagoge zerstört wurde und die Regensburger Juden im Zweiten Weltkrieg deportiert und ermordet wurden; rund 400 Menschen enteignete, beraubte und verschleppte man, an die 250 von ihnen wurden getötet. Bei Grabungen am Neupfarrplatz kamen 1995 Reste der Synagoge wieder zutage; ihren Grundriss zeichnet heute ein begehbares Bodenrelief aus weißem Beton nach, gestaltet vom israelischen Künstler Dani Karavan und eingeweiht am 13. Juli 2005. Das Jüdische Gemeindezentrum samt Synagoge, 2019 eingeweiht, steht auf dem Gelände jenes Vorgängerbaus, den die Pogromnacht zerstört hatte.






