Kommst du über den Empfehlungslink einer Partnerin oder eines Partners zu uns, möchten wir dessen Kurzkennung 60 Tage lang im Cookie „ll_ref" speichern, damit eine spätere Registrierung richtig zugeordnet werden kann. Für die Nutzung von LageLuchs ist das nicht erforderlich — du kannst ohne Nachteil ablehnen und deine Entscheidung jederzeit über „Cookie-Einstellungen" im Seitenfuß ändern.
Straubing hatte am 31.12.2025 49.061 Einwohner, der LuchsScore liegt bei 59 von 100.
Zahlen und Kennzahlen zu Straubing
Straubing ist eine kreisfreie Stadt in Niederbayern und liegt im Zentrum des fruchtbaren Gäubodens an der Donau. Das Stadtgebiet umfasst 67,59 Quadratkilometer, die Stadt liegt auf 322 Metern Höhe. Zum 31. Dezember 2025 zählte die Stadt 49.061 Einwohner.

Straubing war im späten Mittelalter eine der Hauptstädte der bayerischen Teilherzogtümer, neben München, Landshut und Ingolstadt, und die Architektur trägt das bis heute. Heute ist Straubing Sitz des Landratsamtes Straubing-Bogen und eines der vier niederbayerischen Oberzentren.
Menschliche Ansiedlungen lassen sich seit etwa 5600 v. Chr. nahezu ohne Unterbrechung nachweisen. Die Römer nannten den Ort Sorviodurum, behielten also den keltischen Namen bei, und bauten ihn zu einem Militärplatz an der Donaugrenze aus. Die Herrschaft der Römer dauerte etwa 400 Jahre, und bis heute erinnern vier Kastelle daran. Der Name Straubing geht auf den Sippenführer Strupo zurück, nach dem die Bajuwaren ihre Siedlung Strupinga nannten.
Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 897. Herzog Ludwig der Kelheimer gründete 1218 die Neustadt westlich des alten Siedlungszentrums. Seit 1255 war Straubing Sitz eines Vitztums, und 1353 wurde es Hauptstadt des Herzogtums Bayern-Straubing, dessen Linie 1425 im Mannesstamm erlosch.
Weit bekannt wurde Agnes Bernauer, Baderstochter und Geliebte des Wittelsbachers Albrecht III.; sie fand 1435 in der Donau bei Straubing ein tragisches Ende. Als Sühne ließ Herzog Ernst die Bernauer-Kapelle am Petersfriedhof erbauen. 1537 kaufte sich die Stadt von der Herrschaft des Augsburger Domkapitels frei. Im 16. Jahrhundert war Straubing das Zentrum der Reformation in Niederbayern, musste sich aber schließlich der ausschließlichen Katholizität des Herzogtums Bayern beugen. Ulrich Schmidl, Sohn eines Patriziers, nahm von 1535 bis 1554 an der Eroberung Südamerikas teil und gilt als Mitbegründer von Buenos Aires; dennoch traf ihn die Ausweisungspolitik. 1568 fertigte der Drechslermeister Jakob Sandtner ein erstaunlich genaues Modell seiner Heimatstadt an, von dem eine Kopie im Gäubodenmuseum steht. Für die Rechtgläubigkeit sorgten ab 1614 Kapuziner und ab 1631 Jesuiten; im 17. und 18. Jahrhundert siedelten sich außerdem Ursulinen (1691), Franziskaner (1702) und Elisabethinnen (1748) an.
Im Dreißigjährigen Krieg fielen 1633 rund 1800 der 4000 Einwohner der schwedischen Besatzung oder der Pest zum Opfer. 1709 wurde aufgrund eines Gelübdes die Dreifaltigkeitssäule aufgestellt, und der große Stadtbrand von 1780 legte weite Teile nördlich des Stadtplatzes in Schutt und Asche.
Im 14. Jahrhundert entstanden der Stadtturm mit Baubeginn 1316, die Basilika St. Jakob um 1395 und der Stadtplatz. Der gotische Stadtkern mit dem 800 Meter langen Stadtplatz zeigt gotische Treppengiebel, Renaissance-Erker, Barock- und Rokokofassaden und klassizistische Lisenen.

Die Basilika St. Jakob und St. Tiburtius trägt seit 1989 den Titel Basilica minor und besitzt ein Moses-Fenster nach einem Entwurf von Albrecht Dürer. Die Kirche St. Peter im Osten der Innenstadt ist eine romanische Basilika, die auf einem karolingischen Vorgängerbau entstand. Die Ursulinenkirche gehört ganz der Barockzeit an und war das letzte gemeinsame Werk der Brüder Asam. Die Dreifaltigkeitskirche des Bürgerspitals wurde nach dem Stadtbrand von 1780 frühklassizistisch erneuert.
Im November 2016 zerstörte ein Feuer den historischen Teil des Rathauses, dessen Wiederaufbau voraussichtlich Ende 2026 abgeschlossen sein wird.
Am 8. November 1918 befreite ein Demonstrationszug Gefangene, und am 9. November bildete sich ein Arbeiter- und Soldatenrat. Im März 1933 wurde der Straubinger Otto Selz ermordet, beim Novemberpogrom 1938 verwüsteten SA-Männer die Synagoge in der Wittelsbacherstraße. Seit 1988 erinnert eine Gedenktafel am Mahnmal im Pulverturm an die rund 43 jüdischen Bewohner, die dem Holocaust zum Opfer fielen.
Bei drei schweren US-Luftangriffen auf den Eisenbahnknotenpunkt im Zweiten Weltkrieg 1944/45 kamen mindestens 400 Menschen ums Leben. Die meisten historischen Gebäude überstanden die Bombardements unversehrt, und in der Nachkriegszeit erlebte die Stadt mit Firmen wie der Skifirma Völkl und dem Elektronikhersteller Dynacord einen wirtschaftlichen Aufschwung.
1997 beging die Stadt mit einem Bürgerfest am Stadtplatz die 1100-Jahr-Feier der ersten urkundlichen Erwähnung, und die Deutsche Post gab eine Sonderbriefmarke heraus. Am 9. Juni 2008 fand in Straubing der neunte Deutsch-Französische Ministerrat mit Nicolas Sarkozy und Angela Merkel statt.
Von den Jahrhunderthochwässern 2002 und 2013 wurde die Stadt betroffen, doch der nach dem Hochwasser von 1988 verbesserte Schutz begrenzte die Schäden.
2001 wurde in Straubing das Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe angesiedelt, für das seit 2015 die Kurzform KoNaRo gilt. Wegen der Aktivitäten am KoNaRo verlieh Edmund Stoiber der Stadt am 11. August 2007 den Titel „Wissenschaftsstadt“. Seit dem 1. Oktober 2017 ist das Wissenschaftszentrum ein Campus der Technischen Universität München für Biotechnologie und Nachhaltigkeit; der Landtag hatte das beschlossen.
2012 waren 500 Studienplätze geplant, doch der Freistaat unterstützte schließlich 1000, und zum Wintersemester 2019/2020 waren 436 Studenten eingeschrieben. Schwerpunktbranchen der Stadt sind Maschinenbau, Biotechnologie, Elektrotechnik und Elektronik, Automotive und Logistik.
Das Gäubodenmuseum zeigt den Straubinger Römerschatz, darunter Teile von Paraderüstungen der römischen Reitertruppe. Das NAWAREUM widmet sich Natur, Klimawandel, Pflanzen und Umwelt, mit einem Schwerpunkt auf nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien. Im Westen der Stadt liegt der Tiergarten Straubing, in dem über 2000 Tiere in etwa 200 Arten leben.
Das heutige Gäubodenvolksfest geht auf ein 1812 gegründetes Kreislandwirtschaftsfest zurück, das dem Münchner Zentrallandwirtschaftsfest nachempfunden war. Anlässlich des Besuchs des Thronfolgerpaares erhielten die beiden Teile des Stadtplatzes damals die Namen Ludwigsplatz und Theresienplatz, und zur Volksfestzeit schmücken die Häuser am Stadtplatz sich bis heute. Die Ostbayernschau, eine Verbraucherausstellung, zieht jährlich 450.000 Besucher an, und die Agnes-Bernauer-Festspiele finden alle vier Jahre statt.
Die Bronzeskulptur Bruder Straubinger von Karl Tyroller am Steiner-Thor-Platz weist den Weg zum Stadtturm, dem Mittelpunkt der Altstadt. Im Eishockey spielen die Straubing Tigers in der Deutschen Eishockey Liga.





Stand des Portraittextes: 2026-09-19.
Belege der kuratierten Auswahl: DZT_ROM
Die Kennzahlen zu diesem Ort — LuchsScore, Bevölkerung, Arbeitsmarkt, Immobilien — stehen mit Jahrgang und Herkunft auf der Datenseite.




